International | AIB 118 / 1.2018 | 12.07.2018

Italien: „Kein Schritt zurück“

Am 12. Januar 2018 wurden in Genova (Genua) Antifaschist_innen überraschend von Neonazis angegriffen, während sie Plakate für eine Demonstration klebten. Einem der Antifaschisten wurde dabei eine schwere Stichwunde am Rücken zugefügt. Die Angreifer können dem neuen "CasaPound Italia" (CPI) in Genua zugeordnet werden, das erst im November 2017 eröffnet wurde. Am 3. Februar 2018 fand daher eine antifaschistische Großdemonstration statt.

Gastbeitrag des Medienkollektivs „left report“

Wie Genova (Genua) sich gegen neue Neonazi-Strukturen und neofaschistische Gewalt wehrt.

Ein ukrainischer Kooperationspartner des "Der. III Weg" ? Der Leiter des Азов-Regiments Andrij Bilezkyj. (Foto: Youtube; My News24, CC BY 3.0, wikimedia.org)
NS-Szene | AIB 118 / 1.2018 | 03.06.2018

"Der III. Weg“ International

Die Neonazi-Partei »Der III. Weg« unterhält gute Beziehungen ins Ausland – auch in Staaten wie Syrien und den Libanon. Dabei profitiert die Organisation teilweise von Verbindungen, die Aktivisten des verbotenen »Freien Netzes Süd« geknüpft haben.

Johannes Hartl

Die Neonazi-Partei »Der III. Weg« unterhält gute Beziehungen ins Ausland – auch in Staaten wie Syrien und den Libanon. Dabei profitiert die Organisation teilweise von Verbindungen, die Aktivisten des verbotenen »Freien Netzes Süd« geknüpft haben.

(Foto: Youtube; My News24, CC BY 3.0, wikimedia.org)
 

Valerio Benedetti (rechts) als Redner bei einer Veranstaltung. (Bildquelle: indymedia.org; CC-BY-NC-SA-2.0.DE)
Braunzone | AIB 115 / 2.2017 | 05.10.2017

Inspirierender Faschismus für eine neue Rechte?

Dass der Faschismus nicht immer mit dem Vorschlaghammer daherkommt, sollte hinlänglich bekannt sein. Auch die sich selbst als „Faschisten des dritten Jahrtausends“  bezeichnenden Gruppen aus Italien bedienen sich verschiedener Mittel und haben neben Anführern und Prügelgruppen auch einen Pool von Ideologen, die der menschenverachtenden Ideologie eine Rechtfertigung geben.

Gastbeitrag von Antifa-Recherche Ffm

Die sich selbst als „Faschisten des dritten Jahrtausends“  bezeichnenden Gruppen aus Italien haben auch einen Pool von Ideologen, die der menschenverachtenden Ideologie eine Rechtfertigung geben. In dieser Kontext fiel auch Valerio Benedetti, aufgeführt als Schriftsteller, ins Auge.

(Bildquelle: indymedia.org; CC-BY-NC-SA-2.0.DE)

Ein beschädigtes Auto deutscher Anhänger des RechtsRock-Milieus sorgt für Repression gegen italienische AntifaschistInnen.
International | Internetartikel | 30.03.2017

Hausarrest für römische Antifas

Heute Morgen, am 30. März 2017, hat die italienische Staatspolizei eine Operation durchgeführt, um mehr als ein Dutzend römischer Antifaschisten in ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Juristisches Nachspiel einer Auseinandersetzung mit deutschen Neonazis.
 

Gemeinsames Mixed Martial Arts-Trainig in einem Hamburger Gym. Frank Kortz (mitte) und Wolfgang B. (rechts). (Foto: Screenshot von Facebook)
NS-Szene | AIB 110 / 1.2016 | 29.05.2016

Neonazis im Hamburger Rotlichtmilieu

Seit jeher berichtet das Antifaschistische Infoblatt (AIB) über Personen aus der Neonaziszene, die im Kontext krimineller Milieus, allen voran dem Rotlichtmilieu auftauchen. Immer wieder wurde auf die diversen Gefahren dieser Mischszene hingewiesen, etwa den Zugang zu Waffen, die Nutzung finanzstarker klandestiner Infrastruktur sowie den Schutz durch und den Zugriff auf ein äußerst gewaltbereites Personenpotential.

Seit jeher berichtet das AIB über Personen aus der Neonaziszene, die im Kontext krimineller Milieus, allen voran dem Rotlichtmilieu auftauchen. Immer wieder wurde auf die diversen Gefahren dieser Mischszene hingewiesen.

(Foto: facebook)

Deutsche Neonazis traten für das „Walhall Athletik Fight Team Germany“ bei einem von dem faschistischen Casa Pound Italia und russischen Neonazis von White Rex organisierten Kampfsportturnier Ende Mai 2013 in Rom an. (Bild: Screenshot youtube.com)
NS-Szene | AIB 102 / 1.2014 | 18.06.2014

Rechte Sportsfreunde

Kampfsportmarken suchen Absatzmärkte

Vermehrt versuchen bei Neonazis beliebte Bekleidungsmarken wie „Thor Steinar“, »Brachial« oder »Label 23« in anderen »unpolitischen« Kreisen neue Absatzmärkte zu erschließen. Neben „Label 23“ und „Brachial“ geriet in der Vergangenheit auch „Walhall Athletik“ wegen der Bemühungen, im Bereich der Kampfsportszene Fuß zu fassen, in die öffentliche Kritik.
 

Martin Peters & Arne Zillmer

Vermehrt versuchen bei Neonazis beliebte Bekleidungsmarken wie „Thor Steinar“, »Brachial« oder »Label 23« in anderen »unpolitischen« Kreisen neue Absatzmärkte zu erschließen.

Das so genannte »Haus Montag« in Pirna.
NS-Szene | AIB 101 / 4.2013 | 24.03.2014

Mehr Schein als Sein

Casa Pound Phantasien in Pirna

Seit dem 11. Oktober 2013 gibt es in Pirna eine neue Neonaziimmobilie. Das so genannte »Haus Montag« wurde von dem Osloer Neonazi Eirik Ragnar Solheim gekauft, welcher es der lokalen Neonaziszene zur Verfügung stellt.

Gabriele Adinolfi gibt ein Interview zum Thema Casa Pound. (Bild: Screenshot youtube.com; user: lesnonalignes)
Braunzone | Internetartikel | 04.10.2013

Zeig mir deine Freunde und ich sag dir wer du bist

Für kommenden Samstag, den 5. Oktober 2013, läd die Zeitschrift Sezession zu einem Stelldichein der "neuen Rechten" nach Berlin. Wie bereits im letzten Jahr findet der sogenannte Zwischentag im AVZ Logenhaus statt. Die Liste der Referenten offenbart, dass die Initiatoren der "Freien Messe" wenig Berührungsängste zu militanten Neofaschisten zu haben scheinen.

Björn Resener

Anfang Oktober 2013, läd die Zeitschrift Sezession zu einem Stelldichein der "neuen Rechten" nach Berlin.

(Bild: Screenshot youtube.com)

Der Inhaber des russische Kampfsport-Ausrüster White Rex, Denis Nikitin (vorne). | Screenshot: http://white-rex.com
International | AIB 99 / 2.2013 | 31.07.2013

Kampfsport, Kohle, Kriegsverbrecher

Sport als neonazistischer Organisationsansatz

Auf Einladung von Casa Pound Italia trafen sich Ende Mai 2013 Neonazis – mehrheitlich aus Italien, Russland und Deutschland – zu einem Mixed Martial Arts (MMA) Wettkampf in Rom. Die Schirmherrschaft übernahm der russische Kampfsport-Ausrüster White Rex, für den der Sport nicht nur ein Geschäft, sondern auch ein politisch-kulturelles Projekt darstellt.

Björn Resener

Auf Einladung von Casa Pound Italia trafen sich im Mai 2013 Neonazis zu einem Mixed Martial Arts (MMA) Wettkampf in Rom. 

(Bild: Screenshot white-rex.com)

Casa Pound Aktivisten beim Überfall auf eine Studentendemo am 29. Oktober 2008 in Rom. (Links mit gestreiftem Hemd: Der Vorsitzende des Blocco Studentesco und Casa Pound Kader Francesco Polacchi; rechts mit Gürtel in der Hand: Pietro Casasanta, Leiter des Ordnungsdienstes)
International | AIB 92 / 3.2011 | 15.09.2011

Macht der Marionetten

ITALIEN. Am 29. April dieses Jahres stehen eine Hand voll Student_innen auf der Straße vor der literarischen Fakultät der Universität Neapels. Sie betrachten die Schriftzüge, die Faschisten in der Nacht zuvor dort angebracht haben. »Antifas – Wir durchlöchern euch« steht dort geschrieben, ein Hakenkreuz ist daneben geschmiert. Das Entfernen derartiger Graffiti ist für die jungen Antifaschist_innen selbstverständlich, aber gerade hier ist es eine Herzensangelegenheit. Die Fakultät – in der ihr Kollektiv eine Aula besetzt hält – ist ihr täglicher Treffpunkt und die Parolen werden als gezielte Provokation empfunden. Doch sie sind mehr als das. Denn als sie gerade anfangen die ersten Buchstaben zu übermalen, werden die jungen Leute tatsächlich von bewaffneten Männern überfallen. Gemeinsam setzen sich die Angegriffenen zur Wehr und schlagen einen der Messerstecher zu Boden. Nach dem Überfall müssen drei von ihnen, aber auch ein Angreifer mit zum Teil schweren Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. 

Björn Resener

ITALIEN. Seit etwa zehn Jahren sind Häuser besetzende Faschisten in Italien keine Seltenheit mehr. Verantwortlich dafür ist ein Personenkreis, der seit ein paar Jahren unter dem Namen Casa Pound firmiert.

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