Erinnerungskultur in Deutschland

Vergessen, Verschweigen, Vereinnahmen – Die neue Erinnerungskultur in Deutschland

Wir stellen vergangenheitspolitische Positionen zur Diskussion, die sich einer Nivellierung der Opfer der NS-Vernichtungspolitik im Zuge geschichtspolitischer, deutscher Selbstvergewisserung widersetzen.

AIB 104 / 3.2014 | 01.12.2014

Antifaschistische Geschichte sichtbar machen!

Antifaschistische Geschichtspolitik ist wichtiger denn je. In Zeiten, in denen es von 1998 bis 2005 unter Rot-Grün einen postulierten staatlichen Antifaschismus in der BRD gegeben hat und die Rolle der antifaschistischen Bewegung dadurch uneindeutig wurde.

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AIB 101 / 4.2013 | 21.03.2014

Nicht verfolgt genug?

Seit April 2012 hängt in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Ravensbrück eine Gedenktafel für die als homosexuell verfolgten inhaftierten Männer dieses Lagers. Eine für die lesbischen Gefangenen sollte folgen. 

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AIB 99 / 2.2013 | 25.09.2013

»Victims & Neighbors«

Interview mit Frances Henry über die Aufarbeitung des NS in einer deutschen Kleinstadt.

(Foto: flickr.com; rajue/CC BY-NC-SA 2.0)

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AIB 98 / 1.2013 | 21.04.2013

Umkämpfte Erinnerung

Massenmord, Kollaboration und jüdischer Widerstand im deutsch besetzten Litauen.

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AIB 93 / 4.2011 | 10.12.2011

Späte Rehabilitation der vergessenen Opfer

Interview mit der Historikerin Katharina Stengel

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AIB 92 / 3.2011 | 15.09.2011

Braunes Erbe

Alte Nazis im Landtag von Nordrhein-Westfalen und die mühsame Aufarbeitung

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AIB 89 / 4.2010 | 11.12.2010

Das Auswärtige Amt. Aus dem Zwielicht erfolgreich herausgearbeitet?

Die Debatte um die Studie »Das Amt und die Vergangenheit« dokumentiert den Wandel deutscher Vergangenheitspolitik zum Instrument moralischer Selbstlegitimation Deutschlands.

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AIB 89 / 4.2010 | 11.12.2010

»Gefährlicher sind die normalen Menschen«

Neue Ansätze bei der NS-Täter-Forschung aus Stuttgart

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AIB 87 / 2.2010 | 11.06.2010

Unerwünschte Gedenkstätte

Umbettung jüdischer Häftlings-Leichen aus Gründen der Kostenreduzierung – eine Verwaltungsangelegenheit

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AIB 86 / 1.2010 | 15.04.2010

Für einen würdigen Gedenkort

Ein bis heute weitgehend unbekannter und vergessener Ort des nationalsozialistischen Terrors ist das Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen und spätere Vernichtungslager Uckermark. 

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AIB 85 / 4.2009 | 04.12.2009

Vor 30 Jahren: »Eine Nation ist betroffen«

Am Abend des 22. Januar 1979 explodierte ein Sprengsatz an einer Richtfunkstelle in der Nähe von Münster. Eine weitere, 10 Kilogramm schwere Bombe detonierte bei Koblenz und zerstörte auch dort Sendeanlagen, die von ARD und ZDF genutzt wurden. 

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AIB 82 / 1.2009 | 09.03.2009

»Schau nicht hin, schau nicht her …«

Hitler und seine Künstler.

(Bild: wikipedia.org/Harry Pot/CC BY-SA 3.0)

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AIB 82 / 1.2009 | 09.03.2009

Fragwürdige Traditionslinien

Die mediale Aufmerksamkeit um »Operation Walküre« nimmt die Broschüre »Fragwürdige Traditionslinien« zum Anlass, die Kritik an Stauffenberg und insbesondere an der Art und Weise, wie ihm gedacht wird, in den öffentlichen geschichtspolitischen Diskurs zu tragen. 

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AIB 81 / 4.2008 | 09.12.2008

»Das eigene Leid begreift man nicht« (3)

Fred Wanders »Der siebente Brunnen und die Geschichte des Selbst«

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AIB 80 / 3.2008 | 15.09.2008

»Das eigene Leid begreift man nicht.« (2)

Fred Wanders »Der siebente Brunnen und die Geschichte des Selbst« (Teil 2)

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AIB 79 / 2.2008 | 21.06.2008

»Das eigene Leid begreift man nicht.« (1)

Der nachstehende Text beschäftigt sich mit Fred Wanders im Jahr 2005 neu aufgelegten Buch »Der siebente Brunnen« und führt in die Thematik der literarischen Verarbeitung von Auschwitz Erfahrung kontextuell ein.

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AIB 79 / 2.2008 | 21.06.2008

Internationalisierte Erinnerungskultur(en)...

...an historischen Orten der NS-Verbrechen: Das Beispiel der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen

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AIB 79 / 2.2008 | 20.06.2008

Die Perspektive der Täter

Die Debatte um Jonathan Littells Roman »Die Wohlgesinnten«.

(Bild: USHMM/Photograph #43038)

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AIB 79 / 2.2008 | 21.06.2008

Die mit dem schwarzen Winkel

1938 eröffneten die Nationalsozialisten ihren Feldzug gegen soziale Außenseiter, die im Laufe des Jahres zu Tausenden in Konzentrationslager verschleppt wurden.

(Foto: USHM Washington)

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AIB 73 / 4.2006 | 09.12.2006

Geschichtspolitik in der Einwanderungsgesellschaft

Spurensuche und die Frage nach den Bedingungen des Zugangs zur Nutzung der Ressourcen »Geschichte, Erinnerung und Gedächtnis« für MigrantInnen in der BRD.

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AIB 72 / 3.2006 | 15.09.2006

Streit um Gedächtnis

Gespräch mit Dr. Nicolas Berg über den »Historikerstreit«, die Unschärfe der Interpretationsvokabeln und die Perspektiven der Holocaustforschung

(Bild: flickr.com; Olivier Bruchez/CC BY SA 2.0)

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AIB 72 / 3.2006 | 15.09.2006

»Vergangenheit, die nicht vergehen will«

Geschichte und Aktualität des »Historikerstreits«

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AIB 70 / 1.2006 | 06.03.2006

Wie gedenken? Migrantische Jugendliche und NS-Geschichte

Seit einigen Jahren wird unter PädagogInnen, LehrerInnen, GeschichtsdidaktikerInnen und im erinnerungspolitischen Diskurs das Phänomen thematisiert, dass ein oft beträchtlicher Anteil der Bevölkerung nichtdeutscher Herkunft ist und somit womöglich keinen Bezug zur NS-Geschichte habe.

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AIB 68 / 4.2005 | 09.12.2005

Geschichte wird gemacht

Schon lange nicht mehr war in der antifaschistischen Linken ein historischer Jahrestag so präsent wie der 60. Jahrestag der Kapitulation Nazideutschlands am 8. Mai 2005. »Heraus zum revolutionären 8. Mai« hieß es in – hoffentlich – ironischer Anlehnung an ein zunehmend reizlos gewordenes Event, den »Revolutionären 1. Mai«.

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AIB 68 / 4.2005 | 21.09.2005

Gedenkstätten- und Erinnerungspolitik nach Hubertus Knabe

Im März 2005 wurde in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen eine Ausstellung unter dem Titel »Mut und Zivilcourage in Deutschland 1933 – 1989« eröffnet. 

(Bild: Faksimile Tagesspiegel)

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AIB 67 / 3.2005 | 25.05.2005

KZ -Gedenkstätten in der BRD

Zur Mitte bis zum Ende der 1990er Jahre schien es so, als hätten sich KZ-Gedenkstätten einen unangreifbaren Platz in der Erinnerungskultur der BRD verschafft. Die Vielfalt von Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen und ihre mannigfaltige Bedeutung als Orte des Gedenkens, als Orte des Lernens sowie als Orte wissenschaftlicher Forschung hatten - so schien es - eine gesellschaftliche und politische Anerkennung gefunden.

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AIB 67 / 3.2005 | 25.05.2005

Die Zukunft des Gedenkens

Welche Rolle wird die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland künftig spielen? Einschätzungen von Eckart Schärle / Erik Plummer (Projektgruppe Erfurt im Nationalsozialismus) und Lars Freitag (Phase 2 - Zeitschrift gegen die Realität)

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AIB 67 / 3.2005 | 25.05.2005

Am Ende doch ein Sieger

Erinnerung an die Shoa ist nicht nur Ritual, sondern derzeit Deutschlands beste Strategie sich der jüdischen Opfer zu entledigen.

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AIB 67 / 3.2005 | 10.05.2005

Die Zukunft der Vergangenheit

»Es ist geschehen, folglich kann es wieder geschehen.« Mit diesen Worten bilanzierte der italienische Schriftsteller Primo Levi seine lebenslange Auseinandersetzung mit der Erfahrung von Auschwitz und Buchenwald. Am Ende war die Verzweiflung und die Scham darüber, das »präzedenzlose Verbrechen Auschwitz« (Yehuda Bauer) überlebt zu haben, stärker. Im Frühjahr 1987 nahm sich Primo Levi das Leben.

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AIB 67 / 3.2005 | 25.05.2005

Wir sind nicht zu ersetzen

Peter Gingold im Interview. Peter Gingold, Jahrgang 1916, wirkte als Deutscher in der französischen Resistance und kam in Gestapo Haft. Nach dem Krieg wurde er Mitbegründer der VVN/BdA, deren Bundessprecher er ist.

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AIB 67 / 3.2005 | 29.05.2005

Hitler ein zweites Mal erfunden

Der Film »Der Untergang« von Bernd Eichinger wurde nicht nur in Deutschland ausgezeichnet. Welchen Umgang mit Geschichte schlägt dieser Film vor und was wird damit befriedigt.

(Bild: flickr.com/33352152@N00; bla_bla_fuzz/CC BY-NC-ND 2.0)
 

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AIB 67 / 3.2005 | 10.05.2005

Totalitarismus, Faschismus, Nationalsozialismus: Zur Aktualität eines Streits um mehr als Wörter

Anfang 2004 kam es zur spektakulären Aufkündigung der Mitarbeit des Zentralrats der Juden in Deutschland in der »Stiftung sächsischer Gedenkstätten«, die sich mit der Neukonzeption der Gedenkstättenarbeit in Sachsen beschäftigte. Was die Kritik von VVN-BdA und PDS nicht erreichte, trat mit dem Schritt des Zentralrats ein.

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AIB 65 / 1.2005 | 12.03.2005

Zwischen Wolfsschanze und Weltsicherheitsrat

60 Jahre »20. Juli«: Einige Beobachtungen zu aktuellen geschichtspolitischen Diskursen.

(Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1972-025-12/CC BY-SA 3.0)

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AIB 64 / 3.2004 | 12.09.2004

Deutsche Geschichtsschreibung

Das Bonner »Haus der Geschichte«.

(Bild: de.wikipedia.org; Holger Ellgaard/CC BY-SA 3.0)

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AIB 62 / 1.2004 | 10.03.2004

Totalitäre Erinnerung

Die Gleichsetzung des NS mit der DDR durch die sächsische Staatsregierung führte zum Austritt des Zentralrats der Juden aus der Stiftung sächsische Gedenkstätten. Dem Austritt schlos­sen sich alle NS-Opferverbände an.

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AIB 58 / 4.2002 | 28.02.2003

Gedenkpolitik in Nordhausen

Im thüringischen Nordhausen stand bis vor wenigen Jahren ein Gedenkstein auf dem Bahnhofsvorplatz, der an Albert Kuntz, einen kommunistischen Häftling des nahe gelegenen ehemaligen KZ Mittelbau-Dora erinnerte. Der Platz ist jetzt neu gestaltet, der Stein restauriert worden. Doch zu sehen bekam ihn die Öffentlichkeit nicht wieder. Er soll auf Wunsch der Stadt in die Gedenkstätte verfrachtet oder dem Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig übereignet werden.
 

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AIB 51 / 2.2000 | 15.05.2000

Wovon der Mensch lebt ... Widerstand und Überleben

Literarische Verarbeitungsversuche der Shoa spielen eine immer wichtigere Rolle. Am Beispiel des Lebens und Werkes von Primo Levi soll ein solcher Versuch exemplarisch besprochen werden.

(Bild: flickr.com/tatler; Alfred Essea/CC BY-SA)

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