
Die „Initiative Zusammenrücken in Mitteldeutschland“
In Mittelsachsen hat sich in den vergangenen Jahren ein Netzwerk völkischer (Neonazi-)Familien angesiedelt. Zusammen werben sie für den Zuzug westdeutscher Neonazis in Ostdeutschland. Ihr Projekt genießt in der Szene hohes Ansehen. Obwohl sie ihr Netzwerk größer aussehen lassen als es ist, geht ihre Strategie in Teilen auf und die Siedler*innen werden zunehmend zu einer Gefahr.
Die neonazistische „Initiative Zusammenrücken in Mitteldeutschland“ will durch Ansiedlungen die "Volkssubstanz bewahren".

"Querdenker" - Selbstermächtigung, Staatsversagen und Radikalisierung
Am 7. November 2020 fand in Leipzig mit mehreren zehntausend Teilnehmenden eine der größten Versammlungen der Corona-Leugner-Szene statt und wurde zum Höhepunkt der von "Querdenken" angestrebten „Selbstermächtigung“. Zugleich offenbarte sich eine zunehmende Radikalisierung der Proteste und ein Versagen sächsischer Behörden im Umgang damit.
Am 7. November 2020 fand in Leipzig mit mehreren zehntausend Teilnehmenden eine der größten Versammlungen der Corona-Leugner-Szene statt und wurde zum Höhepunkt der von "Querdenken" angestrebten „Selbstermächtigung“.

„Die Rechte“
Die neonazistische Mini-Partei „Die Rechte“ wurde Ende Mai 2012 u.a. durch den Neonazi-Kader Christian Worch und einigen ehemaligen Mitglieder der inzwischen aufgelösten „Deutsche Volksunion“ (DVU) gegründet, die sich nicht mit der Fusion zwischen DVU und NPD im Mai 2012 abfinden wollten. Seitdem gilt „Die Rechte“ als eine relativ verbotssichere Alternative für AktivistInnen aus verbotenen Neonazi-Gruppierungen. Es bestehen Landesverbände in Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Brandenburg, Niedersachsen und Bayern. An dieser Stelle sollen die drei Landesverbände NRW, Sachsen und Thüringen vorgestellt werden.
Die neonazistische Mini-Partei „Die Rechte“ wurde Ende Mai 2012 u.a. durch den Neonazi-Kader Christian Worch und einigen ehemaligen Mitglieder der inzwischen aufgelösten „Deutsche Volksunion“ (DVU) gegründet, die sich nicht mit der Fusion zwischen DVU und NPD im Mai 2012 abfinden wollten.

Mit Gewalt ins Rathaus
Am 25. Mai 2014 griffen knapp 25 Neonazis, darunter nahezu alle Führungspersonen des NWDO, die Wahlparty der demokratischen Parteien im Rathaus an. Mit Faustschlägen, Pfefferspray und Flaschenwürfen versuchten sie, in das Gebäude einzudringen.

»Die Rechte« in NRW
Sammelbecken ehemaliger »Freier Kameradschaften«
Ende August 2012 verbot das Ministerium für Inneres und Kommunales in Nordrhein-Westfalen (NRW) drei der aktivsten Neonazi-Kameradschaften: den »Nationalen Widerstand Dortmund« (NWDO) um Dennis Giemsch, die »Kameradschaft Hamm« (KSH) um Sascha Krolzig und die »Kameradschaft Aachener Land« (KAL) um René Laube. Auf Betreiben der Dortmunder und Hammer Neonazis wurde daraufhin eine Reorganisierung in der Pfingsten 2012 – also bereits vor den Verboten – gegründeten (Möchtegern-)Partei »Die Rechte« (DR) um Christian Worch in Angriff genommen.
Ende August 2012 verbot das Ministerium für Inneres und Kommunales in Nordrhein-Westfalen (NRW) drei der aktivsten Neonazi-Kameradschaften: den »Nationalen Widerstand Dortmund« (NWDO) um Dennis Giemsch, die »Kameradschaft Hamm« (KSH) um Sascha Krolzig und die »Kameradschaft Aachener Land« (KAL) um René Laube.

Treffer, aber nicht versenkt
NRW-Kameradschaften KAL, NW Dortmund und KS Hamm verboten
Hans-Jochen Voß (64), NPD-Vorsitzender des Kreises Unna und der Stadt Hamm, ist geschockt. So geschockt, dass er sogar Winston Churchill zitiert: »Der ehemalige britische Premierminister [...] soll gesagt haben: ›Wenn es morgens um sechs an meiner Tür läutet, und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe‹. […] Aber Milch hatte der Besuch heute nicht dabei«, antwortete er auf einen Internetbericht von Christian Worch über die Razzien gegen drei Kameradschaften aus Nordrhein-Westfalen (NRW).
NRW-Kameradschaften KAL, NW Dortmund und KS Hamm verboten.
