(Symbolfoto: Christian Ditsch)
Braunzone | AIB 133 / 4.2021 | 21.04.2022

Antifeminismus in der Corona-Pandemie

Eine Betrachtung des „Querdenken“-Spektrums und klassischer AntifeministInnen1 zeigt, dass immer wieder teils zunächst willkürliche erscheinende Bezugnahmen beider Milieus aufeinander stattfinden. Gemeinsame ideologische Bezugspunkte lassen hierbei die Frage aufkommen, ob sich überhaupt (noch) von unterschiedlichen Milieus sprechen lässt.

Len Schmid und Rebekka Blum

Eine Betrachtung des „Querdenken“-Spektrums und klassischer AntifeministInnen zeigt, dass immer wieder teils zunächst willkürliche erscheinende Bezugnahmen beider Milieus aufeinander stattfinden.

  • 1. Wir nutzen im Artikel verschiedene geschlechtergerechte Sprachvarianten. Grundsätzlich nutzen wir den Unterstrich, um Personen jenseits der Zweigeschlechtlichkeit mit zu repräsentieren. Da Antifeminismus auf der Vorstellung der Zweigeschlechtlichkeit aufbaut, nutzen wir für AkteurInnen aus diesem Spektrum die zweigeschlechtliche Genderung mit Binnen-I. Dies bedeutet jedoch nicht, dass nicht auch Personen jenseits der Zweigeschlechtlichkeit AntifeministInnen oder extrem rechts sein können.
Der Vize-Bürgermeister von Tiftlingerode Christopher Koch (links) und der frühere NPD-Kandidat Boris Maier (rechts) in Couleur der „Germania Kassel“ auf dem Weg zum Stiftungsfest 2021.
NS-Szene | AIB 133 / 4.2021 | 20.04.2022

Die „Burschenschaft Germania Kassel“

Im Oktober 2021 haben wir eine Recherche-Broschüre gegen die „Burschenschaft Germania Kassel“ veröffentlicht. Die „Germania“ fällt zwar weder im Stadtgeschehen noch an der Universität besonders auf, doch einige ihrer aktiven und ehemaligen Mitglieder sind über die Burschenschaft hinaus oft in relevanten rechten Strukturen aktiv. Das Stiftungsfest 2021 der „Germania“ hat gezeigt: Die Einbindung in unterschiedliche Spektren der (extremen) Rechten besteht ungebrochen fort.

task - Antifa Kassel

Die „Germania“ fällt zwar weder im Stadtgeschehen noch an der Universität besonders auf, doch einige ihrer aktiven und ehemaligen Mitglieder sind über die Burschenschaft hinaus oft in relevanten rechten Strukturen aktiv.

Die Corona-Krise vereinigte verschiedene politische Akteure. (Symbolfoto: Paul Hanewacker)
Braunzone | AIB 133 / 4.2021 | 19.04.2022

Die Corana-Krise als Einstieg zum Ausstieg

Parallelgesellschaften, Gegenwelten und Monarchie: Die Corona-Krise als Schöpfer einer alternativen extremen Rechten nach französischem Vorbild.

Volkmar Wölk

Parallelgesellschaften, Gegenwelten und Monarchie: Die Corona-Krise als Schöpfer einer alternativen extremen Rechten nach französischem Vorbild.

AfD-Anhänger_innen am 29. August 2020 bei einem „Querdenken“-Aufmarsch in Berlin. (Foto: Paul Hanewacker)
Braunzone | AIB 133 / 4.2021 | 17.04.2022

AfD und Corona – Im Zweifel für die Bewegung

Als das SARS-CoV-2-Virus im Januar 2020 auch Deutschland erreicht und sich daraufhin bedrohlich schnell verbreitet, stellt das nicht nur Regierende, Gesundheitsämter und Verwaltungen auf eine harte Probe, sondern auch die AfD. Die Partei befindet sich in einer regelrechten Schockstarre. Öffentliche Erklärungen sind entweder rar oder wirken in der Rückschau geradezu grotesk.

Robert Fietzke

Als das SARS-CoV-2-Virus im Januar 2020 auch Deutschland erreicht und sich daraufhin bedrohlich schnell verbreitet, stellt das nicht nur Regierende, Gesundheitsämter und Verwaltungen auf eine harte Probe, sondern auch die AfD. Die Partei befindet sich in einer regelrechten Schockstarre.

(Foto: Public Domain via welt.de)
Geschichte | AIB 133 / 4.2021 | 12.04.2022

Der Anschlag von Bologna

Am 2. August 1980 explodierten zwei Koffer mit Bomben in einer Bahnhofswarte­halle und rissen vor allem Urlauber in den Tod. Bei dem Anschlag starben 85 Menschen, mehr als 200 wurden verletzt. Das Attentat von Bologna ist bis heute der schwerste Terroranschlag in Italien seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Explosion zerstörte einen Großteil des Hauptgebäudes und beschädigte den Zug Ancona-Chiasso, der auf Gleis 1 wartete. Das Dach des Wartesaals brach über den Fahrgästen zusammen, was die Zahl der Todesopfer massiv erhöhte. Die Stadt war auf eine solch massive Katastrophe nicht vorbereitet. Es standen nicht genügend Rettungswagen zur Verfügung, so dass Busse und Taxis zum Transport der Verletzten in die Krankenhäuser eingesetzt werden mussten. Die beschädigten Gebäudeteile wurden wiederaufgebaut, der Fußboden und ein tiefer Riss in der Wand wurden jedoch als Mahnmal an den Anschlag unverändert gelassen. Außerdem ist die Bahnhofsuhr seit damals auf 10.25 Uhr gestellt, der genauen Uhrzeit der Explosion.

Am 2. August 1980 explodierten zwei Koffer mit Bomben in einer Bahnhofswarte­halle und rissen vor allem Urlauber in den Tod. Bei dem neofaschistischen Anschlag starben 85 Menschen, mehr als 200 wurden verletzt. Das Attentat von Bologna ist bis heute der schwerste Terroranschlag in Italien seit dem Zweiten Weltkrieg.

(Foto: Public Domain via welt.de)

Das sogenannte Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen. Im August 1992 wurde das Wohnheim für vietnamesische Vertragsarbeiter*innen tagelang von einem rassistischen Mob belagert und angegriffen. (Foto: Christian Ditsch)
Rassismus | AIB 133 / 4.2021 | 08.04.2022

Antiasiatischer Rassismus und Corona

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Wuhan in China häufen sich Fälle antiasiatischen Rassismus und antiasiatischer Gewalt. Besonders in den USA, wo Donald Trump bereits vor Corona eine anti­chinesische Stimmung beförderte, sprachen viele von der „Kung Flu“, oder wie Trump selbst vom „China Virus“. Selbst Jon Stewart, eigentlich für seine eher linke Gesellschaftskritik bekannt, ist überzeugt, dass das Corona-Virus aus einem chinesischen Labor stammt.

Chao Chan

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Wuhan in China häufen sich Fälle antiasiatischen Rassismus und antiasiatischer Gewalt.

Repression | AIB 133 / 4.2021 | 08.04.2022

Verfolgungseifer und V-Mann-Phantasien in Hamburg

Zu einer Justizposse kam es im Herbst 2021 in Hamburg. Ein Antifaschist war vor dem Amtsgericht wegen eines Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz angeklagt worden.1

Zu einer Justizposse kam es im Herbst 2021 in Hamburg. Ein Antifaschist war vor dem Amtsgericht wegen eines Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz angeklagt worden.

  • 1. Siehe auch https://taz.de/Prozess-gegen-Hamburger- Antifa-Aktivist/!5797464/ und https://de.indymedia.org/node/151157
(Foto: Christian Ditsch)
Diskussion | AIB 133 / 4.2021 | 05.04.2022

Antifa 10 Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU

Am 4. November 2021 jährte sich zum 10. Mal die NSU-Selbstenttarnung. Für die Überlebenden und Angehörigen der Opfer der rassistischen Mord- und Anschlagsserie bedeutete der Tag die Gewissheit, dass die jahrelang erfahrenen Anschuldigungen der rassistischen Ermittlungen falsch waren und dagegen ihre Hinweise darauf, dass die TäterInnen Neonazis waren, zutrafen. Zum anderen kamen die Erfahrungen der Ignoranz, des institutionellen wie auch mörderischen Rassismus, die Traumata und der mühsam verdrängte Schmerz zurück.

Gastbeitrag von „Antifaschist*innen aus verschiedenen Städten“

Debatten Beitrag zum Thema: Wo stehen wir 10 Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU.

(Foto: Kancelaria Premiera; WOT; flickr.com, CC BY-NC-ND 2.0)
Rassismus | AIB 133 / 4.2021 | 02.04.2022

Polen: Leid und Sterben im Grenzstreifen

Es war eine Sprache der Entmenschlichung und aus ihr folgte eine ebensolche Politik: Von einer „hybriden Attacke“ hatten zuerst Polen, dann Deutschland und die EU gesprochen, als ab August 2021 zunehmend Geflüchtete über Belarus nach Europa kamen. In einem regelrechten nationalistischen Rausch schickte die konservative Regierungspartei PiS daraufhin eine fünfstellige Zahl Angehöriger des Militärs und der „Territorialverteidigung“ genannten Staats-Miliz an die Grenze.

Christian Jakob

Kriegsrhetorik gegen Geflüchtete an der polnischen Grenze zu Belarus.

(Foto: Kancelaria Premiera; CC BY-NC-ND 2.0)

Trotz der Bedeutung des Gremiums: Die Wahlen der Delegierten zum AfD-Konvent gehören nicht zu den Parteitagshighlights. Im Gegeteil, sie werden oft am Ende der Tagesordnung platziert und schnell durchgepeitscht. (Foto: Christian Ditsch)
Braunzone | AIB 133 / 4.2021 | 31.03.2022

Der Konvent der AfD

Ende Oktober 2021 fand die 30. Sitzung des Bundeskonvents der AfD in Suhl statt. Über dieses abseits der Parteitage höchste Entscheidungsgremium der AfD war bisher nur wenig bekannt. Ein Communiqué der „Autonomen Antifa Freiburg“ änderte dies.1

Autonome Antifa Freiburg

Ende Oktober 2021 fand die 30. Sitzung des Bundeskonvents der AfD in Suhl statt. Über dieses abseits der Parteitage höchste Entscheidungsgremium der AfD war bisher nur wenig bekannt. Ein Communiqué der „Autonomen Antifa Freiburg“ änderte dies.

  • 1. autonome-antifa.org: „Der Konvent der AfD -Communiqué vom 29.10.2021“

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