Filip Dewinter als Chef des "Vlaams Blok Jongeren".
International | AIB 11 / 2.1990 | 05.07.1990

Neonazi-Aktivitäten in Belgien

Eine Kampagne der „Antifaschistischen Front Antwerpen“ hat zum Verbot einer internationalen Versammlung von Rechten und Neonazis in Antwerpen geführt.

Dieses wurde unter dem Namen der „Vlaams Blok Jongeren“ (VBJ), der Jugendorganisation der extrem rechten Partei „Vlaams Blok“ (VB) angemeldet und sollte im Kulturzentrum der Stadt vom 3. März bis 4. März 1990 stattfinden.

Als VBJ-Führer gelten Filip Dewinter und Jan Huijbrechts. Ob die VBJ als Tarnung der Neonazis fungierte oder Aktivisten der Parteijugend des "Vlaams Blok" direkt involviert waren ist noch zu klären.

Die AntifaschistInnen enttarnten die Veranstaltung, als ein von den neonazistischen Hardliner Gruppe „Voorpost“ dominiertes Treffen mit anderen europäischen Rechten und Neonazis. Die Neonazis erwarteten demnach hunderte von Teilnehmern des extrem rechten Spektrums Europas.

Desweiteren kam es in den Ardennen nahe der Festung Aubin-Neufchâteau kürzlich zu einem Vorfall bei dem eine Gruppierung verhaftet worden war, die im Verdacht steht einer paramilitärischen Organisation gebildet zu haben. Das Strafgericht von Verviers untersucht den Vorfall, bei dem am 26. Dezember 1989 mehrere Personen aus Holland, Belgien und Deutschland in der Nähe von Voeren verhaftet worden waren, welche im Besitz eines Waffen-Arsenals (Jagdmesser, ein Bajonett, Revolver, Pistole) waren.