(Symbolbild. Foto: flickr.com; Dave Conner; CC BY 2.0)
Repression | AIB 6 / 1.1989 | 22.04.1989

Hamburg-Bergedorf – Neonaziterror und Repression

Im Hamburger Stadtteil Bergedorf, wo sich seit einigen Jahren der Terror neonazistischer Schlägertrupps enorm verstärkt hat, fand am 12. November 1988 eine antifaschistische Demonstration statt. An dieser Demonstration beteiligten sich 500 bis 600 Menschen - eine sehr hohe Zahl für Bergedorf.

Im Hamburger Stadtteil Bergedorf fand am 12. November 1988 eine antifaschistische Demonstration statt. Im Zuge dieser kam es zu Auseinandersetzungen mit Neonazis und Repression gegen Antifas.

(Symbolbild. Foto: flickr.com; Dave Conner; CC BY 2.0)
 

Der Lehrer Günter Reich macht im Oktober 1999 als Republikaner-Funktionär Wahlkampf in Berlin. (Foto Christian Ditsch)
Braunzone | AIB 6 / 1.1989 | 21.04.1989

Westberlin: Rassistische Stimmungsmacher als REPs in Rathäusern

Einige Personen aus der Führungsriege der ehemaligen „Bürgerinitiative Demokratie und Identität“ (BDI) halten Einzug in die Westberliner Rathäuser. Der rassistische Charakter dieser Bürgerinitiative wurde im Januar 1987 in einer von autonomen AntifaschistInnen erstellten Dokumentation1aufgezeigt. Mit rassistischer Propaganda und hinter einer "demokratischen Fassade" der 1980 gegründeten "BDI" starteten 1986 verschiedene rechte Aktivisten in Westberlin ihren Feldzug gegen AusländerInnen und Flüchtlinge.

Einige Personen aus der Führungsriege der ehemaligen „Bürgerinitiative Demokratie und Identität“ (BDI), halten Einzug in die Westberliner Rathäuser. Mit rassistischer Propaganda 1986 verschiedene rechte Aktivisten in Westberlin ihren Feldzug gegen AusländerInnen und Flüchtlinge.

  • 1. "BDI - Faschisten hinter demokratischer Fassade!"
Der FAP-Funktionär Siegfried Borchardt (vorne) bei einer Neonazi-Demonstration. (Foto: Christian Ditsch)
Repression | AIB 6 / 1.1989 | 21.04.1989

Dortmund - Angriffe auf AntifaschistInnen

Im Anschluß an eine antifaschistische Demonstration anläßlich des 56. Jahestages der Machtübergabe an die NSDAP im Januar 1989 kam es zu Angriffen von Neonazis aus den Kreisen der „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP) auf eine Gruppe abziehender DemonstrantInnen. In der Neonazi-Gruppe soll sich laut Augenzeugen-Berichten auch Siegfried Roland Borchardt (genannt „SS-Siggi“) befunden haben. Borchardt kandidierte 1984 für die FAP bei den Kommunalwahlen und war 1985 ihr Spitzenkandidat zur Landtagswahl. Die Polizei nutzte die Gelegenheit, um die AntifaschistInnen zu krimalisieren.

Im Anschluß an eine antifaschistische Demonstration kam es zu Angriffen von Neonazis aus den Kreisen der „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP) auf eine Gruppe abziehender DemonstrantInnen. Die Polizei nutzte die Gelegenheit, um die AntifaschistInnen zu krimalisieren.
 

Auch der FAP-Funktionär Siegfried Borchardt wollte zur DVU Veranstaltung. Hier links im Bild bei einer Neonazi-Demonstration.
Antifa | AIB 6 / 1.1989 | 19.04.1989

Schwelm: Blockade gegen die DVU

Rund 4000 AntifaschistInnen verhinderten am 22. Januar 1989 eine Versammlung der neonazistischen „Deutschen Volksunion" (DVU) in  Schwelm (Nordrhein Westfalen). Aufgerufen hatte ein breites Bündnis von Gewerkschaften bis zu den autonomen AntifaschistInnen.

Rund 4000 AntifaschistInnen verhinderten am 22. Januar 1989 eine Versammlung der neonazistischen „Deutschen Volksunion" (DVU) in  Schwelm (Nordrhein Westfalen).

NS-Szene | AIB 6 / 1.1989 | 19.04.1989

Rechte Fanzines international

Eine internationale Vernetzung der Neonazi-Skinhead-Szene findet auch über sog. Fanzines statt.

Eine internationale Vernetzung der Neonazi-Skinhead-Szene findet auch über sog. Fanzines statt.
 

Antifa | AIB 6 / 1.1989 | 18.04.1989

Westberlin: Proteste gegen REPs im ICC

Die Wahlkampfveranstaltung der „Republikaner“ (REPs) im "Internationalen Congress Centrum" (ICC) fand mit etwa 700 Rechten statt.1 Während vor dem ICC die Spitze der antifaschistischen Demonstration gegen die "Republikaner" (REP) ankam, betraten auch einige AntifaschistInnen die ICC Hallen.

Westberliner Antifas

Bericht von den antifaschistischen Protesten gegen die REPs am 18. Januar 1989 im ICC.

  • 1. Die Veranstaltung mit Franz Schönhuber war von der Berliner REP-Führung um Bernhard Andres und Alexandra Kliche organisiert worden.
Repression | AIB 6 / 1.1989 | 18.04.1989

Westberlin: Polizei-Einsatz gegen Anti-REP-Proteste

Die Wahlkampfveranstaltung der Berliner „Die Republikaner“ (REPs) am 18. Januar 1989 im "Internationalen Congress Centrum" mit REP-Chef Franz Schönhuber als Hauptredner zog etwa 700 Personen an. Über 8.000 Menschen kamen zu der Demonstration gegen die Veranstaltung der REPs. Für viele war die rassistische Hetze der REPs ein Alarmsignal: Alte Nazis, Rechte, Rassisten und und neue Nazis wollen sich in Westberlin breitmachen. Die zahlreichen Gruppen und Organisationen, die zu der Demonstration aufgerufen hatten, konnten mit der Mobilisierung zufrieden sein. Die Stimmung war gut. Nur Fahnen und Transparente ermöglichten einen Überblick über die Menschen die gekommen waren: Autonome, AusländerInnen, StudentInnen und eine große Zahl von SchülerInnen, MitgliederInnen aus verschiedenen Einzelgewerkschaften, der SEW, der AL, der SPD und viele andere organisierte und unorganisierte AntifaschistInnen.

Bericht von den antifaschistischen Protesten gegen die REPs am 18. Januar 1989 am ICC.

Der REP-Landesvorsitzender Bernhard Andres tritt in dem REP-Fensehspot auf.
Braunzone | AIB 6 / 1.1989 | 18.04.1989

Berlin: Wahlwerbefilm der Republikaner in der Analyse

Wir wollen hier mit einer kurzen Analyse des Berliner REP-Wahlkampfspots aufzeigen, wie die REP-Propaganda wirkt.

Wir wollen hier mit einer kurzen Analyse des Berliner REP-Wahlkampfspots aufzeigen, wie die REP-Propaganda wirkt.
 

Joe Pearce brachte als jugendlicher NF-Aktivist das Heft "Bulldog" heraus. (Foto: Peter Mottola; via Wikimedia Commons)
International | AIB 6 / 1.1989 | 18.04.1989

England: Leeds United against Racism and Fascism

Seit Jahren ist das Leeds United1 Stadion bekannt als eine Hochburg von Neonazis. In der Nordenglischen Stadt ist es AntifaschistInnen gelungen, den Einfluß der neonazistischen Organisationen "National Front" (NF) und der "British National Party" (BNP) im Fußballstadion massiv zu bekämpfen. Ende Oktober 1988 waren circa 20 Tausend Fußballanhänger im Stadion zu sehen, die die Anstecker "Leeds United against Rascism and Fascism" trugen. Das ist das Ergebnis einer zweijährigen Kampagne der Leeds-Anti-Fascist-Action und des örtlichen Gewerkschaftsverbandes TUC (Trades Union Congress). Die Antifaschistische Kampagne gegen die rassistisch und neonazistisch motivierte Gewalt in den Stadien läuft auch in mehreren anderen Städten in Nordengland.

In der Nordenglischen Stadt ist es AntifaschistInnen gelungen, den Einfluß der neonazistischen Organisationen "National Front" (NF) und der "British National Party" (BNP) im Fußballstadion massiv zu bekämpfen.

(Foto: Peter Mottola; Wikimedia)

  • 1. Anmerkung AIB: Leeds United (offiziell: Leeds United Association Football Club) – auch bekannt als The Whites (Die Weißen), The Peacocks (Die Pfauen) oder einfach nur United – ist ein professioneller Fußballverein aus der nordenglischen Stadt Leeds, die in der Grafschaft West Yorkshire liegt.
(Bild: Screenshot YouTube; Tagesschau)
Rassismus | AIB 6 / 1.1989 | 16.04.1989

Aussiedler - Opfer des Rassismus

Eine Aufgabe von nationalem Rang, die alle in gleicher Weise ideell und materiell verpflichtet, machte Kanzler Helmut Kohl (CDU) aus. Minister Hans-Dietrich Genscher (FDP) kennt nur noch Deutsche. In der Bild am Sonntag ruft er Gewerkschaften und Arbeitgeber, Kirchen, Jugendorganisationen, Parteien und Vereine zu einer großen nationalen Anstrengung auf. Man wird es schon erraten haben, es geht um die Aussiedler. Was sind die Hintergründe dieser Einwanderung in die BRD? Welche Interessen verfolgen Staat und Unternehmer mit der Aufnahme der Aussiedler? Lassen wir zunächst einmal das nationalistische Propagandagerassel beiseite und werfen einen nüchternen Blick auf die Tatsachen.

Gastbeitrag: „Darmstädter Initiative gegen Rassismus“

Trotz einer Kampagne der Bundesregierung ist die Aufnahme der Aussiedler in der BRD alles andere als herzlich. Die Aussiedler werden so ein Opfer der rassistischen Propaganda von Staat und Parteien, die jahrelang der Bevölkerung einzuhämmern versuchte, es lebten zu viele Fremde in der BRD.

(Bild: Screenshot YouTube/Tagesschau)

 

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