NS-Szene | AIB 96 / 3.2012 | 08.10.2012

Messerangriff auf Antifaschisten in Lüneburg

Am 29. August 2012 griffen vermutlich zwei  Neonazis im niedersächsischen Lüneburg einen Antifaschisten gezielt mit einem Messer an und verletzten ihn. Der Angegriffene, der in der Region häufig als Anmelder linker Demonstrationen und als Redner auf Veranstaltungen auftritt, wurde beim Abschließen des Lüneburger Gewerkschaftshauses von den beiden augenscheinlich zur Neonazi­szene gehördenden Personen mit seinem Namen angesprochen und sofort mit einem Messer attackiert.

Am 29. August 2012 griffen vermutlich zwei  Neonazis im niedersächsischen Lüneburg einen Antifaschisten gezielt mit einem Messer an und verletzten ihn.

Der ostdeutsche Neonazi Ronny Busse trat als ein Beteiligter des Neonazi-Angriffes auf ein Punk Konzert in der Zionskirche im Fernsehen auf. (Bild: Screenshot von youtube.com)
Geschichte | AIB 75 / 2.2007 | 17.06.2007

Neonazis in der DDR

Die Fan-Kurve wird zum Brutkasten der DDR-Neonaziszene

Dietmar Wolf

Die Fan-Kurve wird zum Brutkasten der DDR-Neonaziszene.

(Bild: Screenshot youtube.com)

Regionale »Kameradschaften« am 26. März 2002 in Eberswalde.
NS-Szene | AIB 60 / 2.2003 | 17.06.2003

Terrortown revisited

Um 1993 geriet das ostbrandenburgische Schwedt als Hochburg rechter Gewalt und Organisierung weltweit in die Schlagzeilen. Das »Time Magazine« ging gar so weit, den Einsatz von UN-Truppen zu fordern. Schwedt zehn Jahre später: Der Ruf hallt noch nach. Es ist zwar ruhiger geworden, doch der »Frieden« in der Stadt steht auf wackligen Beinen.

Christoph Schulze

Um 1993 geriet das ostbrandenburgische Schwedt als Hochburg rechter Gewalt und Organisierung weltweit in die Schlagzeilen. Das »Time Magazine« ging gar so weit, den Einsatz von UN-Truppen zu fordern. Schwedt zehn Jahre später: Der Ruf hallt noch nach. 

Neonazis marschieren am 17. November 1991 mit Fahnen und Trommeln auf den Friedhof in Halbe (Brandenburg).
NS-Szene | AIB 56 / 2.2002 | 12.06.2002

Back to the roots... Wunsiedel und Halbe

Anfang der neunziger Jahre gab es nur wenige regelmäßige und überregional bedeutende Aufmärsche der bundesdeutschen Neonazi-Szene, die damit auch zu regelmäßigen »Highlights« der antifaschistischen Bewegung wurden. Dazu zählten traditionell die jährlichen »Rudolf-Heß-Gedenkmärsche« am 17. August in Wunsiedel und das sogenannte Heldengedenken in Halbe am »Volkstrauertag«. Nachdem beide Ereignisse bedingt durch staatliche Repression, antifaschistischen Widerstand und interne Umbrüche in der Neonazi-Szene aus den Terminkalendern der Neonazis und der Antifas verschwanden, scheinen sie nun ihr Come Back zu erleben.

Anfang der neunziger Jahre gab es nur wenige regelmäßige und überregional bedeutende Aufmärsche der bundesdeutschen Neonazi-Szene, die damit auch zu regelmäßigen »Highlights« der antifaschistischen Bewegung wurden. Dazu zählten die jährlichen »Rudolf-Heß-Gedenkmärsche« in Wunsiedel und das sog. Heldengedenken in Halbe am »Volkstrauertag«. Nachdem beide Ereignisse bedingt durch staatliche Repression, antifaschistischen Widerstand und interne Umbrüche in der Neonazi-Szene aus den Terminkalendern verschwanden, scheinen sie nun ihr Come Back zu erleben.

Thomas Dienel präsentierte sich mit einer Wehrsportgruppe den Medien. | Bild: Screenshot youtube.com/Spiegel TV
NS-Szene | AIB 51 / 2.2000 | 24.07.2000

Mehr Nutzen als Schaden - Informanten des Verfassungsschutzes

Seit einigen Wochen fallen die Spitzel in der Naziszene wie Fallobst von den Bäumen, erst das Enfant terrible der Neonaziszene Thomas Dienel, dann der ehemalige stellv. NPD-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern Matthias Meier und kurz danach der Terrorliebhaber Carsten Szczepanski. Eine Analyse der bekannt gewordenen Fakten lässt den Schluss zu, dass die Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz den Neonazis mehr genutzt als geschadet hat.

Eine Analyse der bekannt gewordenen VS-Spitzel in der Neonazi-Szene lässt den Schluss zu, dass die Zusammenarbeit mit dem VS den Neonazis mehr genutzt als geschadet hat.

(Bild: Screenshot youtube.com/Spiegel TV)

Die deutschen NF-Aktivisten Andreas Pohl, Matthias Sch., Volker G. (v.r.n.l.) zu Besuch bei der dänischen PDN.
International | AIB 19 / 3.1992 | 04.09.1992

Die NF zu Gast bei dänischen Neonazis

Im April 1992 trafen sich der Bundesvorsitzende der Neonazi-Partei „Nationalistische Front“ (NF) Andreas Pohl und fünf weitere deutsche Neonazis von der „Nationalistischen Front“ (NF) mit der „Partiet De Nationale“ (PDN) in Dänemark.

Im April 1992 trafen sich der NF-Chef Andreas Pohl und fünf weitere deutsche Neonazis von der „Nationalistischen Front“ mit der „Partiet De Nationale“ (PDN) in Dänemark.

(Bild: Screenshot  Reaktionære Refleksioner)

Pierre Krebs ist Vorsitzender des "Thule Seminar". (Bild: Screenshot YouTube.de)
NS-Szene | AIB 18 / 2.1992 | 30.07.1992

Neonazis im Gewand der "Neuen Rechten" ?

Die Ideologie der "Neuen Rechten" wird von rechten bis neonazistischen Gruppierungen interessiert verfolgt, aufgegriffen oder übernommen.

Die Ideologie der "Neuen Rechten" wird von rechten bis neonazistischen Gruppierungen interessiert verfolgt, aufgegriffen oder übernommen.

(Bild: Screenshot YouTube.de)
 

Die Forschungen von dem früheren NSDAP-Mitglied Konrad Lorenz sind nicht zufällig eine Grundlage des biologistischen Menschenbildes der "Neuen Rechten". (Bild: wikimedia.org; Eurobas, CC BY-SA 3.0)
Braunzone | AIB 18 / 2.1992 | 28.07.1992

Die Ideologie der „Neuen Rechten“

Was unterscheidet denn die "Neue Rechte" von der "Alten Rechten"? Nach dem vorübergehenden Niedergang der Partei "Die Republikaner" (REP), in welche viele Vertreter der „neuen“ Rechten aktiv waren, fand 1991 in deren Zeitungen „Nation und Europa“, „Europa Vorn“, „wir selbst“ etc. eine Strategiedebatte statt. Vermeintlich vergebliche Versuche der "Neuen Rechten", die Partei zu »intellektualisieren«, führten dazu, dass die „Europa Vorn“, ihr das „geistige Niveau der Viertelalphabeten“ zuschrieb und betonte, daß es um mehr »als Geld und Posten« gehe. Es folgte der Rückzug aus dieser Partei, um wieder die Herausbildung von »Kaderstrukturen« auf der Grundlage eines neurechten Weltbildes zu betreiben.

Was unterscheidet denn die "Neue Rechte" von der "Alten Rechten"? Die Bedeutung von intellektuell ausgebildeten Kadern wird hier höher gestellt als bei der "Alten Rechten". Doch in erster Linie unterscheidet sich die "Neue Rechte" durch eine unterschiedliche Argumentation und Ideologie und eine Abgrenzung vom »Hitlerismus«.

(Bild: wikimedia.org; Eurobas, CC BY-SA 3.0)
 

Aktivisten der NF beim Neonaziaufmarsch in Halbe 1991. (Foto: Christian Ditsch)
NS-Szene | AIB 18 / 2.1992 | 20.07.1992

Die „Nationalistische Front“

Die „Nationalistische Front“ (NF) hat in den letzten eineinhalb Jahren durch bundesweite Aktionen immer wieder Schlagzeilen produziert. Sei es nun mit ihrem letzten Bundestreffen in Niederaula, dem geplanten revisionistischen Kongress in Roding, der massiven Teilnahme der NF bei den jährlichen Aufmärschen in Halbe oder, jüngstes Beispiel, mit dem Versuch, eine militant ausgerichtete Organisation mit dem Namen „Nationales Einsatzkommando“ (NEK) aufzubauen.

Die „Nationalistische Front“ (NF) hat in den letzten eineinhalb Jahren durch bundesweite Aktionen immer wieder Schlagzeilen produziert.

(Bild: Screenshot: halbzehn.net)
Rassismus | AIB 6 / 1.1989 | 24.04.1989

Rassistischer Brandanschlag in Schwandorf

Zu dem Brandanschlag in der Nacht vom 17. Dezember 1988 auf ein Wohnhaus im oberpfälzischen Schwandorf will die Polizei keine rassistischen Hintergründe vermuten. Bei dem Anschlag kamen vier Menschen ums Leben, man fand sie später in den Trümmern: Osman und Fatma Can, 50 und 44 Jahre alt, deren Sohn Mehmet, 12 Jahre alt, und Jürgen Hübener, 47 Jahre alt. Sechs weitere Personen wurden schwer verletzt. Als Täter wurde der 19jährige Josef Saller festgenommen, der als Motiv für die Tat seinen Haß auf Ausländer angab.1

Zu dem Brandanschlag in der Nacht vom 17. Dezember 1988 auf ein Wohnhaus im oberpfälzischen Schwandorf will die Polizei keine rassistischen Hintergründe vermuten. Bei dem Anschlag kamen vier Menschen ums Leben. Als Täter wurde der 19jährige Josef Saller festgenommen, der als Motiv für die Tat seinen Haß auf Ausländer angab.

(Bild: Screenshot: halbzehn.net)

  • 1. Nachtrag: Die rechte Gesinnung von Josef Saller wirkte sich strafverschärfend auf das Urteil aus. Wegen besonders schwerer Brandstiftung wurde er zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt. In Haft wird Saller von der neonazistischen "Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V." (HNG) betreut.

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