(Foto: Christian Ditsch)
NS-Szene | AIB 46 / 1.1999 | 19.03.1999

Neonazis marschieren in Berlin-Tegel

5. Dezember 1998 in Berlin: Knapp 350 Neonazis demonstrieren vor der JVA Berlin Tegel. Vorne weg zwei Transparente »Freiheit für Frank Schwerdt«, der in Tegel wegen Volksverhetzung einsitzt und im Oktober 1998 zu einer weiteren Haftstrafe wegen Gewaltverherrlichung verurteilt wurde, und - größer und auffälliger - »Freiheit für Kay Diesner«, getragen im Block der sogenannten »Freien Kameradschaften«.

Anfang Dezember 1998 marschierten in Berlin-Tegel etwa 350 Neonazis für »Freiheit für Frank Schwerdt«.  Die "Freien Kameradschaften" setzten hier gegen den Willen der NPD ein »Freiheit für Kay Diesner«-Transparent durch.

Eine NPD-Demonstration in Neuruppin. (Foto: Christian Ditsch)
NS-Szene | AIB 45 / 4.1998 | 05.12.1998

Die NPD im brandenburgischen Neuruppin

Neuruppin, eine idyllische Kleinstadt im Norden Brandenburgs, hat in diesem Sommer nicht nur als »Fontanestadt« von sich reden gemacht. Neuruppin war eine der über 30 Kommunen des Landes Brandenburg, in denen die NPD versuchte, zu den gleichzeitig zur Bundestagswahl stattfindenden Kommunalwahlen anzutreten. Daß es dazu doch nicht kam, lag wohl vor allem daran, daß das lokale Aushängeschild der NPD - der 82jährige Wilhelm Lange - sich nach eigenen Angaben gesundheitlich nicht mehr zur Kandidatur in der Lage fühlte.

Wilhelm »Opa« Lange von der NPD und seine jungen Anhänger in Neuruppin (Brandenburg).
 

Zahlreiche bekannte deutsche Neonazi-Aktivisten reisten in Greve zum Aufmarsch an. Unter ihnen Rene Rodriguez-Teufer (l.) aus Hessen, Christiane Dolscheid (m.) und Tim Bartling (r.) vom "Club 88" in Neumünster.
NS-Szene | AIB 45 / 4.1998 | 02.12.1998

Rudolf Heß Marsch 1998: Auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit ?

Ein Nachruf auf einen jährlichen "Rudolf Heß Aufmarsch", der Anfang der neunziger Jahre der bedeutendste der deutschen Neonazi-Szene war, und eine Einschätzung, warum er dies im Moment nicht mehr ist.

Versuche von Neonazis, einen großen »Rudolf-Heß Gedächtnismarsch« durchzuführen, endeten dieses Jahr noch desaströser als 1997. Dezentrale Aktionen nahmen hingegen zu.
 

Kai Dalek gehörte zu den Drahtziehern des Rudolf Heß Marsches. (Bild: rabatz/Reprofoto von aida)
NS-Szene | AIB 40 / 3.1997 | 11.11.1997

Rudolf Heß »Gedenkmarsch« mußte ausfallen

Der Rudolf Heß »Gedenkmarsch« mußte ausfallen.

(Bild: rabatz/Reprofoto von aida)

Der Berliner Führer der "Kameradschaft Beusselkiez" Mike Penkert (links) bei der Neonazi-Versammlung in Prettin.
NS-Szene | AIB 39 / 2.1997 | 20.09.1997

Neonazistisches Totengedenken für Chris Danneil

Im April 1997 waren zwei Neonazis aus Wittenberg in Berlin auf offener Straße von einem Berliner Neonazi erstochen worden. Nun bemüht man sich um politische Schadensbegrenzung innerhalb der Neonazi-Szene.

Im April 1997 waren zwei Neonazis aus Wittenberg in Berlin auf offener Straße von einem Berliner Neonazi erstochen worden. Nun bemüht man sich um politische Schadensbegrenzung innerhalb der Neonazi-Szene.

In der Wohnung von Andreas Mattheus (links), dem früheren Vorsitzenden des Kreisverbandes der "Deutschen Liga für Volk und Heimat" (DLVH), explodierte 1994 ein Sprengsatz vorzeitig. Die Bombe galt einer Wahlkampfveranstaltung der PDS. Hier im September 2008 bei einem Neonazi-Aufmarsch in Dessau. (Foto: Infothek Dessau)
NS-Szene | AIB 39 / 2.1997 | 10.09.1997

Die "Kameradschaft Wittenberg"- Ein Portrait

Die Aufmärsche militanter Neonazis in den vergangenen Monaten zeigen eine eindeutige Tendenz. Das größte Mobilisierungspotential der NS-Szene liegt in den neuen Bundesländern. Die dortige Szene holt ihr Defizit an Organisierung allmählich auf und dadurch sind neue Zentren entstanden. Eines dieser Zentren ist die Lutherstadt Wittenberg. Wittenberg gehört mit Naumburg und der Harzregion zu den wichtigsten Kristallisationspunkten der Neonazis in Sachsen-Anhalt.

Wittenberg gehört mit Naumburg und der Harzregion zu den wichtigsten Kristallisationspunkten der Neonazis in Sachsen-Anhalt.

"Sitzblockade" der Neonazis in Worms.
NS-Szene | AIB 36 / 4.1996 | 10.11.1996

Die "Rudolf Heß Aktionswochen" 1996

Für dieses Jahr hatten die deutsche Neonazi-Szene gleich einen ganzen »Aktionsmonat« zum Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß angekündigt, um sich in die Öffentlichkeit zu bringen. Unter der Bezeichnung „Aktion 96“ wurde ein entsprechendes "Konzept" verfasst, das auf den früheren FAP-Aktivisten André Goertz zurückgehen soll. Das Strategiepapier wurden von der NPD-Jugend aufgegriffen und in eine Kampagne unter dem Motto „Demokratie und Freiheit schützen – Grundrechte verteidigen“ umgemünzt. Die JN war mit Holger Apfel in das "Rudolf Heß Aktionskomitee" eingebunden. Dieses "Rudolf Heß Aktionskomitee" besteht laut Berichten aus der Szene aus rund einem Dutzend Szene-Kadern um Kai Dalek, Christian Malcoci und Andree Zimmermann. Als Schwerpunkte der Aktionen waren der 3./4. August 1996 (bundesweites Demonstrationswochenende) und der 17./18. August 1996 (Zentrale Heß-Kundgebung) angekündigt worden. An den anderen Wochenenden sollten Saalveranstaltungen, dezentrale Aktionen oder Konzerte stattfinden.

Polizei läßt Neonazis für Rudolf Heß marschieren.
 

Der (frühere) DLVH-Vorsitzende Rudolf Kendzia. (Bild: Faksimile REP-Propaganda)
NS-Szene | AIB 22 / 2.1993 | 29.07.1993

Die "Deutsche Liga für Volk und Heimat"

Um es nochmal in Erinnerung zu rufen, am 18. Januar 1991 konstituierte sich die „Deutsche Allianz/Vereinigte Rechte“ (DA/VR), eine Sammelbewegung von ehemaligen Funktionären der rechten Parteien „Die Republikaner“ (REPs), „Nationaldemokratische Partei Deutschlands“ (NPD), „Deutsche Volksunion“ (DVU) und „Deutsche Soziale Union“ (DSU). Dafür gab es mehrere Ursachen. Zum einen wurden innerparteiliche Kritiken am egozentrischen Führungsstil von Franz Schönhuber (Gründer der "Die Republikaner") immer lauter, zum anderen stand er den Leuten im Weg, die aktiv eine Parteipolitik in Richtung einer Art modernisierten NS-Partei vorantrieben.

Harald Neubauer sammelt

Frank Schwerdt (links) und Christian Wendt (2.v.l.) sind Kader von "Die Nationalen".
NS-Szene | AIB 22 / 2.1993 | 13.07.1993

"Die Nationalen" - ein Bündnis aus Neonazis und der Braunzone

Der Berlin-Brandenburgische Ableger der neonazistischen Partei „Deutsche Liga für Volk und Heimat “ (DLVH) trat bis her vor allem öffentlich entweder mit dem rechten „Hoffmann von Fallersleben-Bildungswerk“ (HvFB) oder im Rahmen der Partei „Die Nationalen e.V.“ in Erscheinung. Der Berliner Verfassungsschutz rechnet der DLVH selbst 140 Mitglieder zu. Die „Wählergemeinschaft der Nationalen“ versucht nun offensiver Parteien, Gruppen und Einzelpersonen vom äußersten rechten Rand bis in die Reihen der CDU unter einem Dach zu sammeln.

Die „Wählergemeinschaft der Nationalen“ versucht Parteien, Gruppen und Einzelpersonen vom äußersten rechten Rand bis in die Reihen der CDU unter einem Dach zu sammeln.
 

Beschlagnahmtes Werbematerial der REPs im Januar 1990 in Leipzig. (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0116-023 / CC-BY-SA 3.0)
Gesellschaft | AIB 10 / 1.1990 | 11.07.1990

Rechte Gefahr in der DDR ?

Rechte Gefahr in der DDR - Hirngespinnst oder Realität?

(Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0116-023 / CC-BY-SA 3.0)

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