Der rassistische Mob im August 2015  in Dresden-Heidenau. (Foto: Christian Ditsch)

Rassistische Mobilisierungen & Pogrome

Während fast täglich der rassistische Mob wütet und Asylunterkünfte angegriffen, angezündet, geflutet oder beschossen werden und zahlreiche Politiker_innen immer wieder Verschärfungen des Asylrechts fordern und nebenbei humanitäre Notlagen für Geflüchtete produziert, sucht die in der Fläche nur schwach vertretene antirassistische und antifaschistische Linke nach Möglichkeiten effektiver Interventionen. Ein kritischer Vergleich zwischen der aktuellen Situation und den frühen 1990er Jahren ist deshalb sinnvoll, weil immer öfter auch die Frage nach den Konsequenzen aus den Fehlern und Analysen der unabhängigen Antifa-Bewegung der 1990er Jahre gestellt wird.

(Bild: Der rassistische Mob im August 2015  in Dresden-Heidenau. Foto von Christian Ditsch)

Internetausgabe | 03.09.2018

Rassistische Mobilisierungen in Chemnitz - eine Einordnung

Um die 1000 Personen demonstrierten am 26. August 2018 in der Chemnitzer Innenstadt. Grund dafür war eine Auseinandersetzung auf dem Stadtfest, die für einen 35-jährigen Chemnitzer tödlich endete. Schnell wurde sich auf einschlägigen rechten Webseiten auf einen möglichen Migrationshintergrund der Täter geeinigt und die Tat in den Kontext anhaltender Auseinandersetzungen mit Geflüchteten in der Chemnitzer Innenstadt gesetzt.

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AIB 119 / 2.2018 | 11.08.2018

Hartes Urteil gegen Mitglieder der „Gruppe Freital“ - Teil 2

Auch mehr als sechs Monate nach dem harten Urteil gegen Mitglieder der sog. „Gruppe Freital“ lohnt sich eine politische und gesellschaftliche Einordnung des Prozesses sowie des Urteils, um zu überprüfen, was in der Zukunft zu erwarten ist. (Dies ist eine ungekürzte Version des Artikels in der aktuellen Ausgabe des AIB).

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AIB 118 / 1.2018 | 23.05.2018

Hartes Urteil gegen Mitglieder der „Gruppe Freital“

Insgesamt war der Fremdenhass hier das dominierende Motiv.“ - über das Urteil gegen Mitglieder der neonazistischen „Gruppe Freital“.

(Bild: Screenshot/Dokumentation)

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AIB 117 / 4.2017 | 12.02.2018

Bewaffnete Brandstifter aus Hohenlohe

In der Nacht auf den 20. Januar 2017 brannten in der Bahnhofstraße in Neuenstein im Hohenlohekreis (Baden-Württemberg) zwei Häuser. Die Rohbauten, zu denen die Feuerwehr um 2.35 Uhr eilte, gehörten zu einem Komplex von sechs Häusern, die als Unterkünfte für Geflüchtete gebaut worden waren. Gezielt wurde an den Sockeln beider Gebäude die Außenfassade in Brand gesetzt. Nach nur einem Tag kam die Polizei den Tätern auf die Schliche.
 

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AIB 114 / 1.2017 | 23.04.2017

Nauener Brandstifter verurteilt

Zu acht Jahren Haft verurteilte das Landgericht Potsdam den ehemaligen NPD-Stadtverordneten Maik Schneider für die Brandstiftung an einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Nauen. Hinzu kommen anderthalb Jahre für weitere Straftaten. Zu insgesamt sieben Jahren verurteilt wurde dessen Mittäter Dennis Wilsky.

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AIB 113 / 4.2016 | 06.03.2017

Die rechtsterroristische „Gruppe Freital“

Anfang November 2015 erließ der Bundesgerichtshof Haftbefehl gegen die sächsischen Neonazis Timo Schulz, Patrick Festing und Philipp Wendlin, die als Mitglieder der terroristischen Gruppierung „Gruppe Freital“ Sprengstoffanschläge durchgeführt haben sollen. Weitere Sprengstoffanschläge waren laut den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft in Planung.

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AIB 110 / 1.2016 | 10.06.2016

Die Brandstifter aus der Nachbarschaft

Über die rassistischen Brandanschläge in Salzhemmendorf und Groß Lüsewitz.
 

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Internetausgabe | 01.06.2016

Schwarz-braunes Bündnis gegen Flüchtlinge in Berlin Treptow ?

Berliner CDU-Politikerin unterstützt Proteste am Stadtrand gegen eine Flüchtlingsunterkunft.  Trotz Neonazi-Beteiligung und Attacken auf die Baustelle, will sich die Hinterbänklerin im Berliner Abgeordnetenhaus Katrin Vogel weiterhin beteiligen.

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AIB 109 / 4.2015 | 22.12.2015

Antifaschistische Aktion – Für die konsequente Intervention

Dieser Text soll ermuntern, die geführten Auseinandersetzungen um rassistische Mobilisierungen zu intensivieren. Dafür werden konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Diskussion gestellt und Ideen zur Voranalyse gegeben.

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AIB 109 / 4.2015 | 22.03.2016

Brandursache Rassismus

Rassistische Demonstrationen, Blockaden von Flüchtlingsunterkünften, Brandanschläge und Angriffe auf Flüchtlingshelfer/innen. Im zweiten Halbjahr ist die rechte Gewalt eskaliert. Nach welchen Mustern vollzieht sich rassistische Mobilisierung?

(Foto: Caruso Pinguin / CC BY-NC 2.0)

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AIB 108 / 3.2015 | 20.10.2015

Ein wenig mehr als Feuerwehr

Während in Sachsen fast täglich der rassistische Mob wütet und Asylunterkünfte angegriffen, angezündet, geflutet oder beschossen werden und die Landesregierung immer wieder Verschärfungen des Asylrechts fordert und nebenbei humanitäre Notlagen für Geflüchtete produziert, sucht die in der Fläche nur schwach vertretene antirassistische und antifaschistische Linke nach Möglichkeiten effektiver Interventionen.

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Internetausgabe | 01.09.2015

Das Problem heißt Rassismus

Heidenau, Freital, Dresden: diese Orte stehen beispielhaft für die Eskalation des Rassismus in der letzten Zeit. Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) hat jetzt eine Presseerklärung zum Rassismus gegen Flüchtlinge herausgegeben.

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AIB 105 / 4.2014 | 22.12.2014

Montags in Marzahn

Schon im Juli 2013 wurde deutlich, dass der Berliner Senat und das für die Unterbringung von Geflüchteten zuständige Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) die adäquate und menschenwürdige Unterbringung über mehrere Jahre stark vernachlässigt haben.

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AIB 102 / 1.2014 | 02.04.2014

Strategie: Extrem rechte Bürgerinitiativen

Immer wieder sucht die NPD nach Strategien, verdeckt an Bürger_innen heranzutreten, um ihren Rassismus unverdächtiger platzieren zu können. Erste Versuche, mit extrem rechten Bürgerinitiativen gegen Flüchtlinge und Migrant_innen in Stellung zu gehen, gab es in den 1980er Jahren.

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AIB 102 / 1.2014 | 02.07.2014

Der klammheimliche Rassismus

In Baden-Württemberg gab es im letzten halben Jahr an vielen Orten Proteste gegen geplante Flüchtlingsheime. Neben der NPD melden sich hauptsächlich „besorgte Bürger_innen“ zu Wort.

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AIB 102 / 1.2014 | 13.06.2014

Thüringen – Viel Potential, kaum Ergebnisse

Duisburg, Berlin-Hellersdorf, Schneeberg und Greiz, die Aufmerksamkeit antifaschistischer Kreise konzentrierte sich in den letzten Monaten auf einige wenige Orte, an denen sich Initiativen gegen neue Flüchtlingsheime oder andere zentrale Unterbringungen von Migrant_innen bildeten.

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AIB 102 / 1.2014 | 09.04.2014

Fermati Popolo oder: „Wie gegen Rassismus kämpfen?“

Als Anfang Februar 2014 eine „Bürgerinitiative“ mit 80 Anhänger_innen im Leipziger Stadtteil Schönefeld gegen eine provisorische Unterkunft von Asylsuchenden protestierte, stand ihr auf der Seite einer antirassistischen Kundgebung das Zehnfache gegenüber. 

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AIB 101 / 4.2013 | 31.03.2014

»Wir müssen die Ratten loswerden«

Seit der EU-Osterweiterung 2007 kamen mehr als 6.500 Zuwander_innen aus Südosteuropa, vor allem aus Bulgarien und Rumänien, nach Duisburg. Die Migrant_innen werden fälschlicherweise alle als »Roma« oder in diskriminierender Weise als »Zigeuner« bezeichnet.

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AIB 100 / 3.2013 | 07.10.2013

Eine deutsche Wutbürger­initiative und ihr Tanz mit den Neonazis

Eine erfolgreiche rassistische Mobilmachung einer »Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf« (BMH) gegen eine Unterkunft für Asylsuchende in dem Berliner Bezirk Hellersdorf sorgte bundesweit für Aufsehen.

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AIB 97 / 4.2012 | 13.01.2013

Ein notwendiger Rückblick

Zur Rolle von Antifa und Antira in den frühen Jahren des vereinigten Deutschlands

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AIB 95 / 2.2012 | 03.07.2012

(Nicht-)Reaktionen der autonomen Antifa-Bewegung

Wie die Polizei und die Öffentlichkeit in Rostock, wussten auch Antifas schon früh, dass etwas passieren würde. 

(Bild: Faksimile »Stern« Nr. 37)

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AIB 95 / 2.2012 | 08.07.2012

Pogrom als Politik

Nachdem sie die Asylsuchenden erfolgreich vertrieben haben und Polizei und Feuerwehr abgezogen sind, brennt das benachbarte Wohnheim. Etwa 120 Menschen können nur knapp dem Tod in den Flammen entkommen. Lichtenhagen ist seitdem zu einem Symbol für die Eskalation von Nationalismus und Rassismus in mörderische Gewalt, für ein Versagen der Behörden angesichts der Aktivitäten von Neonazis und für die zynische Rechtfertigung der Einschränkung der Grundrechte von Opfern staatlicher Ausgrenzung und rechter Hetze geworden.

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AIB 95 / 2.2012 | 11.07.2012

Zur antiziganistischen Dimension des Pogroms

1992 spitzt sich die Situation der Flüchtlinge in Rostock dramatisch zu. Im August tobt der Mob in Rostock.

(Bild: Faksimile aus »Stern« Nr. 37)

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AIB 95 / 2.2012 | 21.07.2012

»Es waren nicht die bleiernen Jahre«

Über das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen in den Tagen vom 22. bis 24. August 1992.

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AIB 92 / 3.2011 | 15.09.2011

Fehlende Aufarbeitung

Im September 1991 griffen Neonazis unter Beifall und Unterstützung Hoyerswerdaer BürgerInnen Wohnheime von Vertragsarbeiter_innen und Asylsuchenden an – so lange, bis diese evakuiert werden mussten. Die lokale Erinnerungspolitik wirft bis heute Fragen auf.

(Bild: Faksimile SZ)

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AIB 92 / 3.2011 | 15.09.2011

Fünf Tage im September 1991

Die rassistischen Pogrome in Hoyerswerda.

(Bild: Faksimile stern)

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AIB 92 / 3.2011 | 15.09.2011

Nicht wegschauen – hinsehen oder hingehen?

Den fünf Tagen im September 1991, in denen sich in Hoyerswerda das erste Pogrom nach 1945 in Deutschland ereignete, kommt aus mehreren Gründen eine besondere Rolle zu, nicht nur für die politische Entwicklung des neuen Großdeutschlands, sondern auch für die antirassistische und antifaschistische Linke.

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AIB 92 / 3.2011 | 15.09.2011

»Was wollen die schon wieder hier?«

Ein im September 2011 vom AIB geführtes Interview mit den ehemaligen Vetragsarbeiter Manuel Nhacutou, Emmanuel Adu Agyeman und Emmanuel Gärtner, die 1991 unabhängig voneinander aus Ghana geflüchtet waren und zum Zeitpunkt der Angriffe in einem der Wohnheime in Hoyerswerda lebten.

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AIB 83 / 2.2009 | 11.06.2009

Stichwortgeber aus der Mitte der Gesellschaft

 Wie Rechte gegen ein Flüchtlingsheim in Potsdam-Schlaatz agieren

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AIB 73 / 4.2006 | 09.12.2006

Hoyerswerda

15 Jahre rassistischer Alltag im vereinten Deutschland

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AIB 56 / 2.2002 | 12.06.2002

Von der Hetze zum Brandsatz. Bürgermob und Nazis machen mobil

In Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg machen Bürger, Politiker und Neonazis gegen Flüchtlingsheime mobil. »Umgeben von den Wäldern und den Bergen des Thüringer Waldes bezaubert der Luftkurort Friedrichroda seine Besucher. Dies gilt jedoch nur für zahlungskräftige Touristen. Flüchtlinge, die hier aus dem Sammellager Tambach-Dietharz per Bus zum Einkaufen in den einzigen Supermarkt kommen, in dem ihre Gutscheine über knapp 160 Euro monatlich nach dem Asylbewerberleistungsgesetz einlösbar sind, müssen einen Spießrutenlauf über sich ergehen lassen.

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AIB 54 / 3.2001 | 06.11.2001

Rostocker Schnellverfahren

Neun Jahre nach dem Pogrom gegen Flüchtlinge und vietnamesische VertragsarbeiterInnen in Rostock-Lichtenhagen findet vor dem Schweriner Landgericht seit dem 20. November 2001 ein Prozess gegen drei mutmaßliche Brandstifter des Abends vom 24. August 1992 statt. Die über drei Tage andauernden Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen waren der Anfang einer Welle von Angriffen auf Flüchtlinge, Asylbewerberheime und MigrantInnen in ganz Deutschland.

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AIB 41 / 4.1997 | 18.11.1997

Fünf Jahre nach Rostock: Ein Blick zurück im Zorn

Eines ließen die hektischen Wochen seinerzeit nicht zu: kritisch zu betrachten, wie die radikale Linke sich verhielt, den eigenen Anteil und das eigene Versagen völlig zu begreifen. Denn sofern man von einzelnen Ereignissen spricht, war das Pogrom sicherlich eine der bedeutendsten Niederlagen der deutschen Linken nach 1945.

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AIB 40 / 3.1997 | 11.11.1997

»Das war damals alles irgendwie normal«

Interview mit der Antifa Ha/Qu aus Halberstadt/Quedlinburg.

(Bild: Screenshot YouTube.com)

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AIB 20 / 4.1992 | 30.01.1993

Ein rassistisches Pogrom in Quedlinburg

Aus einem Erlebnisbericht der Antifaschistischen BeobachterInnen Rhein/Main.

(Bild: Screenshot mz-web.de)

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AIB 20 / 4.1992 | 20.01.1993

Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen

Wenn wir die Vorgänge um das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen näher untersuchen, so wird deutlich, daß sowohl die Angriffe als auch die Folgen offenbar politisch gewollt waren. Die TäterInnen waren eine Mischung aus Kommunal-, Landes- und BundespolitikerInnen, höheren Polizeidienststellen sowie organisierten Neonazis und aufgehetzten AnwohnerInnen.

(Bild: Screenshot svz.de)

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AIB 20 / 4.1992 | 30.01.1993

Die politischen Brandstifter von Rostock-Lichtenhagen

Daß das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen drei Nächte laufen konnte, ohne daß ernsthaft dagegen eingeschritten wurde, kann kaum jemand ernsthaft – außer den direkt Verantwortlichen – mit »Einsatzpannen« entschuldigen.

(Bild: Bundesarchiv, B 145 Bild-F082412-0020 / Schaack, Lothar /CC BY-SA 3.0)

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AIB 20 / 4.1992 | 09.01.1993

Zum Begriff "Pogrom"

Im Zusammenhang mit den Ereignissen von Hoyerswerda, Mannheim, Rostock etc. wird uns vorgeworfen, wir würden den Begriff Pogrom inflationär gebrauchen. Warum wir sagen, in Deutschland findet gerade eine Welle von Pogromen statt, soll eine kurze Erklärung des Begriffs deutlich machen.

(Bild: Bundesarchiv, Bild 146-1970-083-44 / Friedrich, H. / CC-BY-SA 3.0)
 

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AIB 16 / 3.1991 | 15.09.1991

»Die Polizei griff nicht ein...«. Interview mit Flüchtlingen aus Hoyerswerda

Der Text ist aus einem Interview entstanden, das wir Mitte Oktober 1991 mit Pierre, Robert und Jean (Namen geändert) geführt haben. Die drei lebten zur Zeit der Pogrome als Flüchtlinge in den Wohnheimen in Hoyerswerda. Sie äußern sich zu den Lebensbedingungen und Angriffen auf ihr Wohnheim, zu ihrer Flucht nach Berlin und der dortigen Unterbringung. 

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