Peter Nürnberger und Patrick Wieschke (Bildmitte) während einer NPD-»Kaffeefahrt« 2008 in Westthüringen
NS-Szene | AIB 82 / 1.2009 | 09.03.2009

»Nichts eint so sehr wie Erfolg.«

Geht es nach dem NPD-Landesvorsitzenden Frank Schwerdt, sollen die anstehenden Wahlen in Thüringen die Partei aus der Krise retten.

Max Bauer

Geht es nach dem NPD-Landesvorsitzenden Frank Schwerdt, sollen die anstehenden Wahlen in Thüringen die Partei aus der Krise retten.

Einige Führungskader der »Freien Kameradschaften« auf dem NPD-Präsidium beim 32. Ordentlichen Bundesparteitag der NPD in Bamberg. Im Bild v.l.n.r.: Thomas Wulff, Jürgen Rieger und Thorsten Heise.
NS-Szene | AIB 82 / 1.2009 | 09.03.2009

Liebesheirat? – »Volksfront von rechts«

Vor mehr als vier Jahren begann das pathetisch als »Volksfront von Rechts« bezeichnete Bündnis zwischen neonazistischen Kameradschaften und den Parteien Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) und Deutsche Volksunion (DVU).

Vor mehr als vier Jahren begann das pathetisch als »Volksfront von Rechts« bezeichnete Bündnis zwischen neonazistischen Kameradschaften und den Parteien Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) und Deutsche Volksunion (DVU).

Patrick Wieschke als Redner bei einer Neonaziveranstaltung in Jena. (Bild: attenzione-photo.com)
NS-Szene | AIB 79 / 2.2008 | 21.06.2008

Machtkampf in der Thüringer NPD eskaliert

Seit Monaten tobt der seit Jahren größte Streit innerhalb der Thüringer NPD und nimmt immer schärfere Formen an. Der Landesverband ist gespalten. Auf der einen Seite die derzeit etablierte Parteiführung, bestehend aus Frank Schwerdt, Patrick Wieschke und Ralf Wohlleben. Auf der Anderen, die Kontrahenten um Kai-Uwe Trinkaus, Jan Morgenroth und Thorsten Heise, welche den baldigen Umsturz anstreben. 

Seit Monaten tobt der seit Jahren größte Streit innerhalb der Thüringer NPD und nimmt immer schärfere Formen an. Der Landesverband ist gespalten.

Die NPD-Bürgerbüro Eröffnung in Erfurt: Die NPD-Funktionäre Hendrik Heller (1.v.l.) und Kai-Uwe Trinkaus (2.v.l.). 3.v.l.: Patrick Paul von den "Freien Kräften Erfurt". 4.v.L. Der NPD-Funktionär Patrick Wieschke.
NS-Szene | AIB 78 / 1.2008 | 20.03.2008

Thüringer U-Boot-Offensive. Tarnvereine als Wahlkampfmittel

Noch ein Jahr ist es bis zu den Kommunal und Landtagswahlen in Thüringen, doch die NPD steht bereits seit Monaten auf der Matte und arbeitet zielstrebig an der Vorbereitung. Für das Vorwahljahr 2008 will die Partei flächendeckend in jeder größeren Stadt Thüringens Tarnvereine gründen, um bürgerliche Berührungsängste abzubauen. Seit drei Jahren ist das Konzept der Vereinsunterwanderung Mode und neben gesellschaftlicher Akzeptanz springt oft noch viel mehr dabei raus: Szenetreffs, legale Rechtsrock-Konzerte, Straferlass, Kampfsporttraining und Schießübungen – dank mindestens 25 unterwanderten Vereinen ist dies bereits Realität im Freistaat Thüringen.

Für das Vorwahljahr 2008 will die NPD flächendeckend in jeder größeren Stadt Thüringens Tarnvereine gründen, um bürgerliche Berührungsängste abzubauen.

Der NPD-Parteichef Udo Voigt bei einem Neonazi-Aufmarsch in Ungarn. (Bild: attenzione-photo.com)
NS-Szene | AIB 78 / 1.2008 | 20.03.2008

NPD: Zwischen Chaos und Erfolg

Immer wieder fällt bei Recherchen zur NPD auf, dass kein homogenes Bild der Partei zu zeichnen ist. Je nach Region, Zeitpunkt und jeweiligem Führungspersonal bietet die NPD den Eindruck einer aufstrebenden Partei, einer politischen Konstante oder eines zerstrittenen Haufens.

Immer wieder fällt bei Recherchen zur NPD auf, dass kein homogenes Bild der Partei zu zeichnen ist. Je nach Region, Zeitpunkt und jeweiligem Führungspersonal bietet die NPD den Eindruck einer aufstrebenden Partei, einer politischen Konstante oder eines zerstrittenen Haufens.

»Zinssklaven« auf der »Antikap«-Demonstartion am 1. April 2006 in Arnstadt. Den »Kapitalisten« ganz links spielt der NPD-Kreisvorsitzende (Ilmkreis) Sven Geyer
NS-Szene | AIB 73 / 4.2006 | 09.12.2006

Es braucht hier schon etwas mehr als Alarmismus

Nach dem Einzug der NPD in den Schweriner Landtag schwimmen auch die Neonazis in Thüringen auf einer Euphoriewelle und wähnen sich auch hier schon im Landtag. Dieser Artikel ist der Versuch zu untersuchen, ob es in Thüringen dafür die Voraussetzungen und die Strukturen gibt und zu beschreiben wie die Neonazis dabei vorgehen.

Die Thüringer NPD – auf dem Weg in den Erfurter Landtag

Der Berliner MHS-Chef Gabriel Landgraf (links) und Kristian L. (rechts) rangeln unter der Fahne der NPD mit der Polizei. Hier bei einem Durchbruchsversuch »Freier Kameradschaften« am 1. Mai 2004 auf einer NPD-Demonstration in Berlin.
NS-Szene | AIB 69 / 5.2005 | 23.12.2005

Schulterschluss von NPD und Militanten

Des Öfteren wurde im Antifaschistischen Infoblatt (AIB) über die Berliner Neonazi-Szene und über die Nichtexistenz einer wirklichen Kaderebene geschrieben. Auch die Irrelevanz der Berliner NPD war im AIB bereits mehrfach Thema. Doch ausgerechnet durch den NPD-Bundestagswahlkampf ist etwas Bewegung in die Strukturen der Hauptstadt gekommen, und nach den Verboten mehrerer Kameradschaften in diesem Jahr scheint sich diese Szene zu straffen und an klareren Hierarchien auszurichten. Bei dieser Neuordnung wird sogar die sonst eher verschmähte NPD einbezogen, die den Aktivisten der verbotenen Kameradschaften dann auch gleich noch ihre Bundeszentrale zur Verfügung stellt.

Durch den NPD-Bundestagswahlkampf ist etwas Bewegung in die Neonazi-Strukturen der Hauptstadt gekommen, und nach den Verboten mehrerer Kameradschaften in diesem Jahr scheint sich diese Szene zu straffen und an klareren Hierarchien auszurichten. Bei dieser Neuordnung wird sogar die sonst eher verschmähte NPD einbezogen, die den Aktivisten der verbotenen Kameradschaften dann auch gleich noch ihre Bundeszentrale zur Verfügung stellt.

Der regionale NPD - Funktionär Gordon Richter als Redner bei einer NPD Veranstaltung im Juni 2003 in Gera. (Bild: attenzione-photo.com)
NS-Szene | AIB 62 / 1.2004 | 10.03.2004

Neonazis morden in Gera.

Im thüringischen Gera wurde Oleg V., ein 27jähriger »Russlanddeutscher«, in der Nacht zum 21. Januar 2004 von vier jungen Neonazis aus Gera und Umgebung brutal ermordet. Die Täter schlugen ihrem Opfer von hinten eine Bierflasche gegen den Kopf und traten dann mit ihren Stiefeln zu, rammten ein Messer in den wehrlosen Körper und zertrümmerten mit einem Hammer das Gesicht. Die 14–19jährigen sind nach mehreren Zeugenaus­sagen eindeutig der rechten Szene zuzuordnen.

Im thüringischen Gera wurde Oleg V., ein 27jähriger »Russlanddeutscher«, in der Nacht zum 21. Januar 2004 von vier jungen Neonazis aus Gera und Umgebung brutal ermordet.

Foto: juelich/attenzione
NS-Szene | AIB 60 / 2.2003 | 17.06.2003

Im »herzen Deutschlands«

Pessimistische Betrachtungen zum ideologischen Alltag in Thüringen.

Friedrich C. Burschel

Pessimistische Betrachtungen zum ideologischen Alltag in Thüringen.

Ein Bild aus besseren Tagen: Der Polizei-Informant Toni Stadler mit Danny Sch. und dem wegen der tödlichen Hetzjagd verurteilten Alexander Bode aus Guben ( v.l.n.r)
NS-Szene | AIB 57 / 3.2002 | 20.10.2002

Nazischutzgebiete – zwei beispielhafte Biotope. Der »V-Mann-Skandal« in Guben

In den frühen Morgenstunden des 13. Februar 1999 wurde der Algerier Farid Guendoul von einer Horde Neonazis in Guben in den Tod gehetzt. Das Outing des Top-Informanten des Brandenburger Verfassungsschutzes Toni Stadler in diesem Sommer und intensive Recherchen des Antifaschistischen Infoblattes der vergangenen Monate stellen nicht nur wiederholt die Frage nach dem Ziel und damit dem Sinn der Arbeit des Verfassungsschutzes. Sie verdeutlichen auch, wie die Gubener Neonaziszene und auch die bundesdeutsche Neonazimusikproduktion von öffentlichen Amtsträgern sorgsam gehätschelt, unterstützt und ausschließlich beobachtet wurde.

Am 13. Februar 1999 wurde der Algerier Farid Guendoul von Neonazis in Guben in den Tod gehetzt. Das Outing des Informanten des Brandenburger Verfassungsschutzes Toni Stadler und intensive Recherchen des Antifaschistischen Infoblattes stellen nicht nur wiederholt die Frage nach dem Sinn der Arbeit des Verfassungsschutzes. Sie verdeutlichen auch, wie die Gubener Neonaziszene und auch die bundesdeutsche Neonazimusikproduktion von öffentlichen Amtsträgern sorgsam gehätschelt, unterstützt und ausschließlich beobachtet wurde.

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