Jürgen Mosler in einem Wahlwerbe Spot der FAP. (Bild: Screenshot YouTube)
NS-Szene | AIB 3 / 1.1988 | 26.04.1988

Hausdurchsuchungen wegen ANS/NA Fortführung

Am Mittwoch, dem 2. März 1988, durchsuchte die Polizei an 61 Orten der BRD 92 Wohnungen. Laut Angaben der Polizei richteten sich diese Razzien gegen die Fortsetzungsorganisation der bereits 1983 verbotenen ANS/NA (Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten) von Michael Kühnen.

Am Mittwoch, dem 2. März 1988, durchsuchte die Polizei an 61 Orten der BRD 92 Wohnungen. Laut Angaben der Polizei richteten sich diese Razzien gegen die Fortsetzungsorganisation der bereits 1983 verbotenen ANS/NA (Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten) von Michael Kühnen.

(Bild: FAP-Wahlwerbung/Screenshot YouTube)
 

Aus einem Werbeprospekt der MUT. (Bild: Faksimile aus "Rechtsdruck" Dietz-Verlag)
Braunzone | AIB 3 / 1.1988 | 26.04.1988

Helmut Kohl rechtsaußen?

Wie u.a. die Wochenzeitung „Die Wahrheit“ (Wien) am 8. Februar 1988 berichtete veröffentlichte der Bundeskanzler Kohl seine politischen Ansichten in dem (extrem) rechten Blättchen „MUT“ ("Das Nationaleuropäische Magazin"). Deren Herausgeber Bernhard Christian Wintzek war in den 1970er Jahren als einer der Hauptinitiatoren der neonazistischen „Aktion Widerstand“ bekannt geworden und kandidierte bei der Bundestagswahl 1972 für die NPD.

Der Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) veröffentlicht seine politischen Ansichten in dem (extrem) rechten Blättchen „MUT“ ("Das Nationaleuropäische Magazin").

(Bild: Faksimile aus "Rechtsdruck" Dietz-Verlag/MUT-Prospekt)
 

Antifa | AIB 3 / 1.1988 | 25.04.1988

Antifaschismus & Antirassismus in Westberlin

Nach etwa drei Monaten habt ihr jetzt wieder ein Antifaschistisches Infoblatt (Westberlin) in den Händen. Euch erscheint vielleicht der zeitliche Abstand zwischen den Nummern zu groß. Durch ihn verliert ein Teil der Artikel seine Aktualität. Dennoch wollen bzw. vielmehr können wir das Antifaschistisches Infoblatt (AIB) nicht öfters erscheinen lassen. Das Antifaschistisches Infoblatt (AIB) wird von Aktiven aus verschiedenen Gruppen des antifaschistischen und antirassistischen Spektrums in Westberlin gemacht. Von Leuten, die auch in ihren Gruppen aktiv sind und nicht nur Zeitung machen wollen. Den Kopf des Titelblatts wollen wir für die nächsten Nummern beibehalten. Ihr habt sicherlich das rote Dreieck entdeckt: das Zeichen, das die politischen Gefangenen in Nazi-Deutschland tragen mußten. Wir möchten damit ausdrücken, daß wir uns in der Tradition dieses antifaschistischen Widerstandes verstehen. Gerade in Deutschland auch eine Tradition, die eine schwere Niederlage erlitten hat.

Die Themen in dieser AIB-Ausgabe sind wieder recht breit gestreut. Einen Schwerpunkt bildet der Antirassismus-Kongreß in Stockholm und die dort beschlossene (west-)europaweite Kampagne. Vertreter unserer Zeitschrift waren dort und haben zugesagt, in Westberlin diese Kampagne mitzutragen. Den Zeitpunkt für diese antirassistische Kampagne halten wir für sehr passend. An den Westberliner Schulen ist einiges in Bewegung gekommen, nachdem Neonazis massiver an bzw. vor den Schulen aufgetreten sind.

(Bild: Screenshot YouTube)
NS-Szene | AIB 3 / 1.1988 | 21.04.1988

Neonazi-Konzert in Kreuzberg verhindert

Ein geplantes Neonazi-Skinheadkonzert in Westberlin mit der Band "Kraft durch Froide" (KdF) konnte massiv behindert werden. Beteiligte AntifaschistInnen berichten von der Silvesternacht 1987/88.

Gastbeitrag von AntifaschistInnen aus Westberlin

Ein geplantes Neonazi-Skinheadkonzert in Westberlin mit der Band "Kraft durch Froide" (KdF) konnte massiv behindert werden.

(Bild: Screenshot YouTube)
 

Der Westberliner Neonazi Christian F. aus den Kreisen der NF verkehrt auch in Ostberlin.
NS-Szene | AIB 3 / 1.1988 | 16.04.1988

Neonazismus in Ostberlin

Durch den Überfall von etwa 40 rechten Skinheads auf die Ostberliner Zionskirche und ein Konzert von „Die Firma“ und „Element of Crime“ am 17. Oktober 1987 ist zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden, daß es in der Haupttstadt der DDR Neonazis gibt. Berichten aus Ostberlin zufolge waren sie von einer Feier des rechten Hooligan-Anführers (BFC Dynamo) Jens-Uwe Vogt in der Kneipe „Sputnik“ an der Greifswalder Straße gekommen. Einige der jugendlichen Neonazis, die am Überfall auf die Zionskirche beteiligt gewesen sind, waren am Nachmittag beim Fussball (1. FC Union gegen 1. FC Lokomotive Leipzig).

Durch den Überfall von etwa 40 rechten Skinheads auf die Ostberliner Zionskirche und ein Konzert von „Die Firma“ und „Element of Crime“ am 17. Oktober 1987 ist zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden, daß es in der Haupttstadt der DDR Neonazis gibt.
 

(Bild: flickr.com; vinnie bezoomny; CC BY-NC-ND 2.0)
Repression | AIB 3 / 1.1988 | 13.04.1988

Humangenetik als „anschlagsrelevantes Thema“?

Mit sogenannten „Gummiparagraphen“ und unbestimmten (Rechts)Begriffen haben sich staatliche Behörden Mittel und Wege geschaffen, um gegen politischen Widerstand vorgehen zu können. Ein solcher ist der Paragraph 129a (Mitgliedschaft, Unterstützung und Werbung für eine terroristische Vereinigung).Dieser Paragraph war ursprünglich geschaffen zur Bekämpfung „klassischer“ organisierter staatsfeindlicher sich als „revolutionär“ verstehender Gruppen, wie etwa der RAF, der "Bewegung 2. Juni" oder der RZ. Dieser §129a wurde jetzt ausgeweitet auf im „Bewegungsalltag“ - etwa der Ökologiebewegung - praktizierte Widerstandformen, wie z.B. Schienenblockaden, das sogenannte „Strommastkappen“, Zerstörung von Baumaschinen und auf vermeintliche „anschlagsrelevanten Themen“ wie der Gentechnologie. Durch den erweiterten Gummiparagraphen 129a sollen somit viele Widerstandsformen im Keim erstickt werden und Abschreckungseffekte erhöht werden.

Eine § 129a-Aktion des Bundeskriminalamt richtet sich gegen Frauen, die sich kritisch mit Gentechnologie / Reproduktionstechnologie / Bevölkerungspolitik beschäftigen, sowie Menschen die sich mit Asylpolitik und Flüchtlingsfragen beschäftigen.

(Bild: vinnie bezoomny; CC BY-NC-ND 2.0)

Der Westberliner Neonazi Oliver Schweigert in einem Fernsehbeitrag. (Bild: Screenshot YouTube)
NS-Szene | AIB 3 / 1.1988 | 13.04.1988

Die "Deutsche Jugend Initiative" in Westberlin

Die "Deutsche Jugendinitiave Berlin" (DJI) ist eine Gruppe von Neonazis, die auf Flugblättern gegen hier lebende AusländerInnen und EinwanderInnen hetzt. Sie behaupten „die Deutschen werden erbarmungslos beseitigt“ und die AusländerInnen seien etwa verantwortlich für die Verschmutzung der Flüsse und Seen. Sie bezeichnen einen Schwangerschaftsabbruch von (deutschen) Frauen als Mord am „Deutschen Volk“ und versuchen Angst vor einer „Überfremdung“ durch Nichtdeutsche zu schüren. Sie versuchen also genau die „deutschnationale Gefühle“ zu wecken, die der Welt in diesem Jahrhundert zwei Weltkriege mit Millionen Toten beschert haben.

Neonazis aus den Kreisen der Westberliner FAP und NF treten als DJI in Erscheinung.

(Bild: Screenshot YouTube)
 

(Bild: Ralf Manteufel; airliners.net; wikimedia; GFDL 1.2)
Rassismus | AIB 3 / 1.1988 | 11.04.1988

Betriebskämpfe bei Pan Am um die Abschiebepraxis in Berlin-Tegel

Im letzten Antifaschistischen Infoblatt (AIB) veröffentlichten wir eine Rede des Betriebsratsvorsitzenden von der Fluggesellschaft „Pan American“ (Pan Am) Helmut B. zu der Verhinderung einer Abschiebeaktion. Ende Februar 1988 berichtete Helmut B. auf einer Veranstaltung in einer Kirche in Berlin-Dahlem, welche Mißhandlungen sie bereits bei den gewaltsamen Abschiebungen miterlebt hatten. Am Flughafen Tegel gibt es einige Beschäftigte, die aus menschlicher Betroffenheit heraus nicht länger bereit sind, Handlanger zu sein und über diese Unmenschlichkeit zu schweigen.

Ende Februar 1988 berichtete ein Betriebsrat auf einer Veranstaltung in einer Kirche in Berlin-Dahlem, welche Mißhandlungen sie bereits bei den gewaltsamen Abschiebungen über den Berliner Flughafen Tegel miterlebt hatten.

(Bild: Ralf Manteufel; GFDL 1.2)
 

Westberliner REP-Anhänger bei einer Kundgebung.
Braunzone | AIB 3 / 1.1988 | 04.04.1988

„Republikaner“ in Westberlin

Die rechte Partei „Die Republikaner“ (REPs) des ehemaligen SS-Freiwilligen Franz Xaver Schönhuber, will zu den Abgeordnetenhauswahlen in West-Berlin 1989 kandidieren.

Die rechte Partei „Die Republikaner“ (REPs) des ehemaligen SS-Freiwilligen Franz Xaver Schönhuber, will zu den Abgeordnetenhauswahlen in West-Berlin 1989 kandidieren.
 

AIB 3 | 1.1988

Einheitliche Strategie der EG gegen Flüchtlinge

(nicht mehr lieferbar)

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