Antifa | AIB 131 / 2.2021 | 21.10.2021

Zur Geschichte migrantischer Selbstorganisierung – Teil II

Kanakoperaismo revisited - zur Geschichte migrantischer Selbstorganisierung – Teil II

Massimo Perinelli

Kanakoperaismo revisited - zur Geschichte migrantischer Selbstorganisierung – Teil II

AIB 132 | 3.2021

Die Bundeswehr-Reservisten Michael Reinert (links) und Heinz Kriegel (rechts) beim neonazistischen „Tag der nationalen Bewegung“ in Themar im Juni 2018. (Bild: Endstation Rechts)
NS-Szene | AIB 131 / 2.2021 | 17.10.2021

Neonazistische Umtriebe in der Reservistenkameradschaft „RK36“

Im Februar 2021 haben wir eine Recherche zu neonazistischen Umtrieben in der Reservistenkameradschaft „RK36“ Alt-­Bielefeld veröffentlicht. Seit mindestens 2005 sind Neonazis Teil der „RK36“ – in leitenden Positionen. Aufgrund unserer Veröffentlichung mussten der aktuelle Vorsitzende der „RK 36“ sowie ein früherer Vorsitzender aus der Reserve austreten. Die Reserve und der Miltärische Abschirmdienst (MAD) bemühen sich um eine stille Erledigung der Angelegenheit und äußern sich kaum. Wir fordern die Auflösung der „RK 36“.

Gastbeitrag des "Recherche Kollektiv Ostwestfalen"

Seit mindestens 2005 waren Neonazis Teil Reservistenkameradschaft „RK36“ Alt-­Bielefeld – zum Teil auch in leitenden Positionen.

Im Wohnmobill des NSU fand sich u.a. eine "Hekler&Koch"-Pistole.
NS-Szene | AIB 131 / 2.2021 | 07.10.2021

Die (unaufgeklärten) Wege der NSU-Waffen

Am 4. November 2011 endete die Geschichte der Zwickauer Terrorzelle vom „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU). An diesem Tag starben Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in einem Wohnmobil im Eisenacher Stadtteil Stregda. Kurz darauf ging die Wohnung in der Zwickauer Frühlingsstraße, in der die beiden mit ihrer Komplizin Beate Zschäpe lebten, in Flammen auf. Zschäpe stellte sich wenige Tage später den Behörden, 2018 wurde sie zu lebenslanger Haft verurteilt. Ob das Urteil Bestand haben wird, entscheidet sich im August 2021.1

Andreas Förster

Hätten die Ermittler die Spur der Waffen, die man beim NSU-Trio fand, konsequent zurückverfolgt, wären sie vielleicht auf weitere Mitglieder und aktive Unterstützer des NSU gestoßen, die seit Jahren im Verborgenen für die Bewaffnung rechter Terrorzellen sorgen.

  • 1. Nachtrag: Mit zwei Beschlüssen vom 12. August 2021 verwarf der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofes die Revisionen der Angeklagten Zschäpe, Wohlleben und Gerlach. Beate Zschäpe erhielt geringfügige Änderung des Schuldspruchs. So sei sie als Mittäterin im Fall der Morde vom 4. und 6. April 2006 in Dortmund und Kassel nicht des Mordes in zwei Fällen, sondern zweier tateinheitlicher Fälle des Mordes schuldig sowie im Fall Überfall auf einen Supermarkt in Chemnitz am 18. Dezember 1998 des versuchten Mordes in Tateinheit mit besonders schwerer räuberischer Erpressung und mit versuchter räuberischer Erpressung (nicht: versuchten Raubes) mit Todesfolge.
SDS-Gründer Conrad Dixon (rechts) und andere "Spycops" im Jahr 1968.
Repression | AIB 131 / 2.2021 | 03.10.2021

Politisch motivierte Polizeispionage

Staatliche Repressionsmaßnahmen unter dem Einsatz von Undercover-Polizisten werden auch zehn Jahre nach der Enttarnung des britischen „Spycops“ Mark Kennedy noch weiter aufgedeckt.

Gastbeitrag von Jason Kirkpatrick

Staatliche Repressionsmaßnahmen unter dem Einsatz von Undercover-Polizisten werden auch zehn Jahre nach der Enttarnung des britischen „Spycops“ Mark Kennedy noch weiter aufgedeckt.

Giuseppe Inguaggito, Präsident der SoOG Division Bayern, (links) und der Angeklagte Frank Holl, Sergeant at Arms der SoOG Division Bayern, (rechts) beim Interview mit "Patrioten-TV". (Bild: Screenshot vimeo)
NS-Szene | AIB 131 / 2.2021 | 30.09.2021

Bruderschaften als rechte Terrorbasis?

Aktuell steht die Neonazi-Vereinigung "Gruppe Somogyi" wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung vor Gericht. Deren Planungen zielten unter anderem darauf ab, Anschläge auf Moscheen zu begehen und dort Anwesende zu töten oder schwer zu verletzen. Mittlerweile steht fest, das rechte "Bruderschaften" und "Bürgerwehren" in diesem Kontext ein Rekrutierungsfeld für den geplanten Neonazi-Terror waren.

Aktuell steht die Neonazi-Vereinigung "Gruppe Somogyi" wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung vor Gericht. Deren Planungen zielten unter anderem darauf ab, Anschläge auf Moscheen zu begehen. Mittlerweile steht fest, das rechte "Bruderschaften" und "Bürgerwehren" ein Rekrutierungsfeld für den geplanten Neonazi-Terror waren.

(Bild: Screenshot vimeo)

Giorgos Tsakanikas trainierte den Mörder des linken Rappers Pavlos Fyssas („KillahP“).
International | AIB 131 / 2.2021 | 24.09.2021

Griechenland: Nach der Morgendämmerung kommt die dunkle Realität

Für die Orthodoxie und Griechenland ist jedes Opfer wert“, rief das verurteilte ehemalige Mitglied der Neonazi-Partei „Goldene Morgenröte“ (Chrysi Avgi, Χρυσή Αυγή) Ioannis Lagos, als er Mitte Mai 2021 von Brüssel nach Athen ausgeliefert wurde. Nach einem Marathonprozess hatte ein Athener Gericht im Oktober 2020 entschieden, dass die extrem rechte Partei eine kriminelle Organisation ist (vgl. AIB Nr. 129). Fast sechs Jahre lang standen deren Führung, Mitglieder und einige Unterstützer wegen Mordes, versuchten Mordes, gewalttätiger Angriffe, Brandstiftung, Waffenbesitzes und Führung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor Gericht. Die meisten der 69 Angeklagten wurden für schuldig befunden, aber die gegen sie verhängten Strafen waren so gering wie möglich. Griechische Medien bezeichneten das Ende des Prozesses als „das Ende der Goldenen Morgenröte“. Aber ist es das wirklich?

Katja Lihtenvalner

Auch nach dem historischen Prozess gegen die „Goldene Morgenröte“ verbreiten deren Anhänger weiterhin ihre rassistische und hasserfüllte Propaganda.

Am Tatort des Neonazi-Überfalls von Antifaschist*innen aufgestellte Banner.
NS-Szene | AIB 131 / 2.2021 | 18.09.2021

Neonazi Überfall in Fretterode: Drei Jahre ohne Konsequenzen

Im April 2018 griffen die beiden Neonazis Gianluca Bruno und Nordulf Heise zwei Göttinger Journalisten an und verletzten sie schwer. Erst nach über drei Jahren begann ein Prozess deswegen. Die Angeklagten waren weiterhin aktiv, einer von ihnen inzwischen in der Schweiz.

Gastbeitrag der Kampagne "Tatort Fretterode"

Im April 2018 griffen die beiden Neonazis Gianluca Bruno und Nordulf Heise zwei Göttinger Journalisten an und verletzten sie schwer. Erst nach über drei Jahren begann ein Prozess deswegen. Die Angeklagten waren weiterhin aktiv, einer von ihnen inzwischen in der Schweiz.

Ein facebook-Account von Reichl postete zu diesem Foto: Es seien Bilder mit Erinnerungen und positiven Momenten in Guthmannshausen und es wäre wundervoll gewesen die „Wahrheit zu erfahren“. Links im Bild die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck, rechts Alexander Reichl. (Foto: Screenshot)
NS-Szene | AIB 131 / 2.2021 | 10.09.2021

Rechter Waffenhandel: Die bayerisch-kroatische Connection

Im Februar 2021 flog in Bayern ein rechter Waffenhandelsring mit Verbindungen nach Kroatien auf. Geleakte Kommunikation der Beschuldigten und Recherchen der taz legen nahe, dass mit den Verkäufen womöglich auch der Aufbau einer AfD-nahen Organisation namens „Patriotische Alternative“ finanziert werden sollte.

Im Februar 2021 flog in Bayern ein rechter Waffenhandelsring mit Verbindungen nach Kroatien auf. Geleakte Kommunikation der Beschuldigten legen nahe, dass mit den Verkäufen womöglich auch der Aufbau einer AfD-nahen Organisation namens „Patriotische Alternative“ finanziert werden sollte.

(Foto: Screenshot facebook)

Repression | AIB 131 / 2.2021 | 06.09.2021

Ermittlungen gegen Antifaschist_innen in Sachsen

Ende Mai 2021 war es offiziell: Im „Fall Lina“ klagt die Bundesanwaltschaft vier Beschuldigte vor dem Oberlandesgericht Dresden an. In den Wochen zuvor wurden Medien aus der Springer-Verlagsgruppe und ein rechtes Magazin mit Ermittlungs-­Details unter anderem zu der vermeintlichen „kriminellen Vereinigung“ aus Leipzig gefüttert.

Polizeiliche Neonazi-Kumpanei, Verfolgungseifer und anonyme Quellen in Ermittlungen gegen Leipziger Antifaschist_innen.

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