Neonazi-Funktionäre wie Edgar Geiss (links) und Christian Worch (rechts) waren beim Heß-Marsch in Wunsiedel präsent. (Bild: Faksimile aus "Unsere Stunde die wird kommen")
NS-Szene | AIB 9 / 3.1989 | 05.12.1989

Neonazi-Aufmarsch in Wunsiedel

Am 19. August 1989 versammelten sich mehr als 200 Neonazis in der Kleinstadt Wunsiedel im Fichtelgebirge. Sie wollten dem "Märtyrer für Deutschland - Rudolf Heß" zwei Tage nach dessem offiziellen zweiten Todestag gedenken. Gekommen waren Neonazis aus allen Teilen der BRD, aus Belgien, Dänemark und Österreich.

Am 19. August 1989 versammelten sich mehr als 200 Neonazis in der Kleinstadt Wunsiedel im Fichtelgebirge. Sie wollten dem "Märtyrer für Deutschland - Rudolf Heß" zwei Tage nach dessem offiziellen zweiten Todestag gedenken. Gekommen waren Neonazis aus allen Teilen der BRD, aus Belgien, Dänemark und Österreich.

(Bild: Faksimile)
 

Der Neonazi Christian Wendt posierte im August 1987 anläßlich des Todes von Rudolf Heß vor dem Kriegsverbrecher Gefängnis in Spandau vor den Medien.
NS-Szene | AIB 9 / 3.1989 | 09.11.1989

Prozess gegen neun neonazistische „Hertha-Fans'“

Am Mittwoch den 5. Juli 1989 ging vor dem Westberliner Jugendgericht ein zweitägiger Prozeß gegen neun extrem rechte Hertha BSC-Fans zu Ende. Die neun Beteiligten sollen sich in unterschiedlicher Besetzung an verschiedene Schlägereien, Beleidigungen, Sachbeschädigungen, Volksverhetzung und an der Verwendung von Symbolen verbotener Organisationen beteiligt haben.

Am Mittwoch den 5. Juli 1989 ging vor dem Westberliner Jugendgericht ein zweitägiger Prozeß gegen neun extrem rechte Hertha BSC-Fans zu Ende. Die neun Beteiligten sollen sich in unterschiedlicher Besetzung an verschiedene Schlägereien, Beleidigungen, Sachbeschädigungen, Volksverhetzung und an der Verwendung von Symbolen verbotener Organisationen beteiligt haben.
 

Das Logo der „Northern League“. Der amerikanische Zweig der Organisation, welcher von Willis Allison Carto begründet wurde, vertrieb u.a. über die Zeitschrift „The Northlander“ rassistische Literatur.
NS-Szene | AIB 9 / 3.1989 | 08.11.1989

Treffen vom "Nordischen Ring"

Internationales Rassistentreffen bei Lübeck: Nach 1986 (in Schleswig) fand in diesem Jahr vom 9. bis 12. Juni in Kreuzkamp bei Lübeck erneut ein Treffen des „Nordischen Ringes e.V.“ (NR) statt.1

Internationales Rassistentreffen bei Lübeck. Nach 1986 (in Schleswig) fand in diesem Jahr vom 9. bis 12. Juni in Kreuzkamp bei Lübeck erneut ein Treffen des „Nordischen Ringes e.V.“ (NR) statt.

  • 1.

    Nachtrag: Nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz besteht der NR aus rund 40 Mitgliedern. Vgl. Deutscher Bundestag: Drucksache 13/5434 vom 21.08.1996

Rezensionen | AIB 9 / 3.1989 | 08.11.1989

REP: Die Republikaner - Phantombild der neuen Rechten

Claus Leggewie

Erstaunlich, wie schnell nach den Wahlen in Berlin, der BRD und zum Europaparlament der Buchmarkt mit angeblichen Neuigkeiten über die „Republikaner“ (REPs) von diversen Autoren überschwemmt wurde. Am häufigsten gelobt wurde das Buch „REP: - Die Republikaner - Phantombild der neuen Rechten“ welches zu Unrecht Claus Leggewie alleine zugerechnet wird. Außer ihm haben noch drei weitere Autoren an diesem Schnellschuß mitgearbeitet. Besser wird das Buch dadurch nicht.

AIB 9 | 3.1989

»Rot«-Grün. Antifaschismus unter Beschuss

(nicht mehr lieferbar)

AIB 8 | 2.1989

(nicht mehr lieferbar)

(Symbolbild. flickr.com; Jean Pierre Hintze; CC BY-SA 2.0)
Repression | AIB 6 / 1.1989 | 27.04.1989

Lübeck – Prozess gegen fünf AntifaschistInnen geplatzt

Lübeck am 17. August 1985: Neonazi-Skinheads hatten in Groß Parin bei Lübeck ein "Rock gegen Links" Konzert organisiert. Etwa 700 (Neonazi)-Skinheads - laut Polizeiangaben waren es 630 Besucher - waren angereist, um die rechten Bands "Böhse Onkels" (später „Böhse Onkelz“), „Indecent Exposure“ (England), „Die Hards“ und „Kahlkopf“ (Bad Homburg) zu hören.1 Das rechte Skinheadt-Treffen war offiziell als ein „Rockfest" von Fußballfans angemeldet worden und zog Gäste aus ganz Deutschland, Skandinavien, England und Österreich an. Ein Highlight für die Gäste war die Band "Böhsen Onkels". Der "Böhse Onkels" Sänger Kevin Russel soll laut Berichten aus der Skinhead-Szene im Lied "Deutschland" statt „deutsche Frauen, deutsches Bier – schwarz rot gold wir steh’n zu Dir“ für das rechte Publikum extra deutlich „deutsche Frauen, deutsches Bier – schwarz weiß rot wir steh’n zu Dir“ gesungen haben.
Im Anschluß a das Open-Air-Konzert wollten einige Neonazi-Skinheads das linke Kommunikationszentrum Alternative („Walli“) überfallen. Dieser Überfall konnte verhindert werden, nicht jedoch zahlreiche Angriffe und Raubüberfälle gegen andere Jugendliche und Erwachsene. AntifaschistInnen setzen sich zur Wehr und attackierten eine Gruppe von Neonazis aus den Kreisen der "Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei" (FAP) bzw. deren Umfeld.

Fünf AntifaschistInnen wurde in Lübeck der Prozeß wegen einer Auseinandersetzungen mit rechten Skinheads im Zuge eines rechten Musik Festivals gemacht.

(Foto: Jean Pierre Hintze; CC BY-SA 2.0)
 

  • 1. Vgl. Fanzine "Hanseaten Skins" Nr. 3
Antifa | AIB 6 / 1.1989 | 25.04.1989

REP- Kandidatur verhindern?

In Westberlin hatte sich das "Bündnis gegen Rassismus, Faschismus und Sexismus" die Verhinderung der Kandidatur der "Die Republikaner" zu einem Hauptziel seiner antifaschistischen Arbeit gemacht. Die offensive Parole "Auflösung und Zerschlagung aller faschistischen Verbände und Organisationen" stand und steht hier zwar im Vordergrund, ist aber in der Praxis mehr dem Ruf "Keine Kandidatur der Republikaner" gewichen.

Gastbeitrag "Bündnis gegen Rassismus, Faschismus und Sexismus"

Die Stärke des Bündnis liegt auf der Straße. Hier kann Druck und Öffentlichkeit von Unten hergestellt werden. Von der Störung bis zur Verhinderung verschiedener Veranstaltungen der REPs und anderen extrem rechten Organisationen profitiert diese Stärke. Jetzt müssen wir natürlich erkennen, daß diese Stärke allein nicht ausgereicht hat. Die Kräfteverhältnisse sind eben nicht zu unseren Gunsten verteilt.

(Foto: Christian Ditsch)
Braunzone | AIB 6 / 1.1989 | 25.04.1989

Die "Jungen Republikanern" 1989

In dem Artikel über die REPs in der Ausgabe Nr. 4 des Antifaschistischen Infoblatts (AIB) hatten wir einige Namen und Fakten über die Verbindungen und die Zusammenarbeit von Aktivisten der "Die Republikaner" (REP) mit anderen (extrem) rechten Organisationen und Neonazis dargestellt. Trotz der offiziellen Distanzierungen von (Neo)Faschisten, wie sie die Parteiführung ständig verbreitet, bleiben Kontakte natürlich bestehen.

Trotz der offiziellen Distanzierungen von (Neo)Faschisten, wie sie die REP-Parteiführung ständig verbreitet, bleiben Kontakte an der Basis natürlich bestehen. Die "Jungen Republikaner" (JRep) sind von dem Distanzierungs-Bemühungen anscheinend nicht besonders intensiv betroffen.

(Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F081850-0029 / Schaack, Lothar / CC-BY-SA 3.0)
Braunzone | AIB 6 / 1.1989 | 25.04.1989

Rechte Wahlantritte 1989

Die Westberliner "Republikaner" bekennen Farbe: Sogar die SPD fühlt sich aus dem Schlaf gerissen, ist empört, verurteilt aufs Schärfste und fordert jetzt ein Verbot der rechten Partei "Die Republikaner" (REPs). Die bürgerlichen Medien und Teile der Öffentlichkeit sehen "das Ansehen Berlins" gefährdet . Als es im Dezember 1988 um die Zulassung der Parteien zur Abgeordnetenhauswahl ging, scherten sich die bürgerlichen Parteien wenig bis nichts um den äußerst rechten Inhalt "republikanischer" Politik. Die REPs wurde in allen Bezirken zur Wahl zugelassen und ihr damit "verfassungstreue" und "demokratisches" Bestreben bescheinigt. Zwei üble Machenschaften sind der Grund für daß plötzliche Umdenken der etablierten Parteien im Wahlkampf: Erstens der Wahlkampfspott der REPs, der am 2. Januar 1989 vom SFB-Fernsehen ausgestrahlt wurde und Zweitens die Schändung der Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus durch militante Neonazis in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar 1989.

Europas Rechte rüsten für die Wahlen zum Europaparlament am 18. Juni 1989. In der BRD tritt ein Bündnis zwischen der NPD und der DVU mit ihrer "Liste- D" und aus der Partei "Die Republikaner" an.

(Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F081850-0029 / Schaack, Lothar / CC-BY-SA 3.0)
 

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