International | AIB 10 / 1.1990 | 02.04.1990

Schweiz: Neonazis greifen Flüchtlinge an

Die Schweiz ist mit einer wachsenden Welle von Neonazi-Gewalt gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte konfrontiert. Es gab Angriffe gegen Häuser von Flüchtlingen in Beckenried und dem Kanton Zug, die Presse vermeldete auch noch einen Neonazi-Überfall auf ein Flüchtlingsheim in Zürich. Bei diesem letzten Angriff wurde einige von den mit Stahlknüppeln ausgerüsteten Angreifern schwer verletzt.

Die Schweiz ist mit einer wachsenden Welle der Gewalt, ausgeübt von Neonazis, hauptsächlich gegen Flüchtlingsheime konfrontiert. Es gab Angriffe gegen Häuser von Flüchtlingen in Beckenried, dem Kanton Zug und in Zürich. Bei diesem letzten Angriff wurde einige von den mit Stahlknüppeln ausgerüsteten Angreifern schwer verletzt.
 

(Foto: flickr.com; Paval Hadzinski; CC BY-NC-ND 2.0)
Repression | AIB 10 / 1.1990 | 01.04.1990

Bremen – Polizeiaktion im Zwielicht

Am Abend des 19. November 1989 kam es in Bremen nach einer Diskussion unter Jugendlichen über den Tod der 24-jährigen Kornelia „Conny“ Wessmann, die zwei Tage zuvor durch einen Polizeieinsatz gegen AntifaschistInnen in Göttingen ums Leben kam, zu einer spontanen und unfriedlichen Demonstration. Direkt nach dieser Demonstration, die von circa 50 Leuten durch die Innenstadt geführt wurde, gab es einen massiven Polizeieinsatz.

Am 19. November 1989 kam es in Bremen nach einer einer spontanen und unfriedlichen Demonstration anläßlich des Todes von Kornelia „Conny“ Wessmann, die zwei Tage zuvor durch einen Polizeieinsatz gegen AntifaschistInnen in Göttingen ums Leben kam. Direkt nach dieser Demonstration gab es einen massiven Polizeieinsatz.

(Foto: Paval Hadzinski; CC BY-NC-ND 2.0)
 

AIB 10 | 1.1990

(nicht mehr lieferbar)

Auch in der Neonazi-Zeitschrift "Nation Europa" wurde das Zusammentreffen von Wigbbert Grabert mit Helmut Kohl auf der Buchmesse gefeiert. (Foto: Faksimile "Nation Europa", 35 Jahrgang, November 1985, Coburg)
Braunzone | AIB 5 / 5.1988 | 28.01.1990

Braune Bücher auf der Frankfurter Buchmesse

Mehr als 220.000 Interessierte besuchten vom 5. bis 10. Oktober 1988 die 40. Buchmesse in Frankfurt/Main. 8.000 Austeller zeigten rund 340.000 Titel. Doch unter den vielen neuen Büchern waren auch einige mit „altem Geist“.

Johannes Bollmer

Mehr als 220.000 Interessierte besuchten vom 5. bis 10. Oktober 1988 die 40. Buchmesse in Frankfurt/Main. 8.000 Austeller zeigten rund 340.000 Titel. Rechte und neonazistische Publizisten versuchen seit einiger Zeit die Frankfurter Buchmesse für sich zu nutzen.

(Bild: Faksimile aus "Nation Europa")
 

Der Berliner Jurist Carsten Pagel will neuer REP Chef in Berlin werden.
Braunzone | AIB 9 / 3.1989 | 30.12.1989

Machtkämpfe bei den REPs in Westberlin

Im Oktober 1998 wird es wieder einen Landesparteitag der Westberliner REPs geben. Von den ursprünglich elf  REP-Abgeordneten sind nur noch neun für die Fraktion tätig und der Landesverband braucht einen neuen Führer. Der parteiintern als eine Art „Diktator“ betitelte Bernhard Andres war nach langem Hin und Her vom Bundesvorsitzenden Schönhuber entmachtet worden.

Im Oktober 1998 wird es wieder einen Landesparteitag der Westberliner REPs geben. Von den ursprünglich elf  REP-Abgeordneten sind nur noch neun für die Fraktion tätig und der Landesverband braucht einen neuen Führer. Der parteiintern als eine Art „Diktator“ betitelte Bernhard Andres war nach langem Hin und Her vom Bundesvorsitzenden Schönhuber entmachtet worden.

Der REP-Vorsitzende Franz Schönhuber (links) bei einer REP-Veranstaltung in Westberlin.
Braunzone | AIB 9 / 3.1989 | 27.12.1989

„Die Republikaner“ 1989: Geld & Intellektualisierung ?

Rechtzeitig vor dem Empfang einer 16,5 Millionen D-Mark Wahlkampfkostenerstattung aus dem Europawahlkampf, waren die Ermittlungsverfahren gegen den Parteichef Franz Schönhuber wegen Betrugsverdachts und Veruntreuung der Kostenerstattung aus dem bayerischen Landtagswahlkampf (1986) eingestellt worden. Die volle Parteikasse dürfte eine Stärkung der rechten Parteiorganisation bedeuten. Nicht nur der Ausbau des Parteiapparats, der Landesverbände, des Bundesverbandes und der Umzug der Parteizentrale nach Bonn wurde durch die Millionenspritze beflügelt.

Der Empfang einer 16,5 Millionen D-Mark Wahlkampfkostenerstattung aus dem Europawahlkampf dürfte eine Stärkung der REP-Parteiorganisation bedeuten. Eine Reihe von rechten Vordenkern hat sich für eine "Intellektualisierung" der REPs in die Pflicht nehmen lassen.

Aktivisten der "Wiking Jugend". (Symbolbild)
NS-Szene | AIB 9 / 3.1989 | 19.12.1989

Wiking-Jugend-Feier an den Externsteinen

Am 17. Juni 1989 traf sich die neonazistische „Wiking Jugend“ (WJ) bei den Externsteinen im Teuteburger Wald bei Horn/Bad Meinberg in der Nähe von Detmold zu ihrer traditionellen „Sonnenwendfeier“.

Am 17. Juni 1989 traf sich die neonazistische „Wiking Jugend“ (WJ) bei den Externsteinen im Teuteburger Wald bei Horn/Bad Meinberg in der Nähe von Detmold zu ihrer traditionellen „Sonnenwendfeier“.
 

Karl-Heinz Hoffmanns Festnahme in den Nachrichten. (Bild: Screenshot YouTube)
NS-Szene | AIB 9 / 3.1989 | 19.12.1989

WSG-Führer Hoffmann freigelassen

Sechs Jahre (von 1974 - bis zum Verbot 1980) konnte die neonazistische Hoffmann-Truppe "Wehrsportgruppe Hoffmann"- unbehelligt von der bayrischen Justiz und Landesregierung - ihre Wehrsport-Manöver abhalten. Am Schluß zählte die Truppe an die 500 Mitglieder. Die meisten sind auch heute noch aktiv. Vertreter der Landesregierung und die WSG-Hoffmann trafen in Bayern politisch oft denselben Ton: "Was wir in diesem Lande brauchen. Ist der mutige Bürger, der die Ratten dorthin jagt, wo jetzt sie hingehören - in ihre Löcher (…) Am Ende unserer Generation darf es keine Kommunisten mehr geben." (Franz Josef Strauß)1 und „Legt sie um, die roten Säue, macht sie nieder Mann für Mann, kriechen aus den Löchern neue, keine Angst, auch sie sind dran" (WSG-Hoffmann).2

Ende Juli 1989 wurde der Chef und Gründer der „Wehrsportgruppe (WSG-) Hoffmann“ vorzeitig aus der Haft entlassen. 1986 war Hoffmann wegen Geldfälschung, Waffenbesitz, Freiheitsberaubung und Mißhandlungen (an seinen eigenen Leuten) zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden, die Reststrafe wurde auf Bewährung ausgesetzt.

(Bild: Screenshot YouTube)
 

  • 1. Vgl. DIE WELT 23. September 1974, DER SPIEGEL 1/1988
  • 2. Vgl. „Wehrsportgruppe Hoffmann“: Kein Märchen vom bösen Wolf  - Hatte der Rechtsterrorist Gundolf Köhler Hintermänner? Die Zeit, 3. Oktober 1980
Der hessische FAP Aktivist Heinz Reisz (mitte) I Foto: C.N.
NS-Szene | AIB 9 / 3.1989 | 15.12.1989

Neonazi-Treffpunkt in Frankfurt-Höchst

AntifaschistInnen demonstrierten am 14. Juli 1989 gegen einen Treffpunkt der neonazistischen Organisation „Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei“ (FAP) in Frankfurt-Höchst.

AntifaschistInnen demonstrierten am 14. Juli 1989 gegen einen Treffpunkt der neonazistischen Organisation „Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei“ (FAP) in Frankfurt-Höchst.
 

RechtsRock Konzert mit Neonazi-Skinheads (Symbolbild)
NS-Szene | AIB 9 / 3.1989 | 13.12.1989

Konzerte für Neonazi-Skinheads

Im Jahr 1989 kam es zu einer Reihe von Live-Konzerten mit rechten Skinhead-Bands in Deutschland.

Im Jahr 1989 kam es zu einer Reihe von Live-Konzerten mit rechten Skinhead-Bands in Deutschland.
 

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