Zschäpes Brieffreund Robin Schmiemann (links) und C18-Anführer William Browning (mitte) beim „Tag der deutschen Zukunft“ 2016 in Dortmund.. (Foto: Recherche Nord)
NS-Szene | AIB 120 / 3.2018 | 11.11.2018

NSU – viele offene Fragen

Neben den bis heute ungeklärten Ereignissen rund um die Selbstenttarnung des NSU am 4. November 2011 gibt es noch eine ganze Reihe weiterer offener Fragen in der Affäre um die rechte Terrorgruppe. Sie deuten darauf hin, dass das Zwickauer Trio nicht abgeschottet agierte, wie es die Bundesanwaltschaft behauptet, sondern dass die Organisation und deren Unterstützerumfeld größer strukturiert sein dürfte.

Andreas Förster

Neben den ungeklärten Ereignissen rund um die Selbstenttarnung des NSU am 4. November 2011 gibt es noch eine ganze Reihe weiterer offener Fragen in der Affäre um den NSU. Sie deuten darauf hin, dass das dieser nicht abgeschottet agierte, wie es die Bundesanwaltschaft behauptet, sondern dass die Organisation und deren Unterstützerumfeld größer strukturiert sein dürfte.

Robin Schmiemann (links) und William Browning (Mitte) und Lars Bergeest (rechts) beim „Tag der deutschen Zukunft“ in Dortmund. (Foto: Recherche Nord)
NS-Szene | AIB 118 / 1.2018 | 16.07.2018

„Combat 18“-Reunion aufgedeckt

Wie eine antifaschistische Recherche bereits im Oktober 2016 aufdeckte, ist das rechtsterroristische Netzwerk „Combat 18“ (C18) wieder aktiv. Seit vielen Jahren verharmlosen Behörden wie der Verfassungsschutz die Gruppierung. Nach früherer angeblicher Einsichtnahme in Dortmunder Strukturen kam die Behörde zu dem Schluss, dass zwar über Gewalt und Waffenbeschaffung geredet würde und es auch internationale Kontakte gäbe, es sich bei dem benannten Kreis jedoch eher um Personen handele, die redeten anstatt zu handeln. Im Laufe der Zeit hätten sich nun „klandes­tine Gruppenstrukturen“ ergeben, die mit „echtem Terrorismus“ nicht zu vergleichen seien. Dabei handelt es sich bei dieser Gruppe um eine international vernetzte Struktur mit Mitgliedern, die mehrere schwerste Gewalt­taten begangen haben und die sich heute auf das Konzept des bewaffneten Kampfes beziehen. Wenig verwunderlich, dass diese Struktur zuletzt im September 2017 Schieß­übungen in Tschechien absolvierte. Drei Mona­te später erklärte die Bundes­regie­rung, von Waffentrainings bei „Combat 18“ keine Kenn­tnis zu haben. Dabei ist dies nicht das erste Schießtraining der Gruppe. So konnten mindestens zwei weitere Trainings von C18-Mitgliedern festgestellt werden: 2014 in Holland und 2016 in Österreich.

Gastbeitrag von Exif-Recherche

Wie eine antifaschistische Recherche bereits im Oktober 2016 aufdeckte, ist das rechtsterroristische Netzwerk „Combat 18“ (C18) wieder aktiv. Seit vielen Jahren verharmlosen Behörden wie der Verfassungsschutz die Gruppierung.
 

William Browning (blaues Basecap) bei einem Neonazi-Aufmarsch im Oktober 2016 in Dortmund. | Foto: recherche nord
NS-Szene | AIB 113 / 4.2016 | 05.04.2017

„Combat 18“ reloaded?

Als am 4. Juni 2016 hunderte Neonazis durch Dortmund zogen, waren auch einige AktivistInnen des (früheren) internationalen „Combat 18“-Netzwerkes (Vgl. AIB Nr. 107) vor Ort. Darunter William Browning, genannt „The Beast“. Der 46-jährige Engländer galt Mitte der 1990er Jahre als Führer von „Combat 18“ (C18) und als einer der gefährlichsten Neonazis Europas. 

Als am 4. Juni 2016 hunderte Neonazis durch Dortmund zogen, waren auch einige AktivistInnen des internationalen „Combat 18“-Netzwerkes vor Ort. Darunter William Browning, genannt „The Beast“. 

NS-Szene | AIB 113 / 4.2016 | 17.03.2017

Ralf Wohllebens letzter Kampf?

Rechtsanwalt Alexander Hoffmann

Zwischenstand im NSU-Prozess.
 

„Abtrimo“ in Nienhagen 2013 — v.l.n.r.: Carsten Soltmann, Marcel Koschnick, Christian Oest und Alexander Peter Tesch (2.v.r.) mit Konzertveranstalter Oliver Malina (1.v.r.).
NS-Szene | AIB 112 / 3.2016 | 21.10.2016

Abtrimo: Über das rechte Netzwerk einer Hamburger Band

Die Band „Abtrimo“ und das folgend aufgeführte Umfeld stehen hier nur exemplarisch für eine Teilstruktur in einem über Jahre gewachsenen, internationalen Netzwerk bestehend aus vielen Bands, Gruppen und Einzelpersonen der extremen Rechten. Dennoch soll anhand der Bandvorstellung ein Teil des militanten Rechtsrock-Netzwerks Norddeutschlands skizziert werden.

Von "Blood & Honour" über das NSU-Umfeld bis heute: Ein kurzer Blick auf die rechte Skinheadszene Norddeutschlands.
 

"Combat 18" sah sich als bewaffneter Arm des "Blood & Honour" Netzwerkes. | (Das hier verwendete Symbol, welches nach § 86 StGB verboten ist, wird zu dokumentarischen und aufklärerischen Zwecken benutzt. Es dient nicht der Verharmlosung oder der Propaganda, sondern wird im Sinne des § 86a StGB Abs. 3 verwendet.)
NS-Szene | AIB 107 / 2.2015 | 08.09.2015

Das Label „Combat 18“

Wer über neonazistische militante Neonazis in Deutschland recherchiert, kommt an „Combat 18“ nicht vorbei. „Combat 18“ (C18) kann als „Kampfeinheit 18“ bzw. „Kampfeinheit Adolf Hitler“1 übersetzt werden und dient als Identifikationsinstanz für militante deutsche Neonazis.

Wer über neonazistische militante Neonazis in Deutschland recherchiert, kommt an „Combat 18“ nicht vorbei. „Combat 18“ (C18) kann als „Kampfeinheit 18“ bzw. „Kampfeinheit Adolf Hitler“ übersetzt werden und dient als Identifikationsinstanz für militante deutsche Neonazis.

(Das hier verwendete Symbol, welches nach § 86 StGB verboten ist, wird zu dokumentarischen und aufklärerischen Zwecken benutzt. Es dient nicht der Verharmlosung oder der Propaganda, sondern wird im Sinne des § 86a StGB Abs. 3 verwendet.)

  • 1. A und H sind die Buchstaben Nummer 1 und Nummer 8 im Alphabet.
Gesellschaft | AIB 107 / 2.2015 | 27.08.2015

Weisse Wölfe

Eine grafische Reportage über rechten Terror

Der Journalist David Schraven hat sich für den Comic „Weisse Wölfe“ mit dem Zeichner Jan Fendt zusammengetan, um seine Rechercheergebnisse über die Verbindungen des NSU nach Dortmund und zu rechten Akteuren in ganz Europa einer breiten Zielgruppe zugänglich zu machen.

Der Journalist David Schraven hat sich für den Comic „Weisse Wölfe“ mit dem Zeichner Jan Fendt zusammengetan, um seine Rechercheergebnisse über die Verbindungen des NSU nach Dortmund und zu rechten Akteuren in ganz Europa einer breiten Zielgruppe zugänglich zu machen.

Tatort des Nagelbomben-Anschlags in der Kölner Keupstraße | Foto: Herby Sachs (version-foto)
Gesellschaft | AIB 105 / 4.2014 | 12.01.2015

Rechter Terror in der antifaschistischen Analyse

Im NSU-Komplex gibt es mehrere zentrale Fragen, mit denen sich unabhängige Antifaschist_innen dringender denn je auseinandersetzen müssen, um der bislang sehr wirkmächtigen Erzählung des Generalbundesanwalts, der Geheimdienste und der Polizei entgegen zu treten: Denn Strafverfolger und Geheimdienste propagieren entgegen aller Fakten und einschlägigen Zeugenaussagen unbeirrt den Mythos vom isolierten Trio, von dessen terroristischen und mörderischen Aktivitäten kein einziger der zahllosen Unterstützer_innen informiert gewesen sei, und stellen den NSU-Komplex als ein singuläres, schon jetzt abgeschlossenes Ereignis ohne Wiederholungsgefahr dar.

Ein Diskussionsbeitrag von Hilde Sanft und Ulli Jentsch

Im NSU-Komplex gibt es mehrere zentrale Fragen, mit denen sich unabhängige Antifaschist_innen dringender denn je auseinandersetzen müssen, um der bislang sehr wirkmächtigen Erzählung des Generalbundesanwalts, der Geheimdienste und der Polizei entgegen zu treten.

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