(Foto: Christian Ditsch)

30 Jahre Tod von Rudolf Heß

Der Nazi Rudolf Heß wurde zu einem zentralen Idol der Neonazi-Szene, das nicht nur nach innen abstrahlt und Kameradschaftsabende mit glorifizierenden Heldensagen und Selbstvergewisserung versorgt, sondern auch der Gestaltung praktischer Politik dient.

AIB 2 / 2.1987 | 21.12.1987

Der Tod von Rudolf Heß

Am 17. August 1987 beging der inhaftierte Nazifunktionär Rudolf Heß im Westberliner Kriegsverbrechergefängnis mit einem Verlängerungskabel Suizid.

(Bild: Harvard Law School Library/United States Army Signal Corps)
 

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AIB 9 / 3.1989 | 05.12.1989

Neonazi-Aufmarsch in Wunsiedel

Am 19. August 1989 versammelten sich mehr als 200 Neonazis in der Kleinstadt Wunsiedel im Fichtelgebirge. Sie wollten dem "Märtyrer für Deutschland - Rudolf Heß" zwei Tage nach dessem offiziellen zweiten Todestag gedenken. Gekommen waren Neonazis aus allen Teilen der BRD, aus Belgien, Dänemark und Österreich.
 

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AIB 19 / 3.1992 | 29.09.1992

„Rudolf Heß Marsch“ - Kristallisationspunkt der militanten Rechten

Wunsiedel August 1992: Der Todestag von Rudolf Heß jährt sich zum fünften Mal. Dieses sich alljährlich wiederholende Spektakel entwickelte sich zu einem Kristallisationspunkt der militanten Rechten. Auch die von Anfang an vorhandene internationale Beteiligung stieg seit 1991 sprunghaft an. Wir wollen mit diesen Beitrag die Entwicklung nachzeichnen und die beteiligten Gruppen darstellen.
 

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AIB 19 / 3.1992 | 02.09.1992

Für eine große internationalistische antifaschistische Demonstration

Am 17. August 1992 ist der fünfte Jahrestag des Hitler Stellvertreters und Kriegsverbrechers Rudolf Heß. Er starb 1987 im Gefängnis der Alliierten in Berlin-Spandau und wurde in Wunsiedel beerdigt. Seit 1988 veranstalten Faschisten einen »Rudolf Heß Gedenkmarsch«. Inzwischen ist Wunsiedel für das gesamte Spektrum des europäischen neonazistischen Netzwerkes, vom Ideologen bis zum Neonazi-Skinhead, zum »Wallfahrtsort« geworden.
 

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AIB 20 / 5.1992 | 02.01.1993

Rudolstadt - Rudolf Heß Marsch 1992

Im Rückblick auf den Rudolf-Heß-Gedenkmarsch in Rudolstadt im August 1992 möchte sich die "Wunsiedel-Vorbereitungsgruppe" den stattgefundenen Diskussionen und der Einschätzung des Tages widmen.

(Bild: Screenshot YouTube/Spiegel TV)
 

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AIB 28 / 4.1994 | 04.01.1995

Rudolf-Heß-Gedenkmarsch 1994

Wieder einmal konnten oder wollten die deutschen Sicherheitsbehörden und Geheimdienste einen Aufmarsch der Neonazis nicht verhindern. Treffpunkt diesesmal: Luxemburg.
 

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AIB 31 / 3.1995 | 03.11.1995

Heß-Todestag 1995: Außer Spesen nix gewesen?

Großmäulig war sie angekündigt, die »Rudolf-Heß-Aktionswoche«, zu der ein »Wunsiedel Koordinationsbüro / Die Nationalen« aufgerufen hatte. Neben Demonstrationen sollten dezentrale Aktionen verschiedener Art durchgeführt werden. Höhepunkt sollte ein »zentraler europäischer Marsch« werden, der letztendlich im dänischen Roskilde stattfand und für die Neonazis zum Debakel wurde, da sie von Antifaschistinnen verjagt wurden.

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AIB 31 / 3.1995 | 03.11.1995

Roskilde: Rudolf Heß Marsch gestoppt

Wenig Freude harten ca. 150 Neonazis beim Versuch, den Heß-Gedenkmarsch in Roskilde (Dänemark) durchzuführen. Wie bereits in Kollund und Kvaers erlebten sie, daß sich die dänischen Bürger und Bürgerinnen durch ihr martialisches Auftreten nicht ins Bockshorn jagen lassen, sondern mit Zivilcourage und Energie dem braunen Mob entgegentreten.

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AIB 36 / 4.1996 | 10.11.1996

Die "Rudolf Heß Aktionswochen" 1996

Polizei läßt Neonazis für Rudolf Heß marschieren.
 

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AIB 39 / 2.1997 | 28.09.1997

Der »Rudolf-Heß-Marsch« 1996

Ein Artikel, der sich kurz mit den letzten Heß-Todestagen auseinandersetzt. Besonders eingegangen wird auf den Ablauf im vergangenen Jahr und die Widersprüche, die sich zwischen der offiziellen Darstellung und dem tatsächlichen Geschehen ergeben haben.
 

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AIB 40 / 3.1997 | 11.11.1997

Rudolf Heß »Gedenkmarsch« mußte ausfallen

Der Rudolf Heß »Gedenkmarsch« mußte ausfallen.

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AIB 45 / 4.1998 | 02.12.1998

Rudolf Heß Marsch 1998: Auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit ?

Versuche von Neonazis, einen großen »Rudolf-Heß Gedächtnismarsch« durchzuführen, endeten dieses Jahr noch desaströser als 1997. Dezentrale Aktionen nahmen hingegen zu.
 

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AIB 56 / 2.2002 | 12.06.2002

Back to the roots... Wunsiedel und Halbe

Anfang der neunziger Jahre gab es nur wenige regelmäßige und überregional bedeutende Aufmärsche der bundesdeutschen Neonazi-Szene, die damit auch zu regelmäßigen »Highlights« der antifaschistischen Bewegung wurden. Dazu zählten die jährlichen »Rudolf-Heß-Gedenkmärsche« in Wunsiedel und das sog. Heldengedenken in Halbe am »Volkstrauertag«. Nachdem beide Ereignisse bedingt durch staatliche Repression, antifaschistischen Widerstand und interne Umbrüche in der Neonazi-Szene aus den Terminkalendern verschwanden, scheinen sie nun ihr Come Back zu erleben.

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AIB 57 / 3.2002 | 20.10.2002

Bockwurst bei Hess-Gedenken

»Fahnen runter und – Stillgestanden« brüllte der Neonazikader Ralf Tegethoff über den Burgmühlenweiher in Wunsiedel. Die Neonazi-Elite Europas knallte die Hacken zusammen und liess ihre Fahnen in den Schlamm hängen. Der Rest der anwesenden »Kameraden« stand im Hintergrund, eher gelangweilt und auf die Abreise wartend, herum. So endete ein erfolgreicher Tag für die Neonazis in dem beschaulichen Städtchen in Bayern.

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AIB 61 / 3.2003 | 16.12.2003

»RECHTS«-Sicherheit für NS-Verherrlichung in Wunsiedel und Halbe

Zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt konnten im Jahr 2003 zwei Neonaziaufmärsche stattfinden, deren politischer Aussage ausschließlich aus der Verherrlichung des Nationalsozialismus besteht. 

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AIB 64 / 3.2004 | 12.09.2004

Wunsiedel 2004

4.600 Neonazis aus ganz Europa marschieren zu Ehren des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß in Wunsiedel auf.

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AIB 67 / 3.2005 | 29.05.2005

Der geschichtspolitische Fundamentalismus der extremen Rechten am Beispiel Rudolf Heß.

Der Nazi Rudolf Heß wurde zu einem zentralen Idol, das nicht nur nach innen abstrahlt und Kameradschaftsabende mit glorifizierenden Heldensagen und Selbstvergewisserung versorgt, sondern auch der Gestaltung praktischer Politik dient.

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AIB 68 / 4.2005 | 21.09.2005

Kampagne »NS-Verherrlichung stoppen !« kommt in Fahrt

Die Kampagne »NS-Verherrlichung stoppen!«, die schon im vergangenen Jahr zu Aktivitäten gegen den jährlichen Gedenkmarsch zum Tode des Hitler Stellvertreters Rudolf Heß im bayerischen Wunsiedel aufgerufen hatte, kommt in diesem Jahr offensichtlich bedeutend früher und breiter in Fahrt.
 

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AIB 69 / 5.2005 | 24.12.2005

Wunsiedel 2005

Interview mit der Kampagne »NS - Verherrlichung stoppen«. Im Jahr 2004 bildete sich die antifaschistische Kampagne »NS- Verherrlichung stoppen«, welche von Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet getragen wird. Dieser Kampagne, welche von Anfang an auf mehrere Jahre ausgelegt war, gelang es zum diesjährigen Todestag von Rudolf Heß, 2.000 AntifaschistInnen zu einem »Antifascist Action Day« nach Wunsiedel zu mobilisieren.
 

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AIB 72 / 3.2006 | 15.09.2006

»NS-Verherrlichung stoppen!«

Kampagne gegen den Heß-Gedenkmarsch geht weiter

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AIB 76 / 3.2007 | 20.09.2007

Märtyrer, Mythen, Mobilisierung

Wie Neonazis versuchen den Nationalsozialismus herbeizutrauern.

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AIB 80 / 3.2008 | 15.09.2008

Heßmarsch 2008 verboten

Das zuständige Landratsamt hat den geplanten neonazistischen »Rudolf-Heß-Gedenkmarsch« im August durch Wunsiedel auch in diesem Jahr verboten. Das Verwaltungsgericht Bayreuth hat das Verbot bestätigt.

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AIB 95 / 2.2012 | 13.07.2012

25 Jahre Mythos »Rudolf Heß«

»Der Kampf um die Wahrheit wird weitergehen«, heißt es bei der Aktionsgruppe Merseburg im August 2011. Gemeint ist eine Erzählung, die sich um die wichtigste Person für die neonazistische Mobilisierung der letzten 25 Jahre rankt: Rudolf Heß (Zum Mythos Heß vgl. AIB Nr. 76 und AIB Nr. 67).

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