In der Fachzeitschrift „caliber“ (1/2020) präsentierte sich der Schießplatzbetreiber von „Baltic Shooters“ Frank Thiel (rechts).
NS-Szene | AIB 131 / 2.2021 | 02.09.2021

Nordkreuz – Leerstellen der offiziellen Erzählung

Seit knapp drei Jahren bringen journalistische Recherchen immer wieder neue Details über das rechte Nordkreuz-Netzwerk ans Licht. Das führt dazu, dass die öffentliche Erzählung immer unglaubwürdiger erscheint. Hier sollen vor allem drei Aspekte näher beleuchtet werden.

Seit knapp drei Jahren bringen journalistische Recherchen immer wieder neue Details über das rechte Nordkreuz-Netzwerk ans Licht. Das führt dazu, dass die öffentliche Erzählung immer unglaubwürdiger erscheint.

(Bild: Faksimile aus „caliber“ 1/2020)

Protest vor dem Berliner Amtsgericht Tiergarten. (Foto: kinkalitzken)
Repression | AIB 130 / 1.2021 | 31.08.2021

Feminism is not a crime!

Seit November 2020 finden vor dem Amtsgericht Berlin erste Verfahren gegen queer-feministische Aktivist:innen statt. Insgesamt sind 116 Personen angezeigt worden. Ihnen wird „Nötigung“ vorgeworfen, weil sie sich 2019 an einer Sitzblockade beteiligt haben sollen. Die Sitzblockade war Teil der Proteste gegen eine Veranstaltung von christlichen FundamentalistInnen und anderen AntifeministInnen.

Gastbeitrag vom Bündniss „What-The-Fuck?!“

Seit November 2020 finden vor dem Amtsgericht Berlin Verfahren gegen queer-feministische Aktivist:innen statt. Ihnen wird „Nötigung“ vorgeworfen, weil sie sich an einer Sitzblockade beteiligt haben sollen. Die Sitzblockade war Teil der Proteste gegen eine Veranstaltung von christlichen FundamentalistInnen und anderen AntifeministInnen.

(Foto: kinkalitzken)

Die schwedischen „Ökofaschisten“ der „Green Brigade“ posieren. (Foto: research.nu)
International | AIB 130 / 1.2021 | 30.08.2021

Schweden: "Green Brigade" – eine neonazistische Zelle scheitert

Ende Dezember 2020 wurden in Schweden zwei junge Männer wegen Brandstiftung in einem von „Ökofaschismus“ inspirierten Fall angeklagt. Ihre rechtsterroristischen Pläne scheiterten früh.

grävande antifascistiskt researchmagasin (garm) / research.nu

Ende Dezember 2020 wurden in Schweden zwei junge Männer wegen Brandstiftung in einem von „Ökofaschismus“ inspirierten Fall angeklagt. Ihre rechtsterroristischen Pläne scheiterten früh.

(Foto: research.nu)

Comedy-Duo Mundstuhl: Im Lachen über den „kanakischen“ Trottel vergewissert sich das Publikum seiner deutschen Identität und seines sozialen Vorsprungs. (Foto: flickr.com; Marco Maas; CC BY-NC 2.0)
Gesellschaft | AIB 130 / 1.2021 | 25.08.2021

Exkurs Sprache: „Kanake“ / „Kanakisch“

Das Verhältnis zwischen Einwanderern und Einheimischen lässt sich vielleicht am besten daran ablesen, wie die Gastgesellschaft auf die Versuche von Migranten reagiert sich der neuen Sprache zu bemächtigen. Es scheint, als sei die Sprache von Beginn an ein Schlachtfeld gewesen, auf dem sich migrantische Selbstbehauptung gegen rassistische Zuschreibungen stemmte. Diese sprachliche Flexibilität und Raffinesse werden im Kontext der HipHop-Kultur fortgesetzt und verfeinert bis zu dem Punkt, da sich das Verhältnis umkehrt und die deutschen Jugendlichen den Sprachspielen migrantischer Rap-Stars hinterherlaufen.

Murat Güngör und Hannes Loh

Das Verhältnis zwischen Einwanderern und Einheimischen lässt sich vielleicht am besten daran ablesen, wie die Gastgesellschaft auf die Versuche von Migranten reagiert sich der neuen Sprache zu bemächtigen.

(Foto: Marco Maas; CC BY-NC 2.0)

(Bild: Screenshot twitter)
Antifa | AIB 130 / 1.2021 | 23.08.2021

25 Jahre rassistischer Brandanschlag Lübeck

Die Ereignisse der Nacht vom 18. Januar 1996 sind Teil unserer Geschichte. Eine Geschichte der Betroffenheit, des Nicht-Glaubenkönnens und des Widersprechens. Eine Geschichte des Gedenkens und des Anklagens. Und wir begreifen den Anschlag, die rassistischen Verhältnisse und alles, was daraufhin geschah, als einen politischen Prozess, dem wir uns als Antifaschisten*innen angenommen haben.“ (Hafenstraße’96: 2020)

Gastbeitrag der Initiative Hafenstraße ’96

Die Ereignisse der Nacht vom 18. Januar 1996 sind Teil unserer Geschichte. Eine Geschichte der Betroffenheit, des Nicht-Glaubenkönnens und des Widersprechens. Eine Geschichte des Gedenkens und des Anklagens. Und wir begreifen den Anschlag, die rassistischen Verhältnisse und alles, was daraufhin geschah, als einen politischen Prozess, dem wir uns als Antifaschisten*innen angenommen haben.“ (Hafenstraße’96: 2020)

(Bild: Screenshot twitter)

(Bild: Screenshot YouTube)
International | AIB 130 / 1.2021 | 17.08.2021

Die Situation in den USA nach der Stürmung des Kapitols

Ein Blick auf die politischen Entwicklungen in den Wochen nach der Stürmung des Kapitols.

Spencer Sunshine / Übersetzt von Frederik Fuß

Ein Blick auf die politischen Entwicklungen in den Wochen nach der Stürmung des Kapitols.

(Bild: Screenshot YouTube)

Der Autor und Musiker Kobito. (Foto: festival contre le racisme; flickr.com; CC BY-NC 2.0)
Gesellschaft | AIB 130 / 1.2021 | 16.08.2021

Deutschrap den Deutschen? Deutscher Nationalismus im Rap

2015 ist bis heute ein Jahr, dass bei vielen politisch interessierten Menschen Erinnerungen an eine aufgeheizte, politisch hoch polarisierte Stimmung weckt: Das Gerede von der viel beschworenen „Flüchtlingswelle“, die durch den eskalierenden Krieg in Syrien (der auch Jahre später nicht Frieden, sondern kriegerischem Normalzustand gewichen ist) ins Rollen kam, die großen Pegida-Demonstrationen, das Erstarken der AfD, unzählige Angriffe auf sogenannte Asylunterkünfte und Menschen, die nicht ins Bild der Mehrheitsgesellschaft passen. Eine retrospektiv fast schon albtraumhafte Stimmung für politisch fortschrittlich denkende Menschen – und für die Betroffenen dieser Aggression ganz ohne Frage um ein Vielfaches bedrückender und bedrohlicher. Überall schienen sogenannte „asylkritische“ Proteste aufzulodern, die nicht selten in handfeste Gewalt umschlugen, wenn nicht genug Polizei vor Ort war – oder die Polizist*innen nicht einschritten.

Kobito

2015 brachte das Künstler*innen-Kollektiv Ticktickboom, eine Broschüre über rechte Tendenzen und handfesten rechtsradikalen Rap, heraus: „Deutschrap den Deutschen? Deutscher Nationalismus im Rap – ein Zwischenstand“. Ein Rückblick von Kobito.

(Foto: festival contre le racisme; CC BY-NC 2.0)

Markus Mössle auf einer Querdenken Demonstration auf dem Ulmer Münsterplatz am 09.05.2020. (Foto: "Rechte Umtriebe Ulm")
NS-Szene | AIB 131 / 2.2021 | 10.08.2021

(R)echte Karrieren in Ulm?

In ihrer Jugend waren sie in Neonazi-Kameradschaften und Neonazi-Organisationen aktiv, bedrohten Antifaschist_innen, planten Anschläge oder verübten Überfälle, um Strukturen zu finanzieren. Dann verschwinden sie für einige Zeit von der Bildfläche. Jahre später tauchen nun zwei Neonazis der 1980er und 1990er Jahre in Ulm wieder auf.

Gruppe "Rechte Umtriebe Ulm"

In ihrer Jugend waren sie in Neonazi-Kameradschaften und Neonazi-Organisationen aktiv, bedrohten Antifaschist_innen, planten Anschläge oder verübten Überfälle, um Strukturen zu finanzieren. Dann verschwinden sie für einige Zeit von der Bildfläche. Jahre später tauchen nun zwei Neonazis der 1980er und 1990er Jahre in Ulm wieder auf.

„Man darf nichts mehr sagen“ Ästhetik: Video zu Cashmos Song „Alman“. (Bild: Screenshot YouTube)
Gesellschaft | AIB 130 / 1.2021 | 08.08.2021

Cashmo im Cashflow - Nationalismus ist immer noch die beste Promo

Ich wollte nur meine Geschichte erzählen“, gab Cashmo in einem Statement-Video1 einige Tage nach dem Release seines Songs „Alman”2 zu Protokoll. Aber eigentlich wollte er dann doch etwas Anderes. „Alman” beschreibt nämlich nicht Aachen oder den Ruhrpott oder wieso Cashmo eigentlich nicht LKW-Fahrer, Uniprofessor oder Logistikfachangestellter wurde. Das wäre vielleicht eine weniger brisante Geschichte geworden.

Autor:innen: AMGJ

Cashmo hat sich dafür entschieden, im Song "Alman" einen Skandal zu kreieren, der ihm mehr Klicks einbrachte als die meisten anderen seiner Musik-Videos. Gezeigt werden Menschen in „Alman“-T-Shirts, denen mit einem Kreuz der Mund verklebt wird.

(Bild: Screenshot YouTube)

  • 1. Statement-Video von Cashmo: https://youtu.be/U-yYl4KDurY (zuletzt aufgerufen am 20.03.21)
  • 2. Cashmo: Alman,https://youtu.be/FC7jEX7SeLU (zuletzt aufgerufen am 18.03.21)
NS-Innenminister Wilhelm Frick (vorne) besucht 1941 die Slowakei in Begleitung von Hans Globke (links dahinter) und Hanns Ludin. (Foto: Bundesarchiv; Bild 183-77013-0002 / CC-BY-SA 3.0)
Geschichte | AIB 130 / 1.2021 | 05.08.2021

Der NS-Täter Hans Globke und die Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU

Die Zeit des Nationalsozialismus gilt als einer der am besten erforschten Epochen der Deutschen Geschichte. Doch noch immer gibt es Aktenbestände die unter Verschluss liegen. „Was nicht in den Akten steht, ist nicht in der Welt“ bedeutet eben auch: wenn Akten auch über 80 Jahre nach Ende des „Dritten Reichs“ nicht vollständig freigegeben werden, bleibt das Wissen über deren Inhalt weiter unbekannt.

Die Zeit des Nationalsozialismus gilt als einer der am besten erforschten Epochen der Deutschen Geschichte. Doch noch immer gibt es Aktenbestände die unter Verschluss liegen.

(Foto: Bundesarchiv Bild 183-77013-0002; CC-BY-SA 3.0)

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