Der "Front National"-Vorsitzende Jean Marie Le Pen (Foto: wikimedia.org; Kenji-Baptiste OIKAWA; CC BY 3.0; GFDL Version 1.2)
International | AIB 4 / 4.1988 | 26.12.1988

Le Pens „Front National“ von Innen

Die französische Journalistin Anne Tristan hat ein halbes Jahr verdeckt als Mitglied der „Front National“ (FN) gearbeitet. Fünf Monate lang arbeitete sie als Sekretärin des FN-Verbandes im Norden von Marseille. Mit einem Stimmenanteil von circa 30 Prozent ist Marseille eine der Hochburgen von Jean-Marie Le Pen. Über ihre Erfahrungen unter Neonazis und AnhängerInnen Le Pens hat sie ein Buch veröffentlicht: „Von Innen“ („Au Front“). Das Interview stellte uns die englische antifaschistische Zeitung „Searchlight“ zur Verfügung. Aufgenommen wurde es kurz vor den französischen Präsidentschaftswahlen im April 1988.

Ein Interview mit Anne Tristan. Die französische Journalistin hat ein halbes Jahr verdeckt als Mitglied der „Front National“ (FN) gearbeitet.

(Foto: Kenji-Baptiste OIKAWA; CC BY 3.0)
 

(Bild: Faksimile aus "die tageszeitung" vom 9. Mai 1988)
NS-Szene | AIB 4 / 4.1988 | 26.12.1988

Westberlin Chronologie 1988

Hier wollen wir in chronologischer Form über Neonaziaktivitäten und antifaschistische (Gegen)Aktionen berichten. Um einen möglichst vollständigen Überblick geben zu können, bitten wir euch um Unterstützung. Wenn ihr z. B. Neonaziüberfälle beobachtet habt oder in euren Bezirken, an Schulen und in euren Betrieben verstärkt neonazistisches Propagandamaterial und Schmierereien auftauchen, schreibt uns eine kurze Notiz (wer/was/wann/wo) an unsere Kontaktadresse oder wendet euch an das antifaschistische Nottelefon.

Hier wollen wir in chronologischer Form über Neonaziaktivitäten und antifaschistische (Gegen)Aktionen berichten.

(Bild: Faksimile taz)
 

Rezensionen | AIB 4 / 4.1988 | 26.12.1988

Makler des Todes - Waffenhändler packen aus

Jürgen Roth

Auf 256 Seiten beschreibt Jürgen Roth die internationalen Verbindungen von Waffenhändlern und Regierungen. Die dort aufgeworfenen Fragen sind brisant: Wie und warum wurden durch das Bundeskriminalamt oder dem Militärischen Abschirmdienst (BKA & MAD) Aufträge an internationale Waffenhändler „ausgelagert“ und wie gestaltet sich eine Zusammenarbeit des Bundeskriminalamtes mit privaten „Anti-Terrorismus-Organisationen“?

(Bild: flickr.com,Aero Icarus; CC BY-SA 2.0)
Repression | AIB 4 / 4.1988 | 26.12.1988

Pan Am und Lufthansa - Zu Abschiebungen gezwungen ?

Die Beschäftigten der amerikanischen Fluggesellschaft „Pan American World Airways“ (Pan Am) in Westberlin wollen nicht mehr länger an Abschiebungen beteiligt sein. Wir berichteten, daß durch das Eingreifen von Pan Am-Angestellten, die einen Arzt herbeiriefen, die Abschiebung eines kurdischen Asylbewerbers verhindert wurde. Dem Pan Am-Betriebsratsvorsitzen und einem weiterem Beschäftigten wurden daraufhin für drei Monate die Sicherheitsausweise entzogen. Ausgelöst durch diese Ereignisse reichten die Pan Am-Angestellten Klage ein. In Frankfurt/M klagen Beschäftigte der Lufthansa ebenfalls um ihre Rechte. Die Klagen werden von der ÖTV – der Gewerkschaft öffentliche Dienste, Transport und Verkehr - unterstützt.

Die Beschäftigten der amerikanischen Fluggesellschaft „Pan American World Airways“ (Pan Am) in Westberlin wollen nicht mehr länger an Abschiebungen beteiligt sein.

(Bild: flickr.com,Aero Icarus; CC BY-SA 2.0)

(flickr.com; kellerabteil; CC BY-NC 2.0)
Rassismus | AIB 5 / 5.1988 | 26.12.1988

Von der „Ausländerzentralkartei“ zum „Ausländerzentralregister“

Das „Ausländerzentralregister“ ist die nahtlose Fortsetzung der „Ausländerzentralkartei“, die unter den Nationalsozialisten gegründet wurde. Insbesondere der Gestapo war ab 1939 die Führung einer Ausländerzentralkartei übertragen worden war, um Unterlagen über die in Deutschland lebenden Volksgruppen zu gewinnen.

Das „Ausländerzentralregister“ ist die nahtlose Fortsetzung der „Ausländerzentralkartei“, die unter den Nationalsozialisten gegründet wurde. Insbesondere der Gestapo war ab 1939 die Führung einer Ausländerzentralkartei übertragen worden war, um Unterlagen über die in Deutschland lebenden Volksgruppen zu gewinnen.

(flickr.com; kellerabteil; CC BY-NC 2.0)
 

Franz Schönhuber in einem REP-Fernseh-Werbe-Spot. (Bild: Screenshot YouTube)
Braunzone | AIB 4 / 4.1988 | 25.12.1988

Die Republikaner – Rechts, rechtsradikal oder Zeitgeist ?

Die aktuellen Entwicklung von der ultra-rechten Partei "Die Republikaner" (REP).

(Bild: Screenshot YouTube)

(Bild: Faksimile aus dem Buch "Der Multimillionär Frey und die DVU")
NS-Szene | AIB 4 / 4.1988 | 23.12.1988

"DVU - Liste D" auch in Hamburg

Im Juni 1988 hat die „DVU-Liste D“ einen Hamburger Landesverband gegründet. Hinter der neuen Rechts-Partei stecken die NPD und der Münchner Verleger Gerhard Frey.

Im Juni 1988 hat die „DVU-Liste D“ einen Hamburger Landesverband gegründet. Hinter der neuen Rechts-Partei stecken die NPD und der Münchner Verleger Gerhard Frey.

(Bild: Faksimile)
 

Der FAP-Kader Karl Polacek in einem Fernseh-Interview bei "Kennzeichen D". (Bild: Screenshot YouTube/ZDF)
Antifa | AIB 4 / 4.1988 | 23.12.1988

Göttingen: Antifaschistisches Bündnis in Aktion

Seit etwa einem halben Jahr arbeitet in Göttingen ein antifaschistisches Bündnis erfolgreich zusammen. Dort sind unter anderem die örtliche Autonome Antifa, der lokale Kreisschülerrat, die Grünen (Partei), der Allgemeine Studentenausschuss (AStA) und auch der DGB-Kreisverband zusammengeschlossen. Der anwachsende Terror der Neonazis im südniedersächsischen Raum hat ein breites Bündnis möglich und notwendig gemacht. Doch einige der „Kollegen“ im „Deutschen Gewerkschaftsbund“ (DGB) von der „Gewerkschaft der Polizei“ (GdP) und aus der sogenannten „Beton -SPD“ sehen die erfolgreiche Arbeit des Bündnisses gar nicht gern.

Seit etwa einem halben Jahr arbeitet in Göttingen ein antifaschistisches Bündnis erfolgreich zusammen. Dort sind unter anderem die örtliche Autonome Antifa, der lokale Kreisschülerrat, die Grünen (Partei), der Allgemeine Studentenausschuss (AStA) und auch der DGB-Kreisverband zusammengeschlossen.

(Bild: Screenshot YouTube/ZDF)

Die Westberliner Neonazis Oliver Schweigert (2.v.l.), Lutz Schillok (3.v.r.) und Reinhard Golibersuch (rechts).
NS-Szene | AIB 4 / 4.1988 | 18.12.1988

Westberlin: Mildes Urteil gegen FAP-Anhänger

Überfälle von neonazistischen Schlägern aus den Kreisen der „Freiheitlichen Deutsche Arbeiterpartei“ (FAP) auf Jugendliche sind seit einiger Zeit besonders aus dem Westberliner Süden, Lichtenrade und Marienfelde, bekannt geworden. Die lokalen Anführer Oliver Schweigert und Arne Kaupat sind dabei auch nun gerichtsbekannt geworden.

Überfälle von neonazistischen Schlägern aus den Kreisen der „Freiheitlichen Deutsche Arbeiterpartei“ (FAP) auf Jugendliche sind seit einiger Zeit besonders aus dem Westberliner Süden, Lichtenrade und Marienfelde, bekannt geworden.

NS-Szene | AIB 4 / 4.1988 | 17.12.1988

Rechte Westberliner Fans bei „Hertha Endsieg“

Berlin-Kreuzberg 7. Mai 1988: Eine Gruppe, größtenteils Skinheads, greift das "Blockschock" an. Es ist einer der wenigen Orte, wo noch gute Punk-, Ska- oder Heavy-Metal Konzerte in Westberlin stattfinden. Ungefähr eine dreiviertel Stunde dauert der erste Spuk, zehn Angreifer versuchen sich vergeblich mit Steinen und Flaschen am verbarrikadierten Tor, die anderen zwanzig, mit Latten und Eisenstangen bewaffnet, stehen in sicherer Entfernung, jederzeit fluchtbereit. Circa zwei Stunden später kommen einige wieder, werfen zwei Brandsätze in die Durchfahrt, einen in Richtung von Konzertbesuchern, die die Verfolgung aufgenommen haben und flüchten in zwei Autos Richtung Polizeikaserne Friesenstrasse, die zwei Minuten entfernt liegt.

Rechte Fan-Gruppen von Hertha BSC wie "Zyklon B" oder "Endsieg"  sind in Westberlin an politischen Angriffen der Neonazi-Szene beteiligt.
 

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