Kurz nach dem Start — Stefan Behrens (Uniform) und Hannes Ostendorf (weiße Jacke) von "Kategorie C". (Foto: Mikkel Hansen)
NS-Szene | AIB 114 / 1.2017 | 13.05.2017

Deutsche Neonazis beim „Tag der Ehre“ in Ungarn

Am zweiten Februar-Wochenende, dem 11. Februar 2017, fand in Budapest der sogenannte „Tag der Ehre“ statt — ein zentraler Termin im Kalender der europäischen militanten Rechten. An der „Gedenkfeier“ und dem „Gedenkmarsch“ nahmen auch zahlreiche Neonazis aus Deutschland teil. Hintergrund der Veranstaltung: Nachdem Einheiten der deutschen Wehrmacht, der Waffen-SS und ungarischer-faschistischer Kampfverbände von sowjetischen Truppen in Budapest eingeschlossen waren, starteten diese einen aussichtslosen Ausbruchsversuch, den der Großteil von ihnen nicht überlebte.

Mikkel Hansen und Marian Ramaswamy

Am zweiten Februar-Wochenende, dem 11. Februar 2017, fand in Budapest der sogenannte „Tag der Ehre“ statt — ein zentraler Termin im Kalender der europäischen militanten Rechten. An der „Gedenkfeier“ und dem „Gedenkmarsch“ nahmen auch zahlreiche Neonazis aus Deutschland teil.
 

Marcel Kuschela (Mitte) am Fronttransparent während des GSD-Aufmarsches in Magdeburg am 09. April 2016. (Foto: Presseservice Rathenow)
NS-Szene | AIB 112 / 3.2016 | 26.11.2016

„Gemeinsam Stark“ in Bremen?

Die Bilder hätten aus einem Video über eine Übung der Bremer Bereitschaftspolizei stammen können: Am Abend des 18. Juni 2016 liegen, zum Teil mit Kabelbindern gefesselt, 43 Personen aus dem „Gemeinsam Stark“-Spektrum auf dem Boden des Uni-Campus in Bremen. Nach eigenen Angaben, die die Bremer „Gemeinsam Stark“-Gruppe über soziale Netzwerke veröffentlichte, wollten sie mit dem Video „Präsenz zeigen“. Ihren Angaben nach gab es drei Überfälle von  vermeintlichen Antifa­schis­t_innen auf Personen aus der „Gemeinsam-Stark Deutschland“-Gruppe (GSD). Der versuchte Dreh des Videos bildet die bisher letzte Aktivität der Bremer „GSD-Gruppe“ und fand große Beachtung in den lokalen Medien.

Am Abend des 18. Juni 2016 wurden 43 Personen aus dem „Gemeinsam Stark“-Spektrum auf dem Uni-Campus in Bremen festgenommen. Nach eigenen Angaben wollten sie mit einem Video „Präsenz zeigen“. Der versuchte Dreh des Videos bildet die bisher letzte Aktivität der Bremer „GSD-Gruppe“.

Die rassistischen Brandstifter Thomas Hocke (links mit Sonnenbrille) und Florian Hillner (mitte mit grauer Kapuze) bei einer NPD-Demonstration am 1. Mai 2014 in Rostock. (Foto: Sören Kohlhuber)
NS-Szene | AIB 110 / 1.2016 | 10.06.2016

Die Brandstifter aus der Nachbarschaft

Eine Welle rassistisch motivierter Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte überzieht seit Monaten die Bundesrepublik. Die Initiative „Rechtes Land“ verzeichnet für das Jahr 2015 158 Brandanschläge und Sprengstoffdelikte, die sich gegen Geflüchtete richteten, das Bundeskriminalamt (BKA) spricht von 95 Brandstiftungen. Das es bisher nicht zu Toten kam ist reiner Zufall. Die TäterInnen konnten nur in Einzelfällen von der Polizei ermittelt werden. Das Spektrum reicht hierbei von rassistischen „Wutbürgern“ aus dem bürgerlichen Milieu1 bis hin zu organisierten Neonazis. Dazwischen befinden sich die vielen AnhängerInnen einer rechten Lebenswelt, welche als potentielle TäterInnen in Betracht kommen. Wir wollen hier auf zwei der wenigen aufgeklärten rassistische Brandanschläge konkreter eingehen, um darzustellen, welche TäterInnen, welches Umfeld und welche Dynamiken hinter solchen Anschlägen stehen können.

Über die rassistischen Brandanschläge in Salzhemmendorf und Groß Lüsewitz.
 

  • 1. In Eschenburg in Schleswig Holstein zündete Anfang Februar 2015 der 39-jährige Finanzbeamte Kim M. ein benachbartes Haus an, in dem Flüchtlinge einziehen sollten.
Gemeinsames Mixed Martial Arts-Trainig in einem Hamburger Gym. Frank Kortz (mitte) und Wolfgang B. (rechts). (Foto: Screenshot von Facebook)
NS-Szene | AIB 110 / 1.2016 | 29.05.2016

Neonazis im Hamburger Rotlichtmilieu

Seit jeher berichtet das Antifaschistische Infoblatt (AIB) über Personen aus der Neonaziszene, die im Kontext krimineller Milieus, allen voran dem Rotlichtmilieu auftauchen. Immer wieder wurde auf die diversen Gefahren dieser Mischszene hingewiesen, etwa den Zugang zu Waffen, die Nutzung finanzstarker klandestiner Infrastruktur sowie den Schutz durch und den Zugriff auf ein äußerst gewaltbereites Personenpotential.

Seit jeher berichtet das AIB über Personen aus der Neonaziszene, die im Kontext krimineller Milieus, allen voran dem Rotlichtmilieu auftauchen. Immer wieder wurde auf die diversen Gefahren dieser Mischszene hingewiesen.

(Foto: facebook)

Repression | AIB 109 / 4.2015 | 16.01.2016

Repression in Bremen

Fast 20 Wochen saß der Bremer Antifaschist Valentin im Gefängnis. Er soll an Auseinandersetzungen zwischen Neonazi-Hooligans und Ultras beteiligt gewesen sein.

Gastbeitrag der Kampagne „Gegen Nazis und Repression — Freiheit für Valentin“

Fast 20 Wochen saß der Bremer Antifaschist Valentin im Gefängnis. Er soll an Auseinandersetzungen zwischen Neonazi-Hooligans und Ultras beteiligt gewesen sein.

Die Band „Kategorie C“ ist ein umtriebiger Player im RechtsRock-Milieu.
NS-Szene | AIB 107 / 2.2015 | 17.08.2015

„Kategorie C“ – auch 2015 wird rechts gerockt

…die Antifa ist unser Feind, die Antideutschen sind unsere Feinde, diejenigen die unser Land verkaufen und jeden Tag verraten, das sind unsere Feinde, wacht endlich auf sonst ist es zu spät.“ Statements wie diese bestätigen einmal mehr das rechte Weltbild, welches die Bremer Band „Kategorie C - Hungrige Wölfe“ (kurz „KC“) noch vor Jahren versucht hatte unter dem Mantel des unpolitischen Fußballrocks zu verstecken. Mit ihrer neuen CD „Falsch gelebt“, einer gleichnamigen Tour und allein acht beworbenen Konzerten bis Mai 2015 bleibt die Band um Hannes Ostendorf, Stefan Behrens, Julian und Florian Keil sowie Marcel Achtstätter ein umtriebiger Player im RechtsRock-Milieu.   

Auf den ersten Blick sind es scheinbar unverfängliche Songs über Gewalt im Fußball, mit denen sich die Band seit 18 Jahren einen Namen macht. Der wiederkehrende Tenor  — „Wir“ schlagen uns, „Wir“ gewinnen, „Wir“ verlieren — fördert das Gemeinschaftsgefühl zwischen Band und ZuhörerInnen. 

(Bild: Thomas Rassloff)
NS-Szene | AIB 106 / 1.2015 | 18.04.2015

HoGeSa im Wandel

Die „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) haben sich aufgespalten. Von den ursprüng lich zwölf Leuten des „Orgateams“ sollen nur noch fünf bei HoGeSa verblieben sein, die sieben anderen gründeten mit weiteren Personen am 3. Januar 2015 in Fulda den „Gemeinsam-Stark Deutschland e.V.“ Als Sitz des noch nicht im Vereinsregister eingetragenen Vereins wird Nürnberg angegeben.

Die „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) haben sich aufgespalten. Von den ursprünglich zwölf Leuten des „Orgateams“ sollen nur noch fünf bei HoGeSa verblieben sein.

Hannes Ostendorf bei einem Solidaritäts-Konzert für den inhaftieren Neonazi und Landser-Sänger Michael Regener vor der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel.
NS-Szene | AIB 80 / 3.2008 | 15.09.2008

Fußball verbindet

Eine in der März-Ausgabe des Heavy-Metal-Magazins Metal Hammer abgedruckte Werbeanzeige für das aktuelle Album der Bremer RechtsRock-Band »Kategorie C – Hungrige Wölfe« »Für Immer KC!« sorgte für Wirbel. »Kategorie C – Hungrige Wölfe« versucht erneut, sich als unpolitische Band zu inszenieren und die Verstrickung in die RechtsRock-Szene zu verschleiern.

Die RechtsRock-Band »Kategorie C – Hungrige Wölfe« auf »unpolitischem« Karrieresprung

Henrik Ostendorf (links) zusammen mit dem NPD-Ordnerdienstleiter Manfred Börm (rechts) bei einer Neonazidemonstration 2005 in Dresden. (Foto: recherche-nord.de)
NS-Szene | AIB 76 / 3.2007 | 20.09.2007

Drei Söhne Bremens

In den letzten Jahren hat sich in Bremen eine gut organisierte gewaltbereite rechte Szene gebildet, die über vielfältige Kontakte verfügt. Am Beispiel der Gebrüder Ostendorf soll diese näher beleuchtet werden.

In den letzten Jahren hat sich in Bremen eine gut organisierte gewaltbereite rechte Szene gebildet, die über vielfältige Kontakte verfügt. Am Beispiel der Gebrüder Ostendorf soll diese näher beleuchtet werden.

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