In der Mitte mit Braunhemd der "Deutsche Alternative" Funktionär Michael Thiel. (Foto: C.N.)
NS-Szene | AIB 10 / 1.1990 | 21.04.1990

Neubeginn mit der Deutschen Alternative ?

Eine neue Partei ist auf den Markt neonazistischer Organisationen geworfen worden. Sie nennt sich „Deutsche Alternative“ (DA) und versteht als „reichsweite“ Partei mit Sektionen in der DDR und der BRD. Die Neonazi-Szene ist gegenwärtig von Krisen und Neugründungen geprägt.

Eine neue Partei ist auf den Markt neonazistischer Organisationen geworfen worden. Sie nennt sich „Deutsche Alternative“ (DA) und versteht als „reichsweite“ Partei mit Sektionen in der DDR und der BRD. Die Neonazi-Szene ist gegenwärtig von Krisen und Neugründungen geprägt.
 

Repression | AIB 10 / 1.1990 | 18.04.1990

Zur drohenden Ausweisung von Ralf Reinders

Die deutsche Frage spukt momentan in vielen Köpfen, auch in vielen „linken“ Köpfen, Deutschtümmelei und nationale Besoffenheit beherrschen die »öffentliche Meinung«. Umso mehr wird gegen jene vorgegangen, die sich mit Vergangenheit und Kontinuität dieser deutschen Geschichte nicht abfinden wollen. Es gab und gibt immer noch Menschen, für die gerade die bruchlosen Traditionen in diesem Land - wie auch dessen Zusammenarbeit mit anderen Regimen - Grund genug war und ist, für eine Änderung dieser Zustände zu kämpfen.

Der linke Aktivist Ralf Reinders soll nun nach dem Willen der Berliner Ausländerbehörde nach Beendigung seiner Haftzeit in die Niederlande abgeschoben werden.
 

Menschenmenge zu Silvester am Brandenburger Tor. (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0101-008 / Reiche, Hartmut / CC-BY-SA 3.0)
NS-Szene | AIB 10 / 1.1990 | 18.04.1990

Neonazis am Brandenburger Tor

Neonazis haben in der letzten Zeit immer wieder versucht aus dem Menschenrummel am Brandenburger Tor Kapital zu schlagen

Neonazis haben in der letzten Zeit immer wieder versucht aus dem Menschenrummel am Brandenburger Tor Kapital zu schlagen.

(Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0101-008 / Reiche, Hartmut / CC-BY-SA 3.0)
 

Antifa | AIB 10 / 1.1990 | 11.04.1990

Interview mit Antifas aus Ostberlin und Potsdam

Schon seit längerer Zeit arbeiten autonome und unabhängige antifaschistische Gruppen in der DDR. Sie haben schon zu der Zeit als das Ministerium für Staatssicherheit der DDR noch jeden verfolgte, der/die behauptete es gäbe Neonazis im Land, Öffentlichkeit hergestellt und Gegenwehr organisiert. In der letzten Zeit gründen sich überall in DDR neue Antifagruppen und fangen an sich gegen AusländerInnenfeindlichkeit, gegen Neonazis und gegen einen Ausverkauf der DDR (mit allen positiven Seiten) an den Westen zu organisieren. Über die gegenwärtige Situation haben wir mit zwei Leuten aus der Potsdamer (Jens) und der Ostberliner (Stefan) Antifa geredet.

Schon seit längerer Zeit arbeiten unabhängige antifaschistische Gruppen in der DDR. Über die gegenwärtige Situation haben wir mit zwei Leuten aus der Potsdamer und der Ostberliner Antifa geredet.
 

Der SPD-Bürgermeister Walter Momper diskutiert vor seinem Wahllokal in Berlin-Kreuzberg mit DemonstrantInnen für das kommunale Ausländerwahlrecht. (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-1202-010 / Settnik, Bernd / CC-BY-SA 3.0)
Rassismus | AIB 10 / 1.1990 | 10.04.1990

Zur AusländerInnenpolitik des Westberliner Senats

Eine neue Linie in der AusländerInnen- und Flüchtlingspolitik wollte der SPD/AL Senat nach der Wahl im Januar in Westberlin durchsetzen. Das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen diente als Grundlage für eine entsprechende Dienstanweisung vom 20. Juni 1989 an die Ausländerbehörde. Doch diese hatte keinen langen Bestand.

(Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-1202-010 / Settnik, Bernd / CC-BY-SA 3.0)

Repression | AIB 10 / 1.1990 | 09.04.1990

Göttingen: Conny von der Polizei in den Tod getrieben

Am Abend des 17. November 1989 wurde die 24-jährige Conny von der Polizei in Göttingen vor ein fahrendes Auto getrieben. Ihr Tod war auch das Resultat einer Treibjagd der Göttinger Polizei gegen AntifaschistInnen, die zusammengekommen waren, um Übergriffe von Neonazis in der Innenstadt zu verhindern. Nach den Lügen, die die Polizei verbreitete, um von ihrer Verantwortung am Tod Connys abzulenken, geht die Hetze gegen die autonomen AntifaschistInnen der Universitätsstadt weiter - von Polizei und Neonazis.

Göttingen: Die Antifaschistin Conny wurde von der Polizei in den Tod getrieben.
 

Der FAP-Funktionär Karl Polacek (links) mit Neonazi-Skinheads.
NS-Szene | AIB 10 / 1.1990 | 09.04.1990

Chronologie Neonazi-Gewalt in Göttingen 1989

Chronologie Neonazi-Gewalt in Göttingen 1989:

Chronologie Neonazi-Gewalt in Göttingen 1989:

Antifa | AIB 10 / 1.1990 | 05.04.1990

Antifaşist haber bülteni

Anfang Januar 1990 erschien die erste Ausgabe des „Antifaşist haber bülteni“ - fünfzehn Monate sind vergangen seit der letzten deutsch-türkischen Ausgabe des Antifaschistischen Infoblatt (AIB). Unsere Zeitung war von vornherein zweisprachig konzipiert, doch in der vergangenen Zeit konnten wir diesen Anspruch nicht mehr in die Praxis umsetzen.

Anfang Januar 1990 erschien die erste Ausgabe des „Antifaşist haber bülteni“ - fünfzehn Monate sind vergangen seit der letzten deutsch-türkischen Ausgabe des Antifaschistischen Infoblatt (AIB). Unsere Zeitung war von vornherein zweisprachig konzipiert, doch in der vergangenen Zeit konnten wir diesen Anspruch nicht mehr in die Praxis umsetzen.
 

Hans Janmaat von den "Centrum Democraten" in Holland. (Foto: Fotocollectie Nationaal Archief/Anefo/Rob Bogaerts; CC BY-SA 3.0 NL)
International | AIB 10 / 1.1990 | 03.04.1990

1989: Extreme Rechte in Westeuropa

Das Jahr 1989 hat mit einem vorher nicht für möglich gehaltenen Wahlerfolg der extrem rechten „Die Republikaner“ (REPs) in Westberlin begonnen und mit einem gestärkten „Front National“ in Frankreich geendet. Wie sieht es in den anderen Ländern Westeuropas aus?

Das Jahr 1989 hat mit einem vorher nicht für möglich gehaltenen Wahlerfolg der extrem rechten „Republikaner“ (REPs) in Westberlin begonnen und mit einem gestärkten „Front National“ in Frankreich geendet. Wie sieht es in den anderen Ländern Westeuropas aus?

(Foto: Fotocollectie Nationaal Archief/Anefo/Rob Bogaerts; CC BY-SA 3.0 NL)
 

Marie-France Stirbois gewann für den "Front National" den Wahlkampf in Dreux. (Foto: wikimedia; Novosti yu; CC BY-SA 3.0)
International | AIB 10 / 1.1990 | 03.04.1990

Frankreich: 61 Prozent für den „Front National“ in Dreux

Ein einschlagender Wahlerfolg der extrem rechten „Front National“ (FN) hat zur sofortigen Verschärfung der Einwanderungsgesetze durch die "sozialistische" französische Regierung geführt. Bei den Wahlen erreichte die FN - geführt von Jean-Marie Le Pen – 61 Prozent der Stimmen in dem Ort Dreux (Normandie) und 47 Prozent in Marseille.

Ein einschlagender Wahlerfolg der extrem rechten „Front National“ (FN) hat zur sofortigen Verschärfung der Einwanderungsgesetze durch die "sozialistische" französische Regierung geführt. Bei den Wahlen erreichte der FN - geführt von Jean-Marie Le Pen – 61 Prozent der Stimmen in dem Ort Dreux (Normandie) und 47 Prozent in Marseille.

(Foto: wikimedia; Novosti yu; CC BY-SA 3.0)

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