Neonazis und Falangisten verbrennen eine katalanische Unabhängigkeitsflagge.
International | AIB 126 / 1.2020 | 17.06.2020

Die Entstehung von Vox in Spanien

Seit dem Tod des spanischen Diktators Francisco Franco 1975 hat es keinen Prozess der aktiven Aufarbeitung und Wiedergutmachung der Diktatur gegeben. Die mit dem Regime verbundenen Beamten setzten ihre Positionen nach Francos Tod fort, und keiner der Verantwortlichen musste sich für seine Rolle verantworten. Überlebende, die juristisch versucht haben, Wiedergutmachung für die Verbrechen des Franco-Regimes zu erlangen, müssen sich an Gerichte in anderen Ländern wenden, etwa Argentinien, das seit 2014 erfolglos die Auslieferung mehrerer Franco-Führer wegen der Verbrechen des Völkermords und Verbrechen gegen die Menschheit fordert.

Gastbeitrag von Jordi Borras

Die Straflosigkeit des Franquismus und der extremen Rechten seit dem Tod des Diktators Francisco Franco.

International | AIB 123 / 2.2019 | 09.10.2019

Spanien: Interview zum Aufstieg der VOX

Der katalanische Journalist Jordi Borràs fokussiert seine Arbeit auf rechtsextreme Organisationen und soziale Bewegungen in Katalonien und dem spanischen Staat. Im Interview mit Ralf Streck erklärt er für das "Antifaschistische Infoblatt" (AIB), wie der Aufstieg der offen faschistisch auftretenden VOX-Partei möglich war, die im vergangenen Dezember erstmals in ein Regionalparlament in Andalusien eingezogen ist.

Interview: Ralf Streck

Der Journalist Jordi Borràs über den Aufstieg der extrem rechten VOX auf Kosten der konservativen Volkspartei und der rechts-neoliberalen Ciudadanos

Francos Grabstätte, das Valle de los Caídos (National­monument des Heiligen Kreuzes im Tal der Gefallenen) ist eines der größten Mausoleen der Welt.
International | AIB 122 / 1.2019 | 20.07.2019

Spanien: Guardia Civil im Francoland

Ende 2017 beschrieb die Zeitschrift „New Yorker“ in einem Kommentar zum Referendumsverbot und den hunderten Verletzten in Katalonien Spanien als „Francoland“. Das spanische Establishment links wie rechts war empört: Spanien sei seit 1978 eine konsolidierte europäische Demokratie.

Jonan Lekue

Ende 2017 beschrieb die Zeitschrift „New Yorker“ in einem Kommentar zum Referendumsverbot und den hunderten Verletzten in Katalonien Spanien als „Francoland“. Das spanische Establishment links wie rechts war empört: Spanien sei seit 1978 eine konsolidierte europäische Demokratie.

International | AIB 120 / 3.2018 | 18.11.2018

Spanien: Auseinandersetzungen um das „Valle de los Caidos“

Per Dekret und mit Zustimmung einer knappen Mehrheit von sechs Stimmen beschloss das spanische Parlament im September 2018, die sterblichen Überreste des Diktators Francisco Franco aus dem Mausoleum im „Valle de los Caidos“ zu entfernen. Ein monatelanger Streit mit der rechtskonservativen „Partido Popular“ (PP), franquistischen AnhängerInnen und Angehörigen des Diktators war diesem Beschluss vorausgegangen. Dieses Beispiel zeigt, dass auch vierzig Jahre nach Erlass der demokratischen Verfassung ein antifranquistischer gesellschaftlicher Konsens noch nicht erreicht wurde.

Silke Hünecke

Die Auseinandersetzungen um den franquistischen Wallfahrtsort „Valle de los Caidos“ in Spanien.
 

Die Gedenkveranstaltung und Namensgebung zum „Park der Internationalen Brigaden“ in Madrid.
Geschichte | AIB 113 / 4.2016 | 29.03.2017

80. Jahrestag der Internationalen Brigaden in Spanien

Im Herbst 1936, kurze Zeit nach dem faschistischen Putsch von Teilen des Militärs unter Francisco Franco in Spanien und dem Beginn des spanischen (Bürger-)krieges, reisten Freiwillige aus verschiedenen Ländern nach Spanien, um auf der Seite der republikanischen Regierung gegen die Putschisten zu kämpfen. Anlässlich des 80. Jahrestages der Bildung der brigadas internacionales fanden in Spanien Gedenkveranstaltungen statt.

Anlässlich des 80. Jahrestages der Bildung der brigadas internacionales fanden in Spanien Gedenkveranstaltungen statt. Ein Reisebericht.

(Foto: Google Cultural Institut cc-by-sa/PD-US)
Geschichte | AIB 110 / 1.2016 | 02.07.2016

Sieg der Frente Popu­lar

Am 16. Februar 1936 gewann in Spanien ein Bündnis aus Sozialisten, Kommunisten und bürgerlich-liberalen Republikanern die Parlamentswahlen. Unterstützt wurden sie von Anarchisten und Anhängern der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung.

Florian Osuch

Am 16. Februar 1936 gewann in Spanien ein Bündnis aus Sozialisten, Kommunisten und bürgerlich-liberalen Republikanern die Parlamentswahlen. Unterstützt wurden sie von Anarchisten und Anhängern der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung.

(Foto: Google Cultural Institut cc-by-sa/PD-US)
 

Juan Manuel Soria (links), Chef der Organi­sation Frente Anti-Sistema (FAS) in Valencia.
International | AIB 105 / 4.2014 | 22.03.2015

Spanien: Operatión Panzer

Im Juli 2014 fand in Valencia ein Gerichtsprozess gegen 18 Neonazis statt. Diese wurden beschuldigt, Teil der Organi­sation Frente Anti-Sistema (FAS) zu sein, die 2005 durch die Guardia Civil (paramilitärisch ausgerichtete Polizeieinheit) in der sogenannten „Operación Panzer“ aufgelöst wurde.

Antifeixistes.org — València

Im vergangenen Juli fand in Valencia ein Gerichtsprozess gegen 18 Neonazis statt. Diese wurden beschuldigt, Teil der Organi­sation Frente Anti-Sistema (FAS) zu sein, die 2005 durch die Guardia Civil (paramilitärisch ausgerichtete Polizeieinheit) in der sogenannten „Operación Panzer“ aufgelöst wurde.

Geschichte | AIB 104 / 3.2014 | 26.11.2014

Überwindung des Schweigens

Erinnerungspolitische Bewegung im spanischen Staat

Die politischen Kräfteverhältnisse zeigen sich in Spanien besonders deutlich im Umgang mit der diktatorischen Vergangenheit. Jahrzehntelang wurde über die Verbrechen während der franquistischen Diktatur (1939—1975) geschwiegen, dies änderte sich erst in den 2000er Jahren vor allem durch Druck von unten. Allerdings ist die Erinnerungspolitik bis heute ein umkämpftes Terrain. Insbesondere die regierende rechts-konservative Partido Popular (PP), die katholische Kirche und die ihnen nahe stehenden Medien stellen sich einer Aufarbeitung entgegen.

Von Silke Hünecke

Erinnerungspolitische Bewegung im spanischen Staat.

International | Internetartikel | 06.11.2014

Antifaschistische Aktivitäten zum spanischen Nationalfeiertag

Der spanische Nationalfeiertag am 12.10., jahrzehntelang als „Día de la raza“ („Tag der Rasse“) zelebriert, erinnert an jene KolonialistInnen um Christopher Columbus, die 1492 in Lateinamerika landeten und einen Raubzug gegen die dortigen Bewohner_innen führten. Seit über 30 Jahren nutzt die extreme Rechte diesen Tag um in Barcelona aufzumarschieren und fast genauso lange regt sich auch antifaschistischer Widerstand dagegen

Seit über 30 Jahren nutzt die extreme Rechte diesen Tag um in Barcelona aufzumarschieren und fast genauso lange regt sich auch antifaschistischer Widerstand dagegen

Alt- und Neofranquisten bei ihrer alljährlichen Kundgebung am 12. Oktober 2013 auf dem Berg Montjuic in Barcelona.
International | AIB 101 / 4.2013 | 22.01.2014

Antifa in Spanien

Zwischen Aufarbeitung des Franco-Faschismus und Neonazigewalt

Jeden Herbst mobilisieren die antifaschistischen Bewegungen in Spanien gegen Versammlungen von Neonazis und Altfaschisten. Sowohl zum 12. Oktober, in Erinnerung an die Landung von Christoph Columbus in Lateinamerika, als auch am 20. November, dem Todestag Francisco Francos und Primo de Riveras, sammeln sich Rechte verschiedenster Couleur.

Florian Osuch

Jeden Herbst mobilisieren die antifaschistischen Bewegungen in Spanien gegen Versammlungen von Neonazis und Altfaschisten. Sowohl zum 12. Oktober, in Erinnerung an die Landung von Christoph Columbus in Lateinamerika, als auch am 20. November, dem Todestag Francisco Francos und Primo de Riveras, sammeln sich Rechte verschiedenster Couleur.

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