Die Westberliner Neonazis Oliver Schweigert (2.v.l.), Lutz Schillok (3.v.r.) und Reinhard Golibersuch (rechts).
NS-Szene | AIB 4 / 4.1988 | 18.12.1988

Westberlin: Mildes Urteil gegen FAP-Anhänger

Überfälle von neonazistischen Schlägern aus den Kreisen der „Freiheitlichen Deutsche Arbeiterpartei“ (FAP) auf Jugendliche sind seit einiger Zeit besonders aus dem Westberliner Süden, Lichtenrade und Marienfelde, bekannt geworden. Die lokalen Anführer Oliver Schweigert und Arne Kaupat sind dabei auch nun gerichtsbekannt geworden.

Überfälle von neonazistischen Schlägern aus den Kreisen der „Freiheitlichen Deutsche Arbeiterpartei“ (FAP) auf Jugendliche sind seit einiger Zeit besonders aus dem Westberliner Süden, Lichtenrade und Marienfelde, bekannt geworden.

NS-Szene | AIB 4 / 4.1988 | 17.12.1988

Rechte Westberliner Fans bei „Hertha Endsieg“

Berlin-Kreuzberg 7. Mai 1988: Eine Gruppe, größtenteils Skinheads, greift das "Blockschock" an. Es ist einer der wenigen Orte, wo noch gute Punk-, Ska- oder Heavy-Metal Konzerte in Westberlin stattfinden. Ungefähr eine dreiviertel Stunde dauert der erste Spuk, zehn Angreifer versuchen sich vergeblich mit Steinen und Flaschen am verbarrikadierten Tor, die anderen zwanzig, mit Latten und Eisenstangen bewaffnet, stehen in sicherer Entfernung, jederzeit fluchtbereit. Circa zwei Stunden später kommen einige wieder, werfen zwei Brandsätze in die Durchfahrt, einen in Richtung von Konzertbesuchern, die die Verfolgung aufgenommen haben und flüchten in zwei Autos Richtung Polizeikaserne Friesenstrasse, die zwei Minuten entfernt liegt.

Rechte Fan-Gruppen von Hertha BSC wie "Zyklon B" oder "Endsieg"  sind in Westberlin an politischen Angriffen der Neonazi-Szene beteiligt.
 

Die Zeitschrift der "Deutschen Burschenschaft". (Bild: Faksimile Titel der Ausgabe 2/1988)
Braunzone | AIB 4 / 4.1988 | 17.12.1988

„Deutsche Burschenschaft“ in Westberlin

Vom 16. bis zum 19. Juni 1988 verschlug es die „Deutsche Burschenschaft“ (DB) nach Westberlin. Neben einem Veranstaltungsblock im Hotel Intercontinental, kündigten sie für den 17. Juni 1988 einen Aufmarsch zum Brandenburger Tor an. 150 AntifaschistInnen kamen zur Gegenkundgebung an der Philharmonie.

Vom 16. bis zum 19. Juni 1988 verschlug es die „Deutsche Burschenschaft“ (DB) nach Westberlin. Neben einem Veranstaltungsblock im Hotel Intercontinental, kündigten sie für den 17. Juni 1988 einen Aufmarsch zum Brandenburger Tor an. 150 AntifaschistInnen kamen zur Gegenkundgebung an der Philharmonie.

(Bild: Faksimile)

Der verstorbene frühere MSI-Führer Giorgio Almirante. (Bild: wikimedia.org; ItalianPeople.info)
NS-Szene | AIB 4 / 4.1988 | 14.12.1988

1988: Extreme Rechte in Europa

Neonazistische Aktionen in der DDR, Italien, Schweiz und der CSSR 1988.

(Bild: wikimedia.org; ItalianPeople.info)

(Foto: Christian Ditsch)
Rassismus | AIB 4 / 4.1988 | 14.12.1988

(Anti) Rassismus 1988

Rassismus, geplante Abschiebungen von Flüchtlingen und der Widerstand dagegen.

(Foto: Christian Ditsch)
Rassismus | AIB 4 / 4.1988 | 14.12.1988

Ein Gesetz gegen AusländerInnen?

Die Ausländergesetze gibt es, seit dem Frauen und Männer aus anderen Ländern in die BRD und nach Westberlin zum Arbeiten geholt werden. Damit sollte von vorneherein klargestellt werden, daß ausländische Menschen anderen Gesetzen unterliegen, daß für sie "Sondergesetze" nötig sind. AntirassistInnen lehnen das Ausländergesetz - in welcher Form auch immer – als eine Art rassistisches Sondergesetzt ab.

AntirassistInnen aus Westberlin

Die Ausländergesetze gibt es, seit dem Frauen und Männer aus anderen Ländern in die BRD und nach Westberlin zum Arbeiten geholt werden. Damit sollte von vorneherein klargestellt werden, daß ausländische Menschen anderen Gesetzen unterliegen, daß für sie "Sondergesetze" nötig sind.
 

AIB 5 | 5.1988

Schwerpunkt:
Die Judenpogrome der Nazis und die deutsche Industrie.

(nicht mehr lieferbar)

Der Westberliner REP-Kandidat Peter Bartsch (links) und der REP-Vorsitzende Franz Schönhuber.
Braunzone | AIB 4 / 4.1988 | 07.12.1988

Der Westberliner Landesparteitag der Republikaner

Am 20. August 1988 trafen sich Westberliner "Die Republikaner"-Mitglieder im ICC zu ihrer Delegierten Versammlung um einen Vorstand und eine Kandidatenliste zu wählen.

Am 20. August 1988 trafen sich Westberliner "Die Republikaner"-Mitglieder im ICC zu ihrer Delegierten Versammlung um einen Vorstand und eine Kandidatenliste zu wählen.
 

Der frühere Funktionär der CDU-Jugend in Tiergarten Heiko Luge (rechts) am Rande des DVU-Treffens. (Bild: Faksimile)
NS-Szene | AIB 4 / 4.1988 | 05.12.1988

Westberlin: Gründungsversammlung der „DVU-Liste D“

Wie wird eine Partei bewertet, deren Programm an das „25 Punkteprogramm“ der NSDAP angelehnt ist und es selber „24 Punkteprogramm“ nennt? Offenbar nicht als eine Nachfolgeorganisation. Solche Organisationen haben laut Alliierter Verordnung eigentlich ein Auftrittsverbot in der Westberliner Öffentlichkeit. Parteitage und -Werbung sind demnach ebenfalls verboten.

Der Senat und die „Ausstellungs-, Messe- und Kongressgesellschaft“ (AMK), in deren Vorstand zwei Senatsvertreter sitzen, nehmen dies nicht so genau. Trotz einstimmigem Beschluß des Abgeordnetenhauses vom Juli 1987 („Keine Räume für die DVU“), überließen sie der "Deutsche Volksunion e.V." (DVU)

Die REP-Veranstaltung vor dem Berliner Reichstag.
Repression | AIB 4 / 4.1988 | 05.12.1988

Prozesse gegen AntifaschistInnen in Westberlin

Am 14. Juli 1987 veranstalteten die ultra-rechte Partei „Die Republikaner“ (REPs) vor dem Berliner Reichstag ihre Auftaktveranstaltung für den Wahlkampf zu den Abgeordnetenhauswahlen Anfang 1989 in Westberlin unter dem Motto: „Trotz allem - Deutschland“. Die Versammlung wurde begleitet von einer massiven Gegenkundgebung von Antifaschisten und Antifaschistinnen, die die weitere Durchführung der Propagandaveranstaltung verhinderten. Im Rahmen dieser Verhinderung kam es zu Auseinandersetzungen, in deren Verlauf vier AntifaschistInnen festgenommen wurden.

Der erste Prozeß wegen Landfriedensbruch endete in erster Instanz mit Freispruch. Zu dem zweiten Prozeß kommt es, weil ein Neonazi aus den Kreisen der Neonazi-Partei „Nationalistische Front“ (NF) - dort für Fotos von „Linken“  zuständig - und ein mit ihm scheinbar in gewisser Weise gemeinsam agierender Zivilpolizist die drei AntifaschistInnen beschuldigen, eine gefährliche Körperverletzung und Widerstand begangen zu haben.

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