Fest der Völker in trostlosem Vorstadtambiente
NS-Szene | AIB 69 / 5.2005 | 23.12.2005

Ideologische Grenzgänger

Ethnopluralismus wird bei Neonazis salonfähig

Haben wir uns im letzten Antifaschistischem Infoblatt (AIB) dem schleichenden Abschied der Neonazibewegung von einem nationalsozialistischen Kulturbegriff gewidmet, wollen wir in dieser Ausgabe ein ähnliches Phänomen untersuchen. So scheinen sich ausgerechnet in einer Zeit, in der sich die NPD wieder vermehrt Neonazis öffnet, Elemente der sogenannten Neuen Rechten in den Köpfen der Parteiideologen auf Zuspruch zu stoßen. Dieses wollen wir hier am Beispiel des Ethnopluralismus verdeutlichen.

 

Ethnopluralismus wird bei Neonazis salonfähig. Ausgerechnet in einer Zeit, in der sich die NPD wieder vermehrt Neonazis öffnet, scheinen Elemente der sogenannten Neuen Rechten in den Köpfen der Parteiideologen auf Zuspruch zu stoßen. Dieses wollen wir hier am Beispiel des Ethnopluralismus verdeutlichen.
 

Gesellschaft | AIB 66 / 2.2005 | 15.04.2005

Aussteiger-Industrie

»Odfried Hepp war fanatischer Neonazi und in den Achzigerjahren einer der meistgesuchten Terroristen der Welt« heißt es reißerisch im jüngst erschienenen Buch »Der Rebell«. Das Buch über das bisherige Leben des in den 80er Jahren aktiven Neonazis Hepp ist nur eines von vielen in den letzten Jahren erschienenen Büchern, in denen »Aussteiger« ihre Geschichte zum besten geben. Genannt seien hier nur »Rechts Raus« von Torsten Lemmer (2004), »Fluchtpunkt Neonazi von Stefan Michael Bar (2003), »Aussteiger« (2002), »Exit« von Kent Lindahl (2001), »Ganz Rechts« von Jörg Fischer (1999) oder »Die Abrechnung« von Ingo Hasselbach (1994). Im Erscheinen begriffen ist das Buch des ehemaligen JN-Funktionärs Jan Zobel.

Beim Lesen der Bücher von sog. Aussteigern aus der Neonazi-Szene fällt auf, dass diese oftmals ein gegenteiliges Bild zeigen, als das welches im Rahmen antifaschistischer Recherche oder in der Forschung herausgearbeitet wurde.

NS-Szene | AIB 62 / 1.2004 | 10.03.2004

Zwischen Profit und Pleite. Die extreme Rechte und ihre Finanzen

Das Thema Neonazis und Geld bietet traditionell viel Stoff für Spekula­tionen und politische Mythenbildung. In diesem Artikel soll es jedoch nicht um geheime Großfinanziers, dunkle Geschäfte oder schwarze Kassen der Neonazi-Szene gehen. Wir wollen stattdessen einige Beispiele aus verschiedensten Bereichen der The­ma­­tik aufzeigen, um einer realistischen Ein­schätzung in diesem Bereich etwas näher zu kommen. Die Beispiele ma­chen deutlich, dass innerhalb des Milieus der extremen Rechten zwar viel Geld zu verdienen ist, doch deshalb das Bild von überquellenden Neonazi­kassen zu zeichnen, geht an der Realität vorbei. Denn nicht alle, die an einem rechten Lifestyle verdienen, lassen das Geld zurück in die Bewe­gung fließen. Aber ein beachtlicher Personenkreis, der von Geschäften mit rechtsextremer Ideologie lebt und diese, quasi bezahlt, kontinuierlich verbreitet, ist durchaus Realität.

Das Thema Neonazis und Geld bietet traditionell viel Stoff für Spekula­tionen und politische Mythenbildung. In diesem Artikel soll es jedoch nicht um geheime Großfinanziers, dunkle Geschäfte oder schwarze Kassen der Neonazi-Szene gehen.

Der Düsseldorfer Neonazi-Kader Sven Skoda als Redner auf einer Neonazi-Veranstaltung in Stolberg im April 2008. (Bild: attenzione-photo.com)
NS-Szene | AIB 51 / 2.2000 | 21.08.2000

Keine Neonazi-Strukturen erkennbar? Terrortown Düsseldorf

27. Juli 2000, 15.05 Uhr: Am Geländer der Fußgängerbrücke des S-Bahnhofs Düsseldorf-Wehrhahn explodiert eine in einer Plastiktüte deponierte und mit dem Sprengstoff TNT bestückte Handgranate. Zehn Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion, sogenannte Kontingentsflüchtlinge, sechs von ihnen Mitglieder von jüdischen Gemeinden, werden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

27. Juli 2000, 15.05 Uhr: Am Geländer der Fußgängerbrücke des S-Bahnhofs Düsseldorf-Wehrhahn explodiert eine in einer Plastiktüte deponierte und mit dem Sprengstoff TNT bestückte Handgranate. Zehn Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion, sogenannte Kontingentsflüchtlinge, sechs von ihnen Mitglieder von jüdischen Gemeinden, werden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Der unerwünschte JN-Kader Andreas Storr als Megaphon-Halter und der JN-Chef Holger Apfel als Redner. (Foto: Christian Ditsch)
NS-Szene | AIB 39 / 2.1997 | 29.09.1997

JN-Kongreß 1997: NS-Kurs bleibt

Am 10. Mai 1997 fand im bayrischen Roding der diesjährige Bundeskongreß der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) mit angeblich 80 stimmberechtigten TeilnehmerInnen statt.

Am 10. Mai 1997 fand im bayrischen Roding der diesjährige Bundeskongreß der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) mit angeblich 80 stimmberechtigten TeilnehmerInnen statt.

Subscribe to RSS - Jan Zobel