Antifaschistischer Protest gegen die rechts beeinflusste Anti-Impf-Bewegung in Australien. (Foto: flickr.com; matt hrkac; CC BY 2.0)
International | Internetartikel | 19.03.2022

Australische Dystopie: Rechte Unterstützung für Anti-Lockdown-Proteste

Seit Australien mit Covid19-Ausbrüchen zu kämpfen hatte und mit harten Lockdown-Maßnahmen reagierte, war eine erstaunliche Rückkopplungsschleife zwischen der extremen Rechten in Australien und den führenden rechten Medien in den USA zu beobachten.

Seit Australien mit Covid19-Ausbrüchen zu kämpfen hatte und mit harten Lockdown-Maßnahmen reagierte, war eine erstaunliche Rückkopplungsschleife zwischen der extremen Rechten in Australien und den führenden rechten Medien in den USA zu beobachten.

(Foto: flickr.com; matt hrkac; CC BY 2.0)

Der Polizist Marko G. (links) war Teil des „Nordkreuz“-Netzwerkes. Hier bei Schießübungen. (Foto: Archiv Dirk Laabs)
NS-Szene | AIB 133 / 4.2021 | 17.03.2022

Der rechte Traum vom "Tag X"

Nach Jahren des Zauderns und der Skepsis, sehen inzwischen die neue Bundesregierung und selbst das zuständige Bundes­amt für Verfassungsschutz ein: Die größte Gefahr geht hierzulande von potenziellen Rechtsterroristen aus. Seit 2016 sind Mitglieder diverser rechter und terroraffiner Gruppen enttarnt worden – darunter, um nur einige zu nennen, die „Gruppe S“, die „Oldschool Society“, „Revolution Chemitz“ und eine „Reichsbürger“-Armee. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Reservisten der Bundeswehr in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen paramilitärische Gruppen gebildet haben, zum Teil unterstützt von Soldaten des „Kommando Spezialkräfte“ (KSK) und mit Verbindungen in das Verteidigungsministerium. Hinzu kommen vermeintliche Einzeltäter in Hessen, Sachsen und andernorts, die große Sprengstoff- und Waffenlager angelegt hatten. Bisher gibt es keine Belege dafür, dass die verschiedenen Gruppen koordiniert gehandelt hätten – sie haben sich allerdings alle auf einen Tag X vorbereitet und damit eine alte Tradition der rechten Szene fortgeführt. Denn spätestens seit den 1990er Jahren arbeiten Neonazis auf diesen Tag gezielt hin, an dem es entweder zum Umsturz kommen soll oder der „Rassenkrieg“ beginnt. Dass die Behörden diese Bestrebungen fehlgedeutet und unterschätzt haben, führte am Ende zum Terror des NSU. Diese Geschichte könnte sich nun wiederholen.

Dirk Laabs

Spätestens seit den 1990er Jahren arbeiten Neonazis auf den "Tag X" gezielt hin, an dem es entweder zum Umsturz kommen soll oder der „Rassenkrieg“ beginnt. Dass die Behörden diese Bestrebungen fehlgedeutet und unterschätzt haben, führte am Ende zum Terror des NSU. Diese Geschichte könnte sich nun wiederholen.

Rezensionen | AIB 133 / 4.2021 | 17.03.2022

... und wer denkt an die Kinder?

Larissa Denk, Fabian Kaufmann & Ulrich Peters

Die Broschüre gibt einen Überblick über Narrative, Strukturen, Aktionsformen und Entwicklungen pandemieleugnerischer Zusammenhänge wie dem Netzwerk ‚Eltern stehen auf‘ oder den ‚Klagepaten‘. In kurzen Texten geht es u.a. um den „Kampf für Kinder“ als Aktionsform oder Retraditionalisierung von Geschlechterrollen in der pandemileugnerischen Szene.

Rezensionen | AIB 133 / 4.2021 | 17.03.2022

Theorie-Debatte zu „Ultranationalismus“ und „Neofaschismus“

Mathias Wörsching (faschismustheorie.de)

In diesem wenige Dutzend Seiten langen wissenschaftlichen Text von September 2021 behandelt der Politologe und Journalist Felix Korsch zwei Hauptthemen: Erstens das Verhältnis von Nationalismus und Faschismus und zweitens die Frage, ob es in Europa heute einen neuartigen Faschismus, einen „Neofaschismus“, gibt und was diesen kennzeichnet.

Beim "Hilfskomitee Südliches Afrika" des (früheren) NPD-Funktionär Peter Dehoust war Maninger als Referent aufgetreten. (Bild: Screenshot Spiegel TV & Faksimile Aufkleber)
Gesellschaft | AIB 133 / 4.2021 | 17.03.2022

Polizei-Ausbilder mit rechter Vergangenheit

Stephan Maninger, zeitweilig ein Ausbilder an der Bundespolizeiakademie, hat eine rechte Vergangenheit. Erst durch Recherchen der Journalisten Aiko Kempen und Marcus Engert auf buzzfeed.de wurde dies einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

Stephan Maninger, zeitweilig ein Ausbilder an der Bundespolizeiakademie, hat eine rechte Vergangenheit. Erst durch Recherchen der Journalisten Aiko Kempen und Marcus Engert auf buzzfeed.de wurde dies einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

(Bild: Screenshot Spiegel TV & Faksimile Aufkleber)

(Foto: Grischa Stanjek / democ)
NS-Szene | AIB 133 / 4.2021 | 16.03.2022

Waffenfunde beim „Berserker Clan“

In mehreren Bundesländern durchsuchte die Polizei am 20. Oktober 2021 Wohnungen von Mitgliedern des extrem rechten „Berserker Clans“.

In mehreren Bundesländern durchsuchte die Polizei am 20. Oktober 2021 Wohnungen von Mitgliedern des extrem rechten „Berserker Clans“.

Hendrik Stiewe (center) at a stall at "Hammerfest" in France in November 2019. (Image: Exif-Recherche)
NS-Szene | Internetartikel | 16.03.2022

"Hammerskins" - cashflows and business operations

"Hammerskins" raise funds through contributions, merchandise, CD productions, RechtsRock concerts and martial arts (events & brands). None of the major labels made by "Hammerskins" appear publicly as a "Hammerskin" company. It is strategy to separate fraternity and business to the outside world. Straw men have replaced known "Hammerskins".

Exif-Recherche

This article was first published in German by "Exif – Recherche". The "Antifaschistisches Infoblatt" dedicated a focus to the research in issue no. 132/2021, which is now accessible to an English-speaking audience. Translation from: https://antifascist-europe.org

Antifa | AIB 133 / 4.2021 | 13.03.2022

Der Tod von Phan Văn Toàn im Kontext der "Baseballschlägerjahre"

Gastbeitrag der „Gedenkinitiative Phan Văn Toàn“

Im Januar 1997 wurde  Phan Văn Toàn in Fredersdorf (Brandenburg) von Rassisten angegriffen. Er starb an den Folgen. Die Polizei wertet den Fall nicht als „fremdenfeindliche Straftat“.

Neofaschisten versuchten am 9. Oktober 2021 in Rom das Hauptquartier der italienischen Gewerkschaft CGIL zu stürmen. (Foto: Screenshot YouTube)
International | AIB 133 / 4.2021 | 10.03.2022

Italien: „No Vax“ und die Neofaschisten

Am 9. Oktober 2021 marschierten tausende Maßnahmen-Gegner_innen durch das römische Zentrum. Angeführt wurden sie von der neofaschistischen "Forza Nuova". Diese machte keinen Hehl aus ihrer politischen Gesinnung und posierte immer wieder mit ausgestrecktem rechtem Arm für die Kameras. Der Zug endete mit einem Sturm auf das Hauptquartier der CGIL, bei dem die Büros des Gewerkschaftsbundes demoliert wurden. Im Nachgang saßen mehrere Neofaschisten in Haft oder standen unter Hausarrest und das Parlament debattiert über ein Verbot der Partei.

Im Oktober 2021 marschierten tausende Maßnahmen-Gegner_innen durch Rom. Angeführt wurden sie von der neofaschistischen "Forza Nuova". Der Zug endete mit einem Sturm auf das Hauptquartier der CGIL, bei dem die Büros des Gewerkschaftsbundes demoliert wurden.

(Bild: Screenshot YouTube)

Concert of "Intimidation One" 2002 in Switzerland. In the foreground, the later "Hammerskin" and assassin Wade Michael Page, on drums Paul Morgenstern from Zwickau, who plays in numerous neo-Nazi bands to this day. (Image rights: Archive/Exif-Recherche)
NS-Szene | Internetartikel | 09.03.2022

"Hammerskins" - Terror, violence and race war

Racially motivated brutal attacks, manslaughter and murder are commonplace throughout the 30-year history of the Hammerskins. Many members have been convicted for assault, illegal firearms possession or similar offences. The “Hammerskin Nation” (HSN) sees itself as the elite organisation of the neo-Nazi skinhead scene and considers itself at the forefront of an ongoing “race war”, preparing for the upcoming “final battle”—the neo-Nazi D-Day (in Germany referred to as “Day X”). They are inspired by the ‘leaderless resistance’ strategies of terrorist groups from the 1980s. Thanks to the HSN’s global network—and its principle of absolute secrecy and loyalty—members and those close to the network are able to share and exchange their expertise and, for example, to obtain weapons or organise escape routes and hideouts in foreign countries.

Exif-Recherche

This article was first published in German by "Exif – Recherche". The "Antifaschistisches Infoblatt" dedicated a focus to the research in issue no. 132/2021, which is now accessible to an English-speaking audience. Translation from: https://antifascist-europe.org

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