(Foto: Arquivo Nacional, Rio de Janeiro)
Geschichte | AIB 134 / 1.2022 | 04.09.2022

Lateinamerika: Fluchtpunkt nach NS-Terror

Als das tausendjährige Reich nach bereits 12 Jahren in Trümmern fiel, entzogen sich tausende führende Nazis und Massenmörder durch Selbstmord der Gerechtigkeit: Gauleiter, Generäle, einfache NSDAP-Mitglieder. Andere dagegen flohen ins Ausland- und konnten eine zweite, erfolgreiche Karriere aufbauen. Lateinamerika als Ziel stand an erster Stelle. Danach kamen arabische Länder wie z.B. Ägypten oder Syrien.

Wie Altnazis in Lateinamerika Karriere machten konnten.

(Foto: Arquivo Nacional, Rio de Janeiro)

(Symbolbild von Christian Ditsch)
Geschichte | AIB 134 / 1.2022 | 04.09.2022

Dem Tod davongelaufen

Die persönlichen Berichte und Aufzeichnungen der Überlebenden von Verfolgung, Vernichtungskrieg und Holocaust gehören zu den eindrucksvollsten Schilderungen über die Zeit des deutschen Faschismus. Eines dieser Dokumente ist die kürzlich auf Deutsch erschienene Fluchtgeschichte der französischen Widerstands­kämpferin Suzanne Maudet (1922–1994).

Florian Osuch

Zwischen absolutem Grauen und Hoffnung auf Überleben – Eindrucksvolle Schilderung einer Flucht von neun Zwangsarbeiterinnen.

(Foto: Christian Ditsch)
Antifa | AIB 134 / 1.2022 | 03.09.2022

75 Jahre VVN-BdA

Rechtzeitig zum 75-jährigen Jubiläum bekam die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA) durch eine politische Kampagne gegen die neue Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) große mediale Aufmerksamkeit. Dies hatte sie dem Rechtsaußenblatt „Junge Freiheit“ (JF) zu verdanken, das Anfang 2022 den „Skandal“ enthüllte, Faeser habe in der Zeitschrift „antifa“ der VVN-BdA einen Gast­beitrag zum Thema „NSU 2.0“ veröffentlicht. Es ging nicht um den Inhalt, stattdessen skandalisierten JF und in ihrem Gefolge BILD und „Welt“, sowie AfD und CDU, die dazu sogar eine „Aktuelle Stunde“ im Bundestag beantragten, diesen Kontakt.

Dr. Ulrich Schneider Bundessprecher der VVN-BdA

Rechtzeitig zum 75-jährigen Jubiläum bekam die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA) durch eine politische Kampagne gegen die neue Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) große mediale Aufmerksamkeit.

Dieses Foto diente als Beweismittel der Anklage und zeigt James Alex Fields (rechts) mit einem Schild währen der nationalistischen Versammlung in Charlottesville am 12. August 2017. (Foto: Prosecution evidence)
International | AIB 134 / 1.2022 | 31.08.2022

Prozess gegen White Supremacists in Charlottesville

Eine Zivilklage gegen 24 Organisatoren einer Neonazi-Kundgebung in der Stadt Charlottesville im Bundesstaat Virginia endete im November 2021 erfolgreich. Den Kläger_innen wurden mehr als 25 Millionen Dollar Schadensersatz zugesprochen.

Eine Zivilklage gegen 24 Organisatoren einer Neonazi-Kundgebung in der Stadt Charlottesville im Bundesstaat Virginia endete im November 2021 erfolgreich. Den Kläger_innen wurden mehr als 25 Millionen Dollar Schadensersatz zugesprochen.

(Foto: Prosecution evidence)

Der angeklagte Neonazi Oliver Werner (rechts vorne) am 23. Mai 2020 bei einer (unangemeldeten) Versammlung zwischen Brandenburger Tor und Bundestag. (Foto: Kim Winkler)
NS-Szene | Internetartikel | 26.08.2022

Gegen Linke ermittelt und Rechte überführt? Immer Neues vom Neukölln-Komplex

Am kommenden Montag werden erstmals einige Taten aus dem Berliner Neukölln-Komplex - einer Serie von rechten Brandanschlägen und weiteren Sachbeschädigungen gegen politische Gegner_innen - vor Gericht verhandelt. Derzeit sind zehn Prozesstage bis Ende November am Amtsgericht Tiergarten gegen Sebastian Thom und vier weitere Neonazis anberaumt. Bereits im September 2021 wurde Anklage erhoben. Trotz diverser Skandale wurde dieser Schritt medial als Erfolg fleißiger Polizeiarbeit gefeiert. Doch aktuelle Meldungen werfen wieder ein kritisches Licht auf die Behörden und lassen erneut das Wirken von Polizei und Justiz zweifelhaft erscheinen.1 Denn nun wurde öffentlich: Ein zentraler Beweis gegen die Neonazis ist ein Video, das aus einem gegen Linke konstruierten §129-Verfahren stammt. Im politischen Raum erhobene Forderungen, ein solches Verfahren auch gegen die Neonazis einzuleiten, wurden bis zuletzt abgelehnt.2 Ein weiteres deutliches Zeichen für die bei den sog. "Sicherheitsbehörden" übliche Prioritätensetzung.

Am kommenden Montag werden erstmals einige Taten aus dem Berliner Neukölln-Komplex - einer Serie von rechten Brandanschlägen und weiteren Sachbeschädigungen gegen politische Gegner_innen - vor Gericht verhandelt. Ein zentraler Beweis gegen die Neonazis ist ein Video, das aus einem gegen Linke konstruierten §129-Verfahren stammt.

(Foto: Kim Winkler)

Die ermordete Die Aktivistin June Knightly. (Bild: Screenshot twitter; @alex_zee)
International | AIB 134 / 1.2022 | 23.08.2022

Antifaschistin bei Demonstration in Portland ermordet

In der Nacht auf den 20. Februar 2022 eröffnete ein Mann das Feuer auf eine antifaschistische Demonstration in Portland. Dabei wurde eine Frau getötet und fünf weitere Menschen verletzt. Die Aktivistin June Knightly wurde 60 Jahre alt. Ihre poli­tischen Kämpfe begannen in der LGBTQ-­Bewegung, in letzten Jahren engagierte sie sich bei „Black Lives Matter“-Protesten. Bei den Veranstaltungen übernahm sie das sog. „Corking“ – das Umleiten des Autoverkehrs weg von der Demonstration, um die Demonstrant_innen zu schützen.

Veronika Kracher

In der Nacht auf den 20. Februar 2022 eröffnete ein Mann das Feuer auf eine antifaschistische Demonstration in Portland. Dabei wurde eine Frau getötet und fünf weitere Menschen verletzt.

(Bild: Screenshot twitter; @alex_zee)

Thomas Walter, Bernd Heidbreder und Peter Krauth im April 2019 in ihrem venezolanischen Exil. (Bild: Exil-Exit)
Repression | AIB 134 / 1.2022 | 18.08.2022

Venezuela: Politisches Asyl für Beschuldigte im K.O.M.I.T.E.E.-Verfahren

Am 2. Dezember 2021 wurde der Asylantrag der beiden Beschuldigten im K.O.M.I.T.E.E.-Verfahren Peter Krauth und Thomas Walter durch die venezolanische Flüchtlingskommission „Conare“ positiv beschieden. Durch diese Anerkennung als politische Flüchtlinge haben Peter und Thomas nun, nach 27 Jahren Strafverfolgung durch die deutsche Bundesanwaltschaft, Anspruch auf ein unbegrenztes Bleiberecht in Venezuela. Mit Ausweispapieren können sie von nun an wieder ein halbwegs normales Leben führen, ohne jederzeit mit einer Verhaftung oder Auslieferung nach Deutschland rechnen zu müssen.

Am 2. Dezember 2021 wurde der Asylantrag der beiden Beschuldigten im K.O.M.I.T.E.E.-Verfahren Peter Krauth und Thomas Walter durch die venezolanische Flüchtlingskommission „Conare“ positiv beschieden. Durch diese Anerkennung als politische Flüchtlinge haben sie nun, nach 27 Jahren Strafverfolgung durch die deutsche Bundesanwaltschaft, Anspruch auf ein unbegrenztes Bleiberecht in Venezuela.

(Bild: Exil-Exit)

Der bewaffnete Kyle Rittenhouse (Bild: Screenshot von youtube)
International | AIB 134 / 1.2022 | 15.08.2022

Kyle Rittenhouse – Posterboy rechter Milizen

Seit 2020 wurden in den USA dutzende Menschen bei Demonstrationen der Black-Lives-Matters (BLM) Bewegung, die sich gegen rassistische Morde der Polizei richteten, umgebracht. Der weiße Kyle Rittenhouse, der bei einer der Demos zwei Menschen tötete, später aber in einem Prozess freigesprochen wurde, ist zum Symbol für diese Morde geworden – und für ihre Folgenlosigkeit.

Spencer Sunshine / Übersetzt von Frederik Fuß

Seit 2020 wurden in den USA dutzende Menschen bei Demonstrationen der Black-Lives-Matters (BLM) Bewegung, die sich gegen rassistische Morde der Polizei richteten, umgebracht. Der weiße Kyle Rittenhouse, der bei einer der Demos zwei Menschen tötete, später aber in einem Prozess freigesprochen wurde, ist zum Symbol für diese Morde geworden – und für ihre Folgenlosigkeit.

(Bild: Screenshot youtube)

(Foto: wikimedia; Jaluj; CC BY-SA 4.0)
Gesellschaft | AIB 134 / 1.2022 | 06.08.2022

Feminizide und Gewalt gegen Frauen in der Berichterstattung

Deutsche Medien haben ein Sexismusproblem. Sie verharmlosen in ihrer Berichterstattung strukturell (sexualisierte) Gewalt gegen Frauen – und das jeden Tag. Wir lesen über „Familiendramen“, „Beziehungstaten“ oder „Sextäter“. Eines haben all diese Wortschöpfungen gemeinsam – sie verfälschen Tatbestände, bagatellisieren und verschweigen das strukturelle Ausmaß von Gewalt gegen Frauen systematisch. Frauenmord, Feminizid oder Femizid lesen wir wenig bis gar nicht.

Britta Häfemeier

Deutsche Medien verharmlosen in ihrer Berichterstattung strukturell (sexualisierte) Gewalt gegen Frauen. Wir lesen über „Familiendramen“, „Beziehungstaten“ oder „Sextäter“. Frauenmord, Feminizid oder Femizid lesen wir wenig bis gar nicht.

(Foto: wikimedia; Jaluj; CC BY-SA 4.0)

Die "Engelsburger Neuigkeiten" präsentieren sich regelmäßig online. (Bild: Screenshot: engelsburgtv)
Braunzone | AIB 134 / 1.2022 | 27.07.2022

Die Anastasia Bewegung: Irdische Energien online

Es ist Dienstag, der 1. Februar 2022 oder 7.530 Jahre nach Erschaffung des Friedens im Sternentempel.“ So oder so ähnlich beginnen alle Ausgaben der „Engels­burger Neuigkeiten“, eines rechtsesoterischen Videokanals aus dem Umfeld der Anastasia-Bewegung, und damit herzlich willkommen im Reich des Geschwurbels. Während einige Anhänger*innen der Anas­tasia-­Bewegung sich vor allem mit der Gründung ihres eigenen Familienlandsitzes beschäftigen, haben andere den Schwerpunkt ihrer Arbeit ins Netz verlegt. Doch wie bedeutend sind die unzähligen Kanäle und wie sind diese miteinander vernetzt?

Arbeitskreis Anastasia

Die Anastasia-Bewegung und ihre rechtsesoterische Vernetzung im Digitalen.

(Bild: Screenshot: engelsburgtv)

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