Der Attentäter Thomas Mair. (Bild: Screenshot von mirror.co.uk)
International | AIB 112 / 3.2016 | 09.01.2017

Rechtsmotivierter Mord an Jo Cox

Am 16. Juni wurde die britische Labour-Abgeordnete Jo Cox in West Yorkshire auf offener Straße von dem 52-jährigen Neonazi Thomas "Tommy" Mair erschossen.

Jo Cox hatte sich zuletzt gegen den Brexit ausgesprochen und davor gewarnt, dass dieser keine Lösung sei, mit den Herausforderungen durch die Migration in die EU umzugehen. Die Tat ereignete sich wenige Tage vor dem britischen Referendum zum EU-Austritt. Der noch am Tatort festgenommene Täter Thomas "Tommy" Mair rief während der Tat „Britain First“. Einen Tag nach dem Mord veröffentlichte das „Southern Poverty Law Centre“ aus den USA bereits erste Erkenntnisse zum extrem rechten Hintergrund des Täters. Demnach habe dieser seit den 1990er Jahren bei der US-amerikanischen Neonaziorganisation „National Alliance“ diverse Pamphlete bestellt, die sich mit dem Bau von Waffen und der Herstellung von Sprengstoffen beschäftigten. Bei einer ersten Anhörung vor einem Londoner Gericht habe Mair auf die Frage nach seinem Namen gesagt: „Tod den Verrätern, Freiheit für Britannien“.

Thomas Mair bezeichnete sich als "political activist". Laut Recherchen von AntifaschistInnen und JournalistInnen stand er in England in Kontakt zu mehreren rechten bis neonazistischen Gruppen wie "SA Patriot", "National Front" (NF) und "English Defence League" (EDL). Der Gerichtsprozess gegen Thomas Mair hat Ende 2016 begonnen. Der Vorwurf lautet auf vorsätzliche Tötung und schwere Körperverletzung. Darüber hinaus werden dem Angeklagten der Besitz einer Feuerwaffe mit der Absicht, eine Straftat zu begehen sowie der Besitz einer Angriffswaffe zur Last gelegt.

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