Michael Koth und Manfred Roeder (v.l.n.r.) bei einer NPD-Demonstration in Neustrelitz
NS-Szene | AIB 63 / 2.2004 | 12.06.2004

Neonazi-Mitarbeiter bei S-Bahn unerwünscht

Der Berliner Funktionär der Neonazigruppe Kampfbund Deutscher Sozia­lis­ten (KDS) Michael Koth, wurde aufgrund seines Auftretens vom Dienst bei der S-Bahn entbunden. 

Propaganda Material der rot-braunen "Partei der Arbeit Deuschlands" (PdAD)
NS-Szene | AIB 46 / 1.1999 | 17.03.1999

Die "Partei der Arbeit"

Unter dem Namen "Partei der Arbeit" traten mittlerweile zwei rechte Gruppierungen auf.

Unter dem Namen "Partei der Arbeit" traten mittlerweile zwei rechte Gruppierungen auf.
 

Michael Koth präsentiert sich mit seinem "Rot braunen Kanal" im Internet. (Bild: Screenshot YouTube.com)
NS-Szene | AIB 46 / 1.1999 | 10.03.1999

Michael Koth - eine rot-braune Karriere

Michael Koth vollzog einen rot-braunen politischen Werdegang in Berlin, der ihn jetzt in die Botschaft von Nord Korea brachte.

Michael Koth vollzog einen rot-braunen politischen Werdegang in Berlin, der ihn jetzt in die Botschaft von Nord Korea brachte.

(Bild: Screenshot YouTube)

Michael Koth (rechts) bei einer Demonstration des "Kampfbund Deutscher Sozialisten" in Neuruppin. (Foto: de.indymedia.org/Inforiot)
NS-Szene | AIB 46 / 1.1999 | 07.03.1999

Der Traum von rot-braunen Bündnissen

Es ist an sich nichts Neues, daß Neonazis ab und an versuchen, in der linken Szene Bündnispartner u.a. für ihren "nationalen Feldzug gegen den Imperialismus" zu finden. Nach dem Motto »Die Grenze verläuft nicht zwischen Links und Rechts sondern zwischen Oben und Unten«1 signalisieren sie Dialogbereitschaft. Bereits 1983 anläßlich eines Fußball Länderspiels Deutschland-Türkei bot der damals führende Neonazi Michael Kühnen auf einer Pressekonferenz "den Autonomen" einen »Waffenstillstand« an. Er und seine Neonazi-Hools würden auf einen Sturm auf Berlin-Kreuzbergs verzichten, da der gemeinsame Hauptfeind mit der pro-amerikanischen Bundesregierung in Bonn säße und man demnach gemeinsam für eine antiimperialistische Front eintreten müsse. Wiederholt wurde auch die RAF aus der rechten Ecke für ihren antiimperialistischen Kampf gelobt, vor allem im Hinblick auf die »gemeinsamen Feinde« in Amerika und Israel. Anläßlich der Tötung von Wolfgang Grams konstatierte eine NF-Nachfolgegruppe in ihrem Parteiorgan "Angriff": »Daß Grams auf der falschen Seite stand, würden wir eher als Zufall bezeichnen ( . . . ) der Feind ist nicht im eigenen Volk zu suchen ( . . . ) wir sind bereit mit dem Teufel ein Bündnis einzugehen«. Aus Halle wurde vermeldet, daß drei »ehemalige Linksautonome« integriert seien und »gemeinsam kämpfen« möglich sei.

Es ist an sich nichts Neues, daß Neonazis ab und an versuchen, in der linken Szene Bündnispartner u.a. für ihren "nationalen Feldzug gegen den Imperialismus" zu finden. Nach dem Motto »Die Grenze verläuft nicht zwischen Links und Rechts sondern zwischen Oben und Unten« signalisieren sie Dialogbereitschaft.
 

  • 1. Aufkleber der Nationalistischen Front (NF)
Subscribe to RSS - Michael Koth