Das "Live H8" Konzert 2015. (Bild: Screenshot von facebook)
NS-Szene | AIB 115 / 2.2017 | 08.10.2017

Momentaufnahme und Tendenzen im rechten Konzert-Geschehen

RechtsRock ist mehr denn je ein Werkzeug, um Jugendliche und Erwachsene in allen populären Subkulturen zu erreichen. Musik schafft Identität und Gemeinschaftssinn. Rechte Konzerte dienen zudem als Austauschort und Erlebniswelt ­— für VeranstalterInnen ein lohnendes Geschäft.

RechtsRock ist mehr denn je ein Werkzeug, um Jugendliche und Erwachsene in allen populären Subkulturen zu erreichen. Musik schafft Identität und Gemeinschaftssinn. Rechte Konzerte dienen zudem als Austauschort und Erlebniswelt ­— für VeranstalterInnen ein lohnendes Geschäft.

(Foto: Screenshot facebook)

Aufstellung des „German Black Metal Commandos“ (GBMC). Unter der linken Fackel fängt die Wiese an zu brennen. Rituale fördern den Zusammenhalt und das elitäre Selbstbild. (Foto: Dokumentiert von facebook)
NS-Szene | AIB 110 / 1.2016 | 16.06.2016

Das Spektrum der neonazistischen Bruderschaften

Derzeit aktive neonazistische Bruderschaften tragen Namen wie „Brigade 8“, „Blood Brother Nation“, „Midgards Wächter“, „Sons of Asgard“, „Wodan Bruderschaft“, „Bru­derschaft H8“, „Road Crew“ oder „Sturm­gruppe 44“. Manche bestehen aus einem halben Dutzend Personen, andere haben Hunderte Mitglieder und Supporter. Manche werden so schnell von der Bildfläche verschwinden, wie sie erschienen sind, andere gibt es seit über 20 Jahren. Nachfolgend betrachten wir unterschiedliche Facetten des Modells Bruderschaft und stellen Gruppen vor, die dafür exemplarisch stehen.

Neonazi-Bruderschaften bestehen aus einem halben Dutzend Personen, andere haben Hunderte Mitglieder und Supporter. Manche werden so schnell von der Bildfläche verschwinden, wie sie erschienen sind, andere gibt es seit über 20 Jahren. Nachfolgend betrachten wir unterschiedliche Facetten des Modells Bruderschaft und stellen Gruppen vor, die dafür exemplarisch stehen.

(Foto: facebook)

Der NPD-Parteivorsitzende Udo Voigt bei einer "Lunikoff" Solidaritäts-Demonstration am 21. Oktober 2006 in Berlin.
NS-Szene | AIB 83 / 2.2009 | 11.06.2009

»Luni« statt »Landser« – der Mythos ist ungebrochen

Sicherheitsbehörden hofften, dass mit der Enttarnung der Berliner RechtsRock-Band Landser ein Mythos zerstört werden würde. Der Mythos der wohl bekanntesten und weitverbreitesten Deutschen RechtsRock-Band als jene, die in der Lage sei den Staat an der Nase herumzuführen und ungestraft und unerkannt neonazistische Vernichtungsphantasien zu verbreiten. 

Der Mythos der wohl bekanntesten und weitverbreitesten Deutschen RechtsRock-Band "Landser"  ist ungebrochen.

Lars Georgi (links) als Teilnehmer einer Neonazidemonstration 1998 in Bonn.
NS-Szene | AIB 75 / 2.2007 | 17.06.2007

Neonazihändler Schlaffer, Bahls und Georgi im Stress

In der Neonaziszene kursiert ein Boykott-Aufruf gegen die Szene-Händler Philip Schlaffer (alias Harry Andersen) aus Wismar und Ingo Knauf aus Grevesmühlen.

In der Neonaziszene kursiert ein Boykott-Aufruf gegen die Szene-Händler Philip Schlaffer (alias Harry Andersen) aus Wismar und Ingo Knauf aus Grevesmühlen.

Dieses »Lunikoff«-Konzert, welches Anfang April 2005 in Pößneck stattfand, war ursprünglich in der Diskothek »Wodan« geplant gewesen.
NS-Szene | AIB 68 / 4.2005 | 09.12.2005

Sachsen rockt.

Nach Pfingsten 2005 liegt ein ganz gewöhnliches Wochenende hinter der sächsischen Neonaziszene. Am 14. Mai traten in Mehlteuer bei Riesa die Rechtsrock-Bands »Kraftschlag«, »Agitator«, »Gegenschlag« und »Frontalkraft« vor wenigen hundert Neonazis bei einem NPD-Konzert auf.

Nach Pfingsten 2005 liegt ein ganz gewöhnliches Wochenende hinter der sächsischen Neonaziszene. Am 14. Mai traten in Mehlteuer bei Riesa die Rechtsrock-Bands »Kraftschlag«, »Agitator«, »Gegenschlag« und »Frontalkraft« vor wenigen hundert Neonazis bei einem NPD-Konzert auf.

Der Berliner "Vandale" Matthias G.(rechts) vor der Berliner NPD-Zentrale auf dem Weg zu einer Feier.
NS-Szene | AIB 65 / 1.2005 | 12.03.2005

Die »Vandalen« – Neonazis mit »Rocker«-Habitus

Wird das Thema Rocker und Nazis bzw. »Nazirocker« angeschnitten, landet man in der Regel innerhalb kürzester Zeit bei den Berliner »Vandalen«. Doch die »Vandalen« sind weder klassische Rocker, noch eine »braune Biker-Truppe«1. Es handelt sich vielmehr um eine Neonazi-Combo mit Rocker-Habitus. Wo sich in Berlin jedoch Mischszenen zwischen Nazis und Rockern herausbilden, sind die Vandalen nicht weit. Grund genug, diese Vereinigung näher zu beleuchten.

Wo sich in Berlin Mischszenen zwischen Nazis und Rockern herausbilden, sind die Vandalen nicht weit. Grund genug, diese Vereinigung näher zu beleuchten.

  • 1. So z.B. behauptet im Artikel »SEK-Schlag gegen Nazi-Rocker«, BZ, 22.9.2003
Eckart Bräuniger bei einem NPD-Infotisch in Berlin
NS-Szene | AIB 63 / 2.2004 | 12.06.2004

Neonazi-Konzert in Berlin

Am 5. Juni 2004 fand in Berlin ein als »Freiheitstreffen europäischer Nationalisten« deklariertes Konzert der Berliner Neonazi-Band »Spree­geschwader« und dem »Landser«-Sänger Michael Regener (»Lunikoff«) statt. 

Am 5. Juni 2004 fand in Berlin ein als »Freiheitstreffen europäischer Nationalisten« deklariertes Konzert der Berliner Neonazi-Band »Spree­geschwader« und dem »Landser«-Sänger Michael Regener (»Lunikoff«) statt. 

Manuel Mann spricht am 17. Januar 2004 auf einer von ihm angemeldeten Solidaritätsdemonstration für die Neonazi-Band Landser in Gladenbach. (Foto: juelich/attenzione)
NS-Szene | AIB 62 / 1.2004 | 10.03.2004

Das Landser Urteil und seine Folgen

Die drei Angeklagten im Verfahren gegen die Berliner Rechtsrock-Band Landser sind vom Berliner Kammergericht im Dezember 2003 wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung zu Haft- bzw. Bewährungsstrafen verurteilt worden. 

Die drei Angeklagten im Verfahren gegen die Berliner Rechtsrock-Band Landser sind vom Berliner Kammergericht im Dezember 2003 wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung zu Haft- bzw. Bewährungsstrafen verurteilt worden.

NS-Szene | AIB 61 / 3.2003 | 17.12.2003

Profis, Geld und Subkultur

Seit Ende Juni 2003 stehen in Berlin mehrere Neonazis vor Gericht, denen die Generalbundesanwaltschaft die Mitgliedschaft und Unterstützung einer kriminellen Vereinigung – der RechtsRock Band Landser – vorwirft. Annähernd neun Jahre konnte die bekannteste deutsche Neonaziband mit Hilfe eines verdeckt arbeitenden und international organisierten Netzwerkes ihre menschenverachtende Musik verbreiten. Jetzt sitzen ihre maßgeblichen Köpfe vor Gericht, weil die konspirative Struktur ab Mitte der 90er Jahre beständig wegbrach, das große Geld lockte und manch eigener Kamerad seine Kollegen verpfiff. Ein guter Grund für das Antifaschistische Infoblatt, die Strukturen um »Landser« und ihr Scheitern näher zu beleuchten

Die Strukturen der Berliner RechtsRock Band Landser und ihr Versagen

Der frühere »Landser«-Drummer Horst Schott auf dem Weg zum Prozeß. (Bild: attenzione-photo.com)
NS-Szene | AIB 60 / 2.2003 | 17.06.2003

Nazi-Rocker wippen im Takt

Das Publikum im Saal 145 des Berliner Kammergerichts hat sich herausgeputzt. »Odins Krieger« hat sich eine Jungglatze in den Nacken tätowieren lassen. »Hate keeps me warm«, lautet die Botschaft, die ein Kahlgeschorener auf seinem T-Shirt an der Sicherheitsschleuse vorbeiträgt. Im Flur macht er Platz für eine knappes Dutzend Männer Mitte dreißig. Sie tragen ihre massigen Bierbäuche wie Trophäen vor sich her und schieben breitbeinig germanische Mythengestalten auf Schienbeintattoos durch die Halle des Kammergerichts. Jeden Dienstag und Mittwoch halten sie hier Hof, Berlins älteste Neonazigruppierung, die »Vandalen«. An ihrer Seite: Die vorbestraften Neonazis Marcus B. und Jean René B., aber auch biedere Scheitelträger.

Heike Kleffner

Landser, so die Anklage, mit der erstmals in Deutschland einer rechtsextremen Band der Vorwurf »kriminelle Vereinigung« gemacht wird, habe mit ihrer Musik vor allem ein Ziel verfolgt: massenhaft rechtsextreme Ideologie an jugendliche Konsumenten zu bringen. 

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